Straubinger Wille besiegt Wolfsburger Technik

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Dass Wolfsburg als Favorit ins Spiel ging, konnte man in den ersten zwanzig Minuten nur daran erkennen, dass die Niedersachsen stocktechnisch besser waren. Tigers-Trainer Dan Ratushny stellte fest: „Wolfsburg ist eine sehr gute Mannschaft, sehr schnell in der Offensive.“ Aber trotz der technischen und läuferischen Überlegenheit konnten die Tigers recht früh in Führung gehen. Andy Canzanello war der glückliche Schütze. Allerdings konnte man sich nicht sehr lange freuen. Denn nur ein paar Minuten später sorgte Norm Milley für den Pausenstand. Im Anschluss an den Treffer lebte das Spiel vom Kampf.

Auch nach weiteren zwanzig Minuten und einem weiteren Tor auf jeder Seite wurde mit viel Körpereinsatz gespielt. Beide Verteidigungsreihen machten die Angriffe des Gegners immer wieder zunichte. Die Straubinger Fans beklatschen die neuerliche Führung von Daniel Sparre, die von Sebastian Furchner praktisch im Gegenzug egalisiert wurde. Wolfsburgs Cheftrainer Pavel Gross: „Wir haben vierzig Minuten eine spannende und ausgeglichene Partie gesehen, aber wir haben im zweiten Drittel etwas das Momentum verloren, als wir ein paar Strafen genommen haben. Straubing macht das Tor, aber wir sind wieder zurückgekommen. Nach dem 2:2 hatten wir ein, zwei hundertprozentige Chancen, als wir das leere Tor nicht treffen. Das war natürlich auch schade.“

Ab der 49. Minute hatten die Donaustädter volle zwei Minuten lang die große Chance, das Spiel bei einer 5:3-Überzahl für sich auf die Siegerstraße zu bringen. Die Aufstellung der Tigers passte, aber die der Grizzlys passte noch besser, sodass die Möglichkeit nicht genutzt werden konnte. Pavel Gross kommentierte die Situation später: „Das haben die Jungs hervorragend gemacht, aber eigentlich hätte das Momentum nun auf unserer Seite sein sollen.“ Fast wie in einer Trotzreaktion gaben die Hausherren nun so richtig Gas. „Wir haben uns auch nach der ungenutzten 5:3-Überzahl nicht beirren lassen und haben unser Spiel weiter gespielt. Wir haben uns nochmal gesagt, dass wir uns auf die einfachen Dingen konzentrieren müssen, hinten weiter gut stehen müssen, dann bekommen wir vorne unsere Chancen“, erinnert sich Alexander Dotzler an diese Minuten. Karl Stewart war es, der mit einem Sonntagsschuss eine dieser Chancen dann auch nutzte und die erneute Führung für die Niederbayern erzielte. Dan Ratushny: „Wir hatten heute Abend etwas Glück“. Nun sprang auch der Funke aufs Publikum über, und davon beflügelt erhöhte Matt Hussey und stellte zugleich den Endstand her. Weiter Dan Ratushny: „Das war wichtig für uns. Wir nehmen den Sieg, schöpfen daraus Energie und legen jetzt den Fokus auf das Berlin-Spiel.“

Tore:
1:0 (04:07) Andy Canzanello (René Röthke, Karl Stewart)
1:1 (09:24) Norm Milley (Matt Dzieduszycki, David Lalinerté) PP1
2:1 (31:11) Daniel Sparre (Calvin Elfring, Carsen Germyn) PP1
2:2 (33:11) Sebastian Furchner (Stephen Werner, Norm Milley)
3:2 (51:58) Karl Stewart (Daniel Sparre, Andy Canzanello)
4:2 (54:46) Matt Hussey (René Röthke)

Strafen: Straubing 10; Wolfsburg 14
Zuschauer: 4.115

Schiedsrichter: Stefan Vogl – Christian Höck, Pascal Kretschmer


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