Straubinger Kätzchen verlieren gegen Münchner Eistänzer

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Auch im zweiten Drittel wurde schöne Musik gespielt. Mit Eishockey war es über weite Strecken wieder nichts. So war es auch nicht weiter verwunderlich das der einzige Treffer dieses Abschnitts ein Kullertor durch Eric Schneider im Münchner Powerplay war. Noch nicht mal die gefürchteten Straubinger Fans wollten mehr für Stimmung sorgen. Befreiungsschüsse in Unterzahl, die sonst bejubelt und gefeiert werden, ernteten gerade mal einen schwachen Beifall. So leise ist es im Pulverturm sonst nur wenn die Werbung auf die Eisfläche aufgebracht wird. Diese Ruhe nutzten die unter DEL-Fieber stehenden Münchner um ihr Team zu unterstützen.

  Der Schlussabschnitt entschädigte zwar nicht für die ersten 40. Minuten, war jedoch deutlich das beste Drittel des Abends. Die Fans wurden durch zwei Strafzeiten gegen München geweckt. Das zweite mal das die Straubinger für kurze Zeit 5-3 spielen konnten. Doch im Powerplay konnten Heute weder Ober- noch Niederbayern überzeugen. Straubing konnte nur während einer Überzahl echten Druck aufbauen. Für die Münchner reichte es wenigstens zu einem Tor. Auch die Stimmung im Stadion wurde wieder besser. Straubing wollte keinesfalls vor heimischen Publikum verlieren, vergab jetzt aber beste Chancen. Einzig Derek Hahn konnte eine Verwirrung in Münchens Abwehr nutzen und den viel umjubelten Ausgleich erzielen.

Eigentlich wäre das Spiel auch mit diesem Unentschieden beendet worden. Doch nach kurzer Absprache einigten sich die Teams darauf ein Penalty schießen entscheiden zu lassen. Nach den ersten drei Schützen wurde noch kein Sieger gefunden. Erst in der vierte Paarung sicherte Ryan Ready dem EHC München den Sieg.

Ein Grund für das insgesamt schwache Spiel könnte sein, das beide Trainer in Summe auf sieben Spieler verzichten mussten.

Tore 1:2 (0:0/0:1/1:0/0:0/0:1)

33. 0:1 Eric Schneider (Stéphan Julien, Felix Petermann) PP; 51. 1:1 Derek Hahn ( Andy Canzanello, Tobias Draxinger); 65. 1:2 Ryan Ready PS

Strafen: Straubing 10; München 12

SR Sicorschi; LR Büse, Höck

Zuschauer 2.985

Armin Holl-Wagner