Straubinger Aufholjagd geht weiterDEL kompakt

Die Straubing Tigers hatten Grund zu jubeln. (Foto: dpa/picture alliance/nordphoto)Die Straubing Tigers hatten Grund zu jubeln. (Foto: dpa/picture alliance/nordphoto)
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Augsburger Panther – Fischtown Pinguins Bremerhaven 3:1 (2:0, 1:1, 0:0)

Die Nordlichter taten sich im ersten Abschnitt schwer und mussten weite Strecken den Panthern überlassen. Diese wussten das zu nutzen und kamen in Überzahl zu ihrem Führungstreffer. Auch ansonsten zeigten die Schwaben eine konzentrierte Leitung und konnten noch vor der ersten Pause die Führung ausbauen. Die Gäste kamen stark aus der ersten Pause zurück und nutzten das Moment, um den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch die Fuggerstädter stemmten sich gegen den Ausgleich und erarbeiteten sich ihre Chancen und übernahmen wieder das Kommando. Mit einer dieser Chancen stellte der AEV den alten Abstand wieder her. Danach war das Drittel aber recht ausgeglichen. So ging es mit Vorsprung für die Hausherren ins Schlussdrittel. In diesem hatten die Augsburger dickes Glück, als die Scheibe von Pfosten zu Pfosten sprang, aber nicht ins Netz. Das war die größte Gelegenheit, denn ansonsten war man auf Augenhöhe unterwegs. Chancen hatten beide Teams, doch Treffer fielen keine mehr. Auch nicht in der Bremerhavener Schlussoffensive. Damit fuhren die Schwaben drei wichtige Punkte ein. Für die Pinguins war es hingegen die siebte Niederlage in Folge.

Tore: 1:0 (5:48/PP) Daniel Schmölz (Thomas Holzmann, Drew LeBlac), 2:0 (18:19) Trevor Parkes (Matt White, Drew LeBlanc), 2:1 (22:38) Jason Bast (Ross Mauermann, Michael Moore), 3:1 (28:47/PP) Thomas Holzmann (Michael Davies, Brady Lamb). Zuschauer: 4554.

Krefeld Pinguine – Straubing Tigers 3:4 (1:0, 0:2, 2:2)

Krefeld gehörten die ersten Minuten im Kellerduell. Dazu kam, dass sich die Niederbayern zwei frühe Strafen leisteten. Der KEV hatte damit über eine Minute doppelte Überzahl und kaum war die erste Strafe abgelaufen, schlugen sie zu. In der Folge kamen die Straubinger etwas besser ins Spiel, blieben aber noch erfolglos. Völlig anders im Mitteldrittel, denn da passte bei den Seidenstädtern gar nichts mehr. Straubing kam mit Schwung aus der Kabine und brach damit das Krefelder Spiel. Keine Distanz mehr zum Gegenspieler und nur noch wenig Struktur in der Abwehr. So kam Sam Klassen zu seinem ersten Saisontor. Doch Krefeld wollte nicht aufwachen und wurde mustergültig ausgekontert. Erst in den letzten Minuten nahmen die Pinguine wieder vermehrt am Spiel teil, doch das war inzwischen gedreht. Bezeichnend für das Krefelder zweite Drittel, Joel Keussen im Telekom-Pausen-Interview: „Mir fehlen die Worte.“ Der Schlussabschnitt hatte es aber nochmal in sich. Zunächst machten die Straubinger ein Überzahltor, was wie eine Vorentscheidung wirkte. Krefeld fehlte immer noch die Ordnung, doch mit einem Fehler von Levko Kopper an der Bande kamen die Seidenstädter im Straubinger Drittel in Scheibenbesitz und mit einem Gewaltschuss verkürzten sie. Praktisch mit dem nächsten bayerischen Angriff trafen aber die Tigers wieder. Doch auch damit war der Sack nicht zu, denn bei angezeigter Strafe gab es den nächsten Anschlusstreffer. Krefeld warf alles in die Waagschale und die Tigers sich in jeden Schuss. Doch auch die letzten KEV-Bemühungen blieben ohne Erfolg. Dafür geht die Straubinger Aufholjagd weiter.

Tore: 1:0 (3:07/PP) Martin Schymainski (Markus Nordlund, Justin Feser), 1:1 (31:30) Sam Klassen (Jeremy Williams, Mike Connolly), 1:2 (34:41) Stefan Loibl (Mike Connolly, Jeremy Williams), 1:3 (41:27/PP) Kyle MacKinnon (Alex Oblinger, Adam Mitchell), 2:3 (50:17) Diego Hofland (Martin Ness, Kevin Orendorz), 2:4 (51:35) Jeremy Williams (Alex Dotzler, Mike Zalewski), 3:4 (53:06/EA) Adrian Grygiel (Markus Nordlund, Daniel Pietta). Zuschauer: 3290.

ERC Ingolstadt – Grizzlys Wolfsburg 2:1 n.V. (1:0, 0:1, 0:0, 1:0)

Die Panther dominierten die erste Viertelstunde der Partie, konnten aus der Überlegenheit aber nur ein Tor machen. Erst in den letzten fünf Minuten im Eröffnungsdrittel kamen die Grizzlys besser auf. Der Auftakt ins Mitteldrittel war flott. Zunächst hatte der ERC die Chance, die Führung auszubauen, doch stattdessen machten die Gäste im Gegenzug den Ausgleich. Nur zwei Zeigerumdrehungen später waren die Oberbayern auch noch im Glück, als Tyson Mulock nur die Latte traf. Inzwischen war es ein rasantes Spiel auf Augenhöhe, bei dem der Ausgang völlig offen  war. Trotz einer Reihe guter Chancen konnte kein Team die Entscheidung in der regulären Spielzeit herbeiführen. Doch das war nach dem Spielverlauf ein durchaus gerechtes Ergebnis. Es ging in die Overtime. In dieser ging es schnell und Ingolstadt sicherte sich nach nur 39 Sekunden den letzten zu verteilenden Punkt.

Tore: 1:0 (4:45) David Elsner (Ville Koistinen, Darin Olver), 1:1 (22:46) Marcel Ohmann (Robbie Bina, Alex Weiss), 2:1 (60:39) Brett Olson (Petr Taticek, Ville Koistinen). Zuschauer: 3555.