Straubing Tigers können auch PowerplayAlles in Überzahl

Im dritten Abschnitt drängten die Straubing Tigers auf das 3:0 - das aber nicht fiel. (Foto: Sandra Wichmann)Im dritten Abschnitt drängten die Straubing Tigers auf das 3:0 - das aber nicht fiel. (Foto: Sandra Wichmann)
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Spannend war es immer, wenn es Hinausstellungen gab. Und da tat sich die DEG ganz früh hervor und nahm in der ersten Minute bereits zwei Strafen. Beide konnten die Hausherren nutzen und so ihre Treffer erzielen. Straubings Coach Tom Pokel meinte nach der Partie: „Es ist selten, dass wir gleich mit fünf gegen drei anfangen. Wir haben zwei Powerplay-Tore geschossen, das ist natürlich ein sehr guter Start. Das gab der Mannschaft Auftrieb und Selbstvertrauen.“ Auch die DEG hatte ihre Schüsse im Powerplay, war aber ansonsten im ersten Drittel nicht im Spiel und konnte nichts Zählbares produzieren. Gästecoach Mike Pellegrims kommentiert das so: „Wir haben sofort nach dem Spiel gegen Mannheim darüber geredet, dass wir bereit sein müssen, vor allem mental. Das waren wir nicht. Das haben wir von Anfang an gemerkt, als wir sofort die Strafen genommen haben. Im mentalen Bereich waren wir sehr schwach. Dann ist es natürlich schwer zurück zu kommen.“

Der Mittelabschnitt belohnte die ins Stadion gekommen Zuseher nicht mit weiteren Toren. Beide Teams hatten ihre Phasen mit leichten Vorteilen für die Hausherren. Richtig hochklassig wurde es aber selten. Gegen Ende des Drittels agierten die Hausherren etwas zu fahrlässig, so dass die Düsseldorfer besser ins Spiel fanden. So meinte auch Tom Pokel: „In den letzten fünf Minuten im zweiten Drittel waren wir etwas zu nachlässig mit der Scheibe. Für meinen Geschmack haben wir zu viele Konter erlaubt.“ Zu erwähnen ist allerdings Straubings Alex Oblinger, der die komplette Fläche über 60 Minuten rauf und runter gearbeitet hat und sich noch dazu in jeden Schuss geworfen hat. Bei Düsseldorf war hingegen John Henrion ein ständiger Unruheherd.

In der Drittelpause rüttelte Tom Pokel seine Mannen aber scheinbar wieder wach, denn die Tigers waren mehrfach am 3:0 dran. Doch dann hatte Tommy Brandl einen mittleren Blackout. Erst bringt er die Scheibe nicht weg und dann kann er sich nur noch mit einem Foul behelfen. Und wie sagten schon unsere Großmütter? „Die kleinen Sünden bestraft der liebe Gott sofort.“ Und wenn der mal keine Zeit hat, dann macht das John Henrion und haut den Puck humorlos ins Netz. Danach war natürlich Pfeffer in der Partie und die DEG drückte. Tom Pokel: „Im dritten Drittel versuchte Düsseldorf alles. Mit zwei Strechguys den schnellen Konter versucht, das hat unseren Forecheck nach hinten gebracht. Trotzdem haben wir den Raum eng gemacht und die freien Scheiben geholt.“ Straubing chipte die Scheibe oft nur aus dem Drittel, um dann wechseln zu können. Beide Coaches nahmen ihre Auszeit und gut zwei Minuten vor Spielende zog Mike Pellegrims seinen Goalie. Der Tabellenletzte konnte das aber genauso wenig nutzen wie die Gäste und so blieb es beim knappen niederbayerischen Sieg. Pokel sah auch hier Gutes seiner Mannschaft: „Zum Schluss das sechs gegen fünf haben wir clever verteidigt.“ Insgesamt war Mike Pellegrims alles andere als zufrieden mit der heutigen Leistung: „Wenn wir sehen, wie unsere Mannschaft gegen Mannheim war und heute, dann haben wir zwei verschiedene Mannschaften – das geht nicht. Auch dass wir so wenig Tore schießen, da verlange ich von unseren Stürmern viel mehr. Das müssen wir sofort abstellen.“ Tom Pokel kommentiert die Leistung so: „Ich denke, wir waren mental besser und entschlossener. Düsseldorf ist eine läuferisch starke Mannschaft, mit einem guten aggressiven Forecheck. Der Schlüssel war, dass die Stürmer kompakt geblieben und zurückgekommen sind. Dadurch konnten auch unsere Verteidiger etwas Gehaltvolles machen. Das war eine echte Teamleistung, ein Teamsieg. Insgesamt haben heute vier Reihen sehr gut gespielt.“

Tore: 1:0 (2:41/PP2) Mike Zalewski (Mike Connolly, James Bettauer), 2:0 (3:43/PP) Adam Mitchell (Dylan Yeo, Mike Hedden), 2:1 (50:43/PP) John Henrion (Spencer Machacek, Stephan Daschner).

Schiedsrichter: Stephan Bauer, Daniel Piechaczek; Linienrichter: Lukas Kohlmüller, Marius Wölzmüller.

Strafen 8:10 (4:6, 2:4, 2:0).

Zuschauer: 3370.

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