Sven Felski: „Es ist gut, endlich wieder zu hause gewonnen zu haben“

Eisbären: Der Heimnimbus ist dahinEisbären: Der Heimnimbus ist dahin
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Das Lächeln des Berliner Stürmers, der am gestrigen Spieltag seinen 34. Geburtstag feierte, war zwar etwas lädiert – sein linkes Auge zierte nach dem mit 6:4 gewonnenen Match gegen die DEG Metro Stars ein frisches Veilchen – doch trübte das seine Freude über die drei eingefahrenen Punkte kein bisschen. „Es war wichtig, endlich mal wieder zu hause gewonnen zu haben“, sagte Felski erleichtert, nachdem er die von den Eisbärenfans geforderte Extra-Ehrenrunde gedreht hatte. „Die Düsseldorfer waren der wie eigentlich immer sehr gute Gegner. Am Anfang hatten wir noch Probleme ins Spiel zu finden, was vielleicht auch an der vielen Reiserei zuletzt lag. Heute ist uns dann zum richtigen Zeitpunkt aber auch mal so ein glücklicher Treffer gelungen, der uns ins Spiel zurück gebracht hat. Das Glück hat uns am Freitag gegen Hannover gefehlt“, zog der Ur-Berliner sein Resümee. Auf die Frage, wie viele Geburtstage man mit dem Spieler Sven Felski denn noch feiern könne, antwortete er lachend: „Na hör mal, 34 ist doch kein Alter! Das werden schon noch ein paar.“

Einer, der diese paar Jährchen mehr schon auf dem Buckel hat und im bisherigen Saisonverlauf noch nicht wie gewohnt als zuverlässiger Scorer auftrumpfen konnte, ist Felskis 37-jähriger Sturmkollege Mark Beaufait. Der US-Amerikaner erzielte gegen die DEG einen der sechs Eisbären-Treffer selbst und legte zu zwei weiteren auf. Kein Wunder, dass Beaufait sich zwar über die drei Punkte für sein Team freute, jedoch nach längerer Durststrecke auch zugab: „Ja klar, der Heimsieg war wichtig! Aber auch, dass ich endlich wieder dazu beitragen konnte.“ Fand übrigens nach dem Spiel auch sein Trainer Don Jackson und hob die Leistung des erfahrenen Stürmers, der immerhin schon seit 2002 die Schlittschuhe für die Eisbären schnürt, ausdrücklich hervor. Jetzt, da die Berliner nach Brandon Smith (Schulter) und Florian Busch (Handgelenk) auch noch auf „Arbeitstier“ Matt McIlvane (Kreuzbandriss) verletzungsbedingt verzichten müssen, ist es auch dringend nötig, dass einer mit den Qualitäten eines Mark Beaufait schnellstmöglich zurück zu alter Form findet. Allerdings wäre es wiederum nichts Neues, fände Beaufait seinen Scoringtouch erst etwas später in der Saison wieder, um dann aber in Sachen Tore und Vorlagen umso großzügiger zuzuschlagen. Luft nach oben, das weiß der stille Amerikaner selbst am besten, ist diesbezüglich alle Mal.

Düsseldorfs Trainer Harold Kreis haderte sichtlich mit dem Auftreten seiner Mannschaft, insbesondere das im Schlussdrittel: „Das Spiel hat nicht gut für uns begonnen. Im zweiten Drittel konnten wir uns zurückkämpfen und es sehr ausgeglichen gestalten. Danach aber agierte meine Mannschaft zu naiv und leistete sich einfach zu viele Scheibenverluste. Die Strafzeiten im Schlussdrittel brachten uns dann völlig von der Rolle. Und die Eisbären sind eben eine Mannschaft, die so etwas bestrafen. Wir haben danach zwar noch mal Gas gegeben, aber mehr als Kosmetik waren die beiden Tore dann nicht mehr.“ Vor allem DEG-Goalie Jamie Storr muss sich hier Kritik gefallen lassen. Der ließ sich zu einem Stockschlag in die Wade eines Eisbärenspielers hinreißen, als sein Team schon in Unterzahl agieren musste. Mehr als sechs Minuten Spielzeit waren da beim durchaus aufholbaren Rückstand von 2:4 noch auf der Uhr. Und wer weiß, welchen Verlauf die Partie genommen hätte, wäre man schadlos über die einfache Unterzahl gekommen? Zumal sich die Eisbären in der Defensive einmal mehr alles andere als sattelfest präsentierten. Was möglich hätte sein können, bewiesen die letzten beiden Spielminuten, in denen die DEG noch auf 4:6 verkürzen konnte. Mit Blick auf die nun bevorstehende Auswärtspartie in Köln blieb Harold Kreis so nur festzustellen: „Ihr aktueller  Tabellenplatz sagt nichts über die Stärke der Haie aus. Wenn wir auswärts punkten wollen, dann müssen wir einfach intelligenter spielen.“ (mac/ovk)

 


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