Straubing Tigers schließen zu Krefeld aufLustspiel am Pulverturm

"Birdy" im Schneeregen: Sebastian Vogl, der Torhüter der Straubing Tigers, bot eine gute Leistung. (Foto: Sandra Wichmann)"Birdy" im Schneeregen: Sebastian Vogl, der Torhüter der Straubing Tigers, bot eine gute Leistung. (Foto: Sandra Wichmann)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Dass Straubing dieses Rennen um den vorletzten Platz ernst nimmt, zeigte auch die Aussage von Coach Tom Pokel nach der Partie: „Wir hatten eine gewisse Rechnung aus dem letzten Spiel in Iserlohn offen, wir wollten unbedingt gewinnen.“ Letzter zu werden, ist keine Option: „Wir wollten auch die drei Punkte, um an Krefeld zu kommen, damit die letzten drei Spiele nach der Pause noch spannend sind. Wir  wollen unbedingt die rote Laterne abgeben.“ Nach dem Spiel ist man punktgleich mit den Seidenstädtern und spielt am vorletzten Spieltag gegeneinander. „Wir haben uns unsere Ziele gesetzt. Wir wollen am Ende der Saison die Straubing Tigers nicht am Ende der Tabelle sehen. Die Jungs arbeiten an diesem Ziel mit Entschlossenheit und Kampfgeist.“ Und seitdem klar ist, dass die Play-offs nicht mehr zu erreichen sind, sind offenbar auch die Köpfe frei, denn so locker wie am Freitagabend sah man die Tigers lange nicht.

Loibl bringt Straubing in Front

Das Spiel war im ersten Abschnitt durchaus flott, denn es lief ohne Strafen und mit nur wenigen Bullys ab. Eines aber musste sein, denn Straubings Stefan Loibl machte für die Niederbayern das Führungstor. Ein schnell vorgetragener Angriff, ein starker Pass und dann die Kelle hinhalten. Ab da übernahmen die Hausherren das Kommando in einem bis dahin ausgeglichenen Spiel. Erst in den letzten Minuten kamen die Gäste wieder besser auf.

Entscheidung im Mitteldrittel

Im Mitteldrittel ging es auf der Anzeigetafel hoch her. Zunächst nutze Mike Connolly einen schweren Fehler der Roosters um einzunetzen. Nun hatte der IEC Überzahl, doch vielleicht waren das zwei der wichtigsten Minuten im ganzen Spiel, denn die Sauerländer wurden fast schon vorgeführt. Das sah auch Gästecoach Rob Daum ähnlich: „Ein Knackpunkt war unser erstes Powerplay, in dem Straubing einen großartigen Job macht.“ Iserlohn hatte Mühe, überhaupt an die Scheibe zu kommen. Kurz darauf hatten die Niederbayern Powerplay und aus Iserlohner Sicht, schwante einem Böses. Ganze 16 Sekunden brauchten die Tigers, um am Ergebnis zu schrauben. Rob Daum: „Das war der zweite Knackpunkt.“ In diesem Stil ging es weiter und die Iserlohner liefen hinterher. Mit dem Ablaufen einer weiteren Straubinger Überzahl fiel das 4:0 und obwohl gerade mal 31 Minuten gespielt waren, war die Partie damit durch.

Jobke-Block verzückt den Trainer

Im Schlussdrittel zeigten die Roosters nochmal, warum sie in der Tabelle recht gut dastehen und übten Druck aus. Basti Vogl war gefordert, doch auch die Verteidiger, wie Colton Jobke, warfen sich in die Schüsse und eben jener bekam für seinen Einsatz und einen Rückenblock Extralob von Tom Pokel: „Diese Leidenschaft und diesen Einsatz brauchen wir.“ Einmal jedoch war jede Rettungstat vergeblich und die Gäste kamen zum Ehrentreffer. Mit einem Gewaltschuss hämmerte Travis Turnbull, der nächste Saison voraussichtlich mit deutschem Pass spielen wird, den Puck in die Maschen. Den Schlusspunkt setzte jedoch Straubings James Bettauer, der sich sein Tor heute ebenfalls verdient hat, denn zuvor hatte er bei zwei weiteren Chancen kein Glück.

Coach´s Corner

Insgesamt gesteht ein enttäuschter Rob Daum: „Wir haben nicht gut gespielt, nicht gut genug, um in der Liga zu gewinnen.“ Anders natürlich die Laune des siegreichen Heimtrainers, der neben Jobke einen weiteren Spieler lobt: „Es war eine starke Leistung, aber man darf nicht vergessen, dass Birdy ein paar tolle Saves gemacht hat.“ Er sah aber auch ein paar Lücken: „Wir haben auch ein paar unnötige Rushes abgegeben, in denen Iserlohn dann durch die Mitte durchgekommen sind.“ Trotzdem findet er: „Im Großen und Ganzen haben die Jungs den Sieg verdient. Ich gratuliere den Jungs, dass wir jetzt mit einem Sieg und einem guten Gefühl in die Pause gehen können.“ Diese Pause ist nun etwas ausgedehnter, denn das nächste Training ist erst kommenden Samstag. Eine Woche später gibt es ein Testspiel gegen den Schweizer Club HC Fribourg-Gottéron, die mit Barry Brust und Laurent Meunier zwei Ex-Tiger im Team haben.

Zahlen zum Spiel

Tore: 1:0 (10:01) Stefan Loibl (Maury Edwards, Jeremy Williams), 2:0 (23:22) Mike Connolly, 3:0 (26:26/PP) Kyle MacKinnon (Mike Hedden, Dylan Yeo), 4:0 (30:58) Mike Zalewski (Adam Mitchell, Jeremy Williams), 4:1 (52:01) Travis Turnbull (Saša Martinović, Christopher Fischer), 5:1 (58:44) James Bettauer.

Schiedsrichter: Marian Rohatsch, Andre Schrader; Linienrichter: Andreas Hofer, Tobias Schwenk.

Strafminuten: 6:10 (0:0, 2:6, 4:4).

Zuschauer: 3945.

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DEL Hauptrunde

Sonntag 13.10.2019
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
2 : 5
Fischtown Pinguins Bremerhaven
Straubing Tigers Straubing
3 : 1
Adler Mannheim Mannheim
EHC Red Bull München München
5 : 2
Iserlohn Roosters Iserlohn
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
2 : 3
Düsseldorfer EG Düsseldorf
ERC Ingolstadt Ingolstadt
2 : 4
Eisbären Berlin Berlin
Krefeld Pinguine Krefeld
2 : 3
Kölner Haie Köln
Augsburger Panther Augsburg
5 : 1
Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg
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