Straubings Überzahl entscheidet SpielStraubing – Schwenningen 4:1

Starker Einstand: Sean Sullivan. (Foto: Heribert Böckl)Starker Einstand: Sean Sullivan. (Foto: Heribert Böckl)
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Am Dienstag erzählte er, er will mehr spielen, will die Stimmung erleben, will dem Team helfen und will gewinnen. Genauso ist es dann auch gekommen. Man hatte das Gefühl, dass Straubings Neuzugang Sean Sullivan das erste Drittel durchspielte. Doch zuvor stand für Sullivan das erste persönliche Highlight an, denn als Erste-Reihe-Spieler stand er auch bei der Starting Six auf dem Eis. Dazu meint der Verteidiger: „Das war großartig, so ins Spiel zu starten, auch der Einlauf war ein großartiges Gefühl.“ Zudem zeigten sich die Fans der Straubinger von ihrer besten Seite, erst recht als Sullivan das Führungstor erziele. „Das ist unglaublich, das ist so, als wäre noch ein Mann für uns auf dem Eis. Wir sind in Führung gegangen und waren bis zum Ende vorne und die haben die ganze Zeit geschrien und uns angefeuert – ich habe so was noch nie gesehen“, sagt Straubings Nummer 37 und stahlt dabei über das ganze Gesicht. Zum Tor selbst meint er: „Es war ein toller Pass. Bei fünf gegen drei liegt der Fokus darauf, zu schießen. Ich habe die Schussbahn gesehen und ihn rein gemacht.“ Dass die Straubinger doppelte Überzahl hatten, lag an zwei Ex-Straubingern. Ryan Ramsay kassierte wegen eines Stockstiches eine Fünf-plus-Spieldauerstrafe und Stephan Wilhelm setzte sich wenig später auch in die Sünderbox. Dass die Wild Wings im ersten Drittel deutlich zu viele Strafen nahmen, darüber waren sich alle einig. So sagte Wings-Coach Stefan Mair: „Schade, dass wir uns erst selbst dieses Loch gegraben haben, da ist es mit den ganzen Strafen sehr schwer rauszukommen. Es waren am Anfang zu viele Strafen, auch in der offensiven Zone – das bezahlst du. Wir haben heute wieder mal bitteres Lehrgeld bezahlt.“ Stürmer Philipp Schlager kann nicht widersprechen: „Gerade in der offensiven Zone kann man sich eigentlich keine Strafen erlauben, da machen wir zurzeit einfach zu viele. Ja, da hat der Trainer recht.“ Auch das zweite Straubinger Tor fiel während der Strafe von Ramsay. Diesmal traf Thomas Brandl. Tyler Beechey sagt: „Wir hatten zu viele Strafen, das kostete uns das Spiel. Daraus müssen wir lernen und es besser machen.“

Bei fünf gegen fünf war es ein offenes Spiel, vielleicht sogar mit leichten Vorteilen für die Gäste. Dazu sagt Mair: „Bei fünf gegen fünf kann ich der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen, wir haben bis zum Schluss gekämpft.“ Straubings Trainer Daniel Ratushny warnt: „Bei fünf gegen fünf haben wir nicht so stark gespielt, da hatten wir zu viele Scheibenverluste. Wir müssen uns mit der Scheibe mehr konzentrieren. “

Gegen Ende des Mitteldrittels schwanden den Schwenningern zusehends die Kräfte. Schlager analysiert die Situation so: „Es ist natürlich schade, wenn man am Anfang so viele Strafen hat. Die haben dann halt die 5:3-Überzahl eiskalt genutzt. Die Strafzeiten haben uns einfach getötet. Das hat viel Kraft gekostet. Da ist es dann auch schwierig, wieder ins Spiel zu kommen, wenn man die Reihen nicht vernünftig durchwechseln kann.“ Straubing zudem hellwach. Sie brachten schon beim Aufbau der Schwenninger immer wieder einen Schläger dazwischen. Lohn der Mühen war Straubings drittes Überzahltor durch Carsen Germyn kurz vor der zweiten Pause.

Den Wild Wings tat die Pause sichtlich gut. Sie kamen sehr schwungvoll aus der Kabine und nahmen den Kampf an. Schlager meint: „Wir haben es einfach immer probiert, man kann immer zurückkommen. In Nürnberg sind wir auch nach einem 0:3 wieder zurückgekommen.“ Und Tyler Beechey sagt: „Ja, wir waren 3:0 hinten. Da muss man das Team loben, weil wir nicht aufgegeben haben“. Noch dazu drehte nun der Strafenzeiger in die andere Richtung und man durfte nun auch in doppelter Überzahl spielen. Das brachte noch nichts, doch als wenig später Straubings Kapitän Sandro Schönberger draußen war, konnte Phillip Schlager verkürzen. Der erinnert sich an sein Tor so: „Ich glaube, es war ziemlich glücklich, dass die Scheiben von hinten direkt vors Tor gekommen ist, ich habe da gewartet, weiß aber auch nicht, warum ich da gestanden bin. Ich habe die Scheibe einfach runtergefangen und der Torwart war auch noch nicht soweit, das habe ich halt dann genutzt.“ Schwenningen zeigte Moral und gab nicht auf: „Vielleicht haben wir beim 1:4 aufgegeben, aber insbesondere nach dem 1:3 ging nochmal ein Ruck durch die Mannschaft“, lobt Mair seine Mannen. Das vierte Straubinger Tor zauberte Blaine Down in die Maschen, der wenig später zum Torero mutierte, als er mehrere Schwenninger auf engsten Raum schwindlig spielte und wie im Stierkampf gab es vom Anhang für jeden Kringel ein „Ole“. Down meint zum Spiel: „Ich denke, dass es eines unserer besten Heimspiele war. Wir haben über unsere Heimstärke gesprochen und wollten den Fans heute wieder einen Sieg zeigen.“ Über den neuen Mannschaftkammeraden meint er: „Für Sean war es sicher nicht leicht, aber er kommt rein und macht heute einen tollen Job im Powerplay. Wir haben jetzt wieder mehr Tiefe in der Verteidigung, das gibt schon einen Schub.“ Auch Tyler Beechey, der es eigentlich „schön wieder zurückzukommen“ fand, meinte zur Überzahl der Tigers: „Sie haben im Powerplay ein gutes Spiel gemacht und wir haben ihnen zu viele Chancen in Überzahl gegeben.“

Insgesamt ist Stefan Mair aber natürlich nicht zufrieden und sagt: „Wir hätten die Punkte auch mit einer schönen Masche verpackt herschicken können, wenn man so blöd ist. Wir haben jetzt schon das dritte Spiel, wo wir leichtfertig durch Strafen herschenken. Heute beginnt das Spiel wieder so – Unterzahl, Unterzahl, Unterzahl und fünf gegen drei.“ Glücklich hingegen Ratushny: „Schwenningen spielt hart, organisiert und intelligent. Natürlich sind wir glücklich mit diesem Heimsieg und mit den drei Punkten. Unsere Special Teams haben heute ein gutes Spiel gemacht. “

Tore:

1:0 11:40 Sean Sullivan (Laurent Meunier, Blaine Down) PP2
2:0 13:13 Thomas Brandl (Florian Ondruschka, Marcel Brandt) PP1
3:0 37:25 Carsen Germyn (Blaine Down, Sean Sullivan) PP1
3:1 47:55 Philipp Schlager (Nicholas Johnson, Morten Green) PP1
4:1 53:17 Blaine Down (Laurent Meunier, Carsen Germyn)

Strafen: Straubing 14; Schwenningen 17 + Spieldauer Ramsay
Schiedsrichter: Jens Steinecke, Stefan Vogl; Linienrichter: Andreas Flad, Robert Hauber
Zuschauer: 4.686

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