Süßes für Iserlohn, Saures für StraubingStraubing – Iserlohn 2:3

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Noch ohne Torjäger Matt Hussey und ohne die Verletzten Tyler Beechey und Markus Hundhammer traten die Gäubodenstädter den Vergleich gegen die Sauerländer an. Denen fehlte, wie die nächsten rund drei Monate, Brandon Brooks, der am Dienstag operiert wurde.

Weite Strecken des Eröffnungsdrittels gehörten den Hausherren, die es mit kurzen und einfachen Pässen immer wieder schafften Schwung mitzunehmen und die Gäste in der neutralen Zone zu überlaufen. Allen voran Verteidiger Grant Lewis, der ein ums andere Mal seine hervorragende Übersicht unter Beweis stellte, sowie ein unermüdlich arbeitender René Röthke.

Trotzdem zeigten sich sowohl Rooster-Coach Doug Mason als auch Stürmer Michael Wolf nach dem Spiel nicht unzufrieden über die ersten vierzig Minuten. Michael Wolf: „Ich denke, wir haben die ersten zwei Drittel sehr gut gespielt, sind defensiv gut gestanden, haben uns offensiv gute Chancen herausgespielt und haben verdient geführt.“ Doug Mason meint: „Wir haben taktisch sehr gut gespielt.“

Vor allem über die ersten zwanzig Minuten dürfte Rooster-Goalie Sébastien Caron etwas anderer Meinung sein. Er war nach sechzig Minuten klar bester Gästespieler und warf seinen Vorderleuten im Eröffnungsdrittel den ein oder anderen bösen Blick durch seine Gitterstäbe zu. Caron hatte sicher mehr zu tun, als ihm lieb sein dürfte, löste die Aufgaben aber außerordentlich gut. Straubings doppelter Torschütze Andy Canzanello meint: „Er ist ein großartiger Goalie mit NHL-Erfahrung und hat heute eine sehr guten Tag erwischt. Er macht wenig Fehler, wir haben es ihm aber auch zu leicht gemacht und nicht genügend Verkehr vor dem Tor gehabt.“

Doch wie so oft im Sport ging es heute auch den Tigers. Klappt es vorne nicht – schlägt es hinten ein. Michael Wolf nutzt eine Überzahl für seine Roosters eiskalt aus. Doch es kam noch bitterer. Matt Tomassoni erhöhte die Führung durch einen Konter, ausgerechnet nach einem der schönsten Straubinger Spielzüge. Doug Mason: „Straubing ist so schnell und die Scheibe läuft sehr gut. Wir haben sehr konzentriert gespielt und Gott sei Dank haben wir zwei Tore geschossen.“

Irgendwann im Schlussdrittel nahm das Gefühl immer mehr zu, dass die Niederbayern heute machen können, was sie wollen, doch ein Tor werden sie keines mehr erzielen. In Überzahl hatte dann aber Blaine Down einen seiner genialen Momente und Andy Canzanello konnte gar nicht mehr anders, als die Scheibe im Tor unterzubringen. Michael Wolf: „Am Schluss haben die Straubinger alles nach vorne geworfen. Wir haben mächtige Probleme gehabt, die Scheibe aus dem Drittel zu bekommen. Am Ende war es vielleicht sogar etwas glücklich für uns.“ Nur wenige Zeigerumdrehungen nach dem Anschluss stocherte Canzanello den Puck zum vielumjubelten Ausgleich über die Linie und meint nach dem Spiel: „Wenn wir die ersten fünfzig Minuten so spielen wie die letzten zehn, gewinnen wir das Spiel.“ Um das Spiel ausgleichen zu können, war es auch hilfreich, dass Iserlohn zeitweise mit nur vier Verteidigern agieren musste. Collin Danielsmeier musste nach einem Schlag einmal am Finger und nachdem er den Puck ins Gesicht bekam ein zweites Mal genäht werden, biss aber auf die Zähne und spielte weiter. Der Jubel über den Ausgleich war noch nicht ganz verhallt, da machte Matt Tomassoni seinen zweiten Treffer und sicherte den Sauerländern damit die volle Punktzahl.

Zum Schluss bleibt zu bemerkten, dass es die Schiedsrichter wohl nie richtig machen, zumindest wenn man Doug Mason folgt. Dem waren es heute auf beiden Seiten viel zu wenig Strafen.

Tore:

0:1 24:35 Michael Wolf (Mike York, Mark Ardelan) PP1
0:2 37:35 Matt Tomassoni (Colin Stuart, Mark Bell)
1:2 51:27 Andy Canzanello (Blaine Down, René Kramer) PP1
2:2 54:40 Andy Canzanello (Daniel Sparre, Blaine Down)
2:3 57:03 Matt Tomassoni (Colin Stuart, Christian Hommel)

Strafen: Straubing 4; Iserlohn 4
SR: Willi Schimm, Florian Zehetleitner; LR: Robert Hauber, Marcus Höfer
Zuschauer 4.681


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