Straubing und Augsburg im Finale

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Am Vorrundenspieltag des 2.Gäubodenvolksfestpokals trafen die Augsburg Panther und der ERC Ingolstadt im ersten Spiel aufeinander.

Die Partie nahm ihre Wende mit Beginn des zweiten Abschnittes. Bis dahin war Ingolstadt das bessere Team. Was sich auch auf der Anzeige mit zwei Treffern durch Gawlik und Greilinger ausdrückte. Einem Tor der Augsburger wurde per Videobeweis die Anerkennung verweigert.

Augsburg kam jedoch stark verbessert aus der Kabine. Nicht nur WM-Held Dennis Endras spielte nun fast eine Klasse besser und konnte sich mehrfach zeigen. Lichtblick bei Ingolstadt war das Verteidigerpaar Chartier und Degon. Die dunkle Seite des Sports zeigte sich nach einem zusammenprall zwischen Ingolstadts Chartier und Augsburgs Wanving. Während Chartier das Spiel fortsetzen konnte wurde der Augsburger humpelnd von Eis geführt und kam nicht wieder.

Der Schlussabschnitt gehörte den Augsburgern. Einziger Wermutstropfen war das Augsburg unkonzentriert ins letzte Drittel ging und bereits nach 19 Sekunden den dritten Treffer nehmen musste. Somit mussten sie wieder einem zwei Tore Rückstand nachlaufen. Konnten letztendlich aber durch ein Powerplaytor von D´Aversa und einen sehenswerten Schuss von der blauen Line durch Tölzer ausgleichen.

In der fünfminütigen Verlängerung konnte sich keine Mannschaft einen entscheidenden Vorteil erspielen. Highlight war eine Parade der Extraklasse von Endras, der das vorzeitige Aus gegen Bob Wren verhinderte.

Somit musste der Shoot-out die Entscheidung bringen. Den Siegtreffer konnte Augsburgs Tallackson auf seinem Konto verbuchen. Ihm gelang der einzige Treffer im Penaltyschießen.



4:3 (0:2/1:0/2:1/0:0/1:0)


Tore: 5. (0:1) Gawlik; 8. (0:2) Greilinger; 24. (1:2) Radja; 41. (1:3) Greilinger; 45. (2:3) D´Aversa (PP); 52. (3:3) Tölzer; Shoot out (4:3) Tallackson



Strafen: Augsburg 6; Ingolstadt 10


SR Hascher; LR Kowert, Holzer



Im Abendspiel standen sich die heimischen Straubing Tigers und die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg gegenüber. Straubing war, im Vergleich zum Test gegen Wien, stark verbessert. Eines der Straubinger Saisonziele kann offenbar erreicht werden. Das im letzten Jahr so schwache Power Play scheint sich gar zu einer Stärke der Niederbayern zu entwickeln. Vier der sechs Tore wurden in Überzahl erzielt. Hierbei zeigten sich die Neuzugänge Hahn, Goren und Bakos als Blueliner als Aktivposten. Wer Probleme hat die Position "Power Forward" in einer Eishockeyaufstellung zu finden, sollte sich Straubings Goren ansehen. Heute hat er wohl zum ersten mal angedeutet was in ihm steckt. Permanenten Druck auf die Verteidiger ausüben und stets hellwach. Sollte Lee Goren diese Form die ganze Saison halten können, kann man Straubing schon jetzt zu dieser Verpflichtung gratulieren.

Nürnberg begann das erste Drittel recht druckvoll und konnte durch den Ex-Straubinger Dusan Frosch bereits in der 3. Minute die Führung erzielen. Es dauerte etwas bis die Straubinger ihren Rhythmus gefunden hatten. Den Ausgleich konnte Mapeltoft in der 11. Minute abstauben. Sehenswert war dann die Straubinger Führung. Goren kommt aus der Box, macht das Spiel schnell, verwirrt Nürnbergs Verteidigung und kann letztendlich das Tor erzielen. Hierbei klappte bei den Nürnbergern relativ wenig. Zwar konnte Wilm noch einmal ausgleichen, jedoch während einer zweifach Überzahl gingen die Straubinger erneut in Führung.

Ein ähnliches Bild bot der Mittelabschnitt. Straubing war über weiter Strecken die spielbestimmende Mannschaft und nahm sich nur zwischen der 30. und 35. Minute ein Auszeit. Das nutzen die Nürnberger allerdings völlig humorlos aus und konnten das Spiel wieder ausgleichen. Mit einem Doppelschlag in Minute 36 und 37 Minute wurde die Partie dann aber durch zwei Powerplaytore der Niederbayern entschieden.



Im Schlussabschnitt ließen bei beiden Teams die Kräfte etwas nach, sodass man sich großteils neutralisierte. Nürnberg wollte, aber konnte nicht. Die Franken machten sich das Leben selbst unnötig schwer, da sie es nicht verstanden von der Strafbank fern zu bleiben. Das spielte den Straubingern in die Karten und diese verwalteten geschickt den Vorsprung.



Tore: 3. (0:1) Frosch; 11. (1:1) Mapeltoft; 12. (2:1) Goren); 14. (2:2) Wilm; 20. (3:2) Mapeltoft (2PP); 28. (4:2) Corrazzini (PP); 31. (4:3) Bayda; 35. (4:4) Oblinger; 36. (5:4) Bakos (2PP); 37. (6:4) Stewart (PP)



Strafen: Straubing 16; Nürnberg 30


SR Sicorschi; LR Büse, Flad


Zuschauer: 2950



Somit treffen am Sonntag um 14:30 Uhr, im Spiel um Platz 3, der ERC Ingolstadt und die Thomas Sabo Ice Tigers aufeinander.

Das Finale findet um 18:00 Uhr zwischen den Straubing Tigers und den Augsburg Panthern statt.



Bericht: Armin Holl-Wagner

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