Straubing überzeugt im letzten HeimtestStraubing – Innsbruck 5:2

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Besser hätte der letzte Test im heimischen Stadion am Pulverturm nicht verlaufen können. Mit 5:2 (2:0, 2:1, 1:1) siegten die Straubing Tigers über einen phasenweise überforderten HC Innsbruck aus der EBEL. Neu-Vater René Röthke sagt nach dem Spiel: „Das war heute von jedem Einzelnen ein sehr gutes Spiel. Wir haben das Spiel von Anfang bis Ende dominiert.“

Beim letzten Heimtest fehlte den Niederbayern nur Blaine Down, Innsbruck hingegen konnte in Bestbesetzung antreten. Doch das brachte im Eröffnungsdrittel nichts. Coach Larry Michell sagt dazu: „Es ist immer schwierig, einen Blaine Down zu ersetzen, er ist ein Ausnahmespieler. Wir müssen kollektiv einen Weg finden. Das, was ich heute gesehen habe, hat mich sicherlich glücklich gemacht.“ Straubings Goalie Matt Climie hätte sich fast ein Hobby suchen müssen. Mitchell berichtet über das Drittel: „Wir hatten 15:4 Torschüsse.“ Der HCI hatte große Probleme gegen den Straubinger Forecheck, der oft schon hinter dem Tor von Andy Chiodo begann. Zudem legten die Hausherren einen Blitzstart aufs Eis, denn schon nach 35 Sekunden ließ Mirko Höfflin die Scheibe im österreichischen Netz zappeln. Blitzartig auch das, was die Tigers in ihrer ersten Überzahl machten. 26 Sekunden brauchte es, bis Steven Zalewski die Führung ausbaute. Es wäre noch einiges mehr möglich gewesen, vor allem die Verteidiger nutzten immer wieder Chance, von der blauen Linie abzuziehen, doch aus dieser Position ist der erfahrene Chiodo eine Bank.

In den zweiten zwanzig Minuten sah man nahezu dasselbe Bild. Den Gästen fiel nichts ein und Straubing machte nahezu, was es wollte. Mike Hedden in Überzahl und ein komplett alleine gelassener Martin Hinterstocker legten nach. Nur ein Innsbrucker machte seinem Ruf alle Ehre. Dave Liffiton, der regelmäßig über 150 Strafminuten sammelt, prügelte sich mit René Röthke bis keiner mehr ein Trikot an hatte. Röthke wusste nicht, mit wem er sich da eingelassen hat: „Ich habe von den Jungs gerade gehört, dass das ein ziemlich tougher Typ sein soll.“ Einen Lichtblick gab es für einen insgesamt chancenlosen HCI aber doch noch. Bei doppelter Überzahl konnte David Schuller verkürzen. Larry Mitchell: „Bis zur doppelten Zeitstrafe gegen uns hat es so ausgesehen, als ob wir die Möglichkeit haben, deutlich zu gewinnen.“

Der Schlussabschnitt begann mit einem Straubinger Patzer. Goalie Matt Climie, der von seinen Verteidigern wenig Unterstützung hatte, spielt die Scheibe hinter dem Tor John Lammers praktisch auf die Schaufel und dieser lässt sich nicht zweimal bitten. Larry Mitchell sagt dazu: „Matt würde sagen, dass er eine bessere Entscheidung mit der Scheibe treffen muss. Wir trainieren solche Situation, es gibt Absprachen. Letztendlich war es ein Spielzug, der öfter geschehen ist und nicht so ausgegangen ist. Jeder hat das gemacht, was wir machen wollten, aber es ist trotzdem deutlich schief gegangen.“ Man hat schon Spiele gesehen, die haben sich nach so einem Gegentor komplett gedreht. Doch nicht heute. Die Niederbayern zeigten sich in keinster Weise geschockt, sondern spielten weiter ihr druckvolles Eishockey und konnten schon ein paar Minuten später den alten Abstand wieder herstellen. Mitchell sagt dazu: „Dass die auf 2:4 rangekommen sind, davon profitieren wir in der Zukunft. Es wird mehr solche Spiele geben als vielleicht eine 6:1-Führung. Deswegen bin ich sehr glücklich über die Leistung der Mannschaft.“ Zum Schluss gab es ein zweites Tänzchen, diesmal zwischen Nick Schaus und Mike Hedden.

Coach Larry Mitchell bewertet das Spiel so: „Es war ziemlich souverän, wie wir teilweise gespielt haben. Ich denke, im ersten Drittel haben wir fast perfektes Eishockey gespielt, sind in der neutralen Zone kompakt gestanden, im eigenen Drittel haben wir kaum Chancen abgegeben und hätten noch das ein oder andere Tor schießen können.“ Am Sonntag geht es in Innsbruck zum Ende der Vorbereitung nochmal gegen den HCI. Mitchell hofft auf nochmal so ein Spiel und sagt: „Aber jedes Spiel fängt bei 0:0 an, deswegen erwarte ich ein hartes Spiel. Aber jetzt, wo es Richtung Saisonanfang geht, ist das Wichtigste für mich, dass wir ehrliche Arbeit hinlegen. Und dass wir keine weiteren Verletzten bekommen.“

Tore: 1:0 (1.) Mirko Höfflin (Ryan Bayda), 2:0 (12.PP) Steven Zalewski (Connor James, Dylan Yeo), 3:0 (22.PP) Mike Hedden (Dylan Yeo), 4:0 (28.) Martin Hinterstocker (Stefan Loibl), 4:1 (37.PP2) David Schuller (Derek Hahn, Jeff Ulmer), 4:2 (42.) John Lammers, 5:2 (46.) Mike Connolly (Mirko Höfflin)

Schiedsrichter: Willy Schimm, Markus Schütz; Linienrichter: Norbert van der Heyd, Stephan Waldner

Strafen Straubing: 16 +10 Röthke, +10 Hedden; Innsbruck: 18 +10 Liffiton, +10 Schaus

Zuschauer: 3.103