Straubing verliert in ÜberzahlStraubing - Berlin 1:2

Daniel Sparre erzielt in dieser Szene das 1:0 für Straubing. (Foto: Michael Kinseher - www.hockeyrama.de)Daniel Sparre erzielt in dieser Szene das 1:0 für Straubing. (Foto: Michael Kinseher - www.hockeyrama.de)
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Wenn das Straubinger Team eine Schwäche hat, dann ist es das Überzahlspiel. Dass man mit 18,32 Prozent Powerplay-Verwertungen in dieser Statistik in der Mitte rangiert, ist gewiss kein Problem, aber das man heute schon das neunte Tor bei eigener Überzahl schlucken musste, schon. Denn kein anderes Team holt im Powerplay den Puck öfter aus dem eigenen Netz als die Tigers. Heute war das besonders bitter, denn das „Game-Winning-Goal“, das Tor das die Partie entschied, fiel durch Julian Talbot in Berliner Unterzahl. Straubings Stürmer Ryan Ramsay: „Wir haben eigentlich gut gespielt, wir hatten viele gute Wechsel und waren fokussiert, aber im letzten Drittel hat das Momentum gewechselt. Wir müssen einfach daraus lernen. Morgen ist frei und am Dienstag müssen wir nochmal über die Fehler reden, aber dann ist das Spiel abgehakt. Dann wird wieder hart gearbeitet, denn Freitag wollen wir in Ingolstadt gewinnen.“

Über sechzig Minuten sah man wenig hochkarätiges Eishockey, dafür ein Spiel, in dem es mächtig gescheppert hat. Für einige Spieler zu sehr, denn gleich drei Spieler erlebten das Ende des Spiels nur von der Kabine aus. Bei Straubing fiel Florian Ondruschka, und bei Berlin Florian Busch und Jens Baxmann aus. Bei Ondruschka spricht Straubings Coach Dan Ratushny von einer kleinen Verletzung. Anders sieht es auf Berliner Seite aus, denn vor allem bei Busch könnte es dauern, da er mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausfiel. Eisbären-Coach Don Jackson: „Es war ein hartes Spiel und ich mag hartes Eishockey, aber das ist jetzt unser fünfter Spieler, der mit Gehirnerschütterung ausfällt, und es gab wieder keine Strafe. Ich bin ziemlich sauer.“ Sicher hätte man die eine oder andere Szene durchaus mit zwei Strafminuten bewerten können, aber das trifft auf beide Teams zu. „Das war ein intensives Eishockeyspiel“, kommentierte Dan Ratushny. Denn auch die Berliner spielten mit einer ordentlich Portion Härte und teilten kräftig aus. Tigers-Stürmer Dustin Whitecotton, gerade selbst von einem Mittelfußbruch genesen, meinte: „Beide Teams spielten sehr körperbetont. Die Hits waren nicht schmutzig, aber leider ist das nun mal so, dass man sich beim Eishockey verletzen kann. Das will man natürlich nicht sehen, aber es kommt vor. Im zweiten Drittel hat Stewi (Karl Stewart) auch einen sauberen und sehr harten Hit nehmen müssen. Danach war er leicht benommen. Stewi hatte Glück, Buschi (Florian Busch) leider nicht.“

Bei wenigen Toren haben natürlich auch immer die Torleute einen gehörigen Anteil daran. So auch heute. Sowohl Barry Brust, als auch Rob Zepp verdienten sich Bestnoten, denn insgesamt wurde 61 Mal auf ihr Tor gefeuert. Dass die Berliner Verteidigung Daniel Sparre bei dessen Führungstreffer mutterseelenallein am Pfosten lauernd vergessen hat, ist Zepp sicher nicht anzukreiden. Auch beim Berliner Ausgleich durch Daniel Weiß ist die Schuld wohl eher in der Abwehr zu suchen.

Tore:
1:0 (04:17) Daniel Sparre(Jean-Michel Daoust, Ryan Ramsay) PP1
1:1 (52:59) Daniel Weiß (Sven Felski, Jon Sim)
1:2 (55:21) Julian Talbot (Frank Hördler, Sven Felski) SH1

Strafen: Straubing 6; Berlin 10+10 Darin Olver
SR: Lars Brüggemann; LR: Christian Höck, Pascal Kretschmer
Zuschauer 5.777


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