Straubing Tigers blocken sich mit Saisonbestleistung zum SiegStraubing : Nürnberg 2:1 n.P.

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In Straubing zeigten sich beide Tiger-Mannschaften in Spiellaune, wobei sich die fränkischen Ice Tigers immer wieder schnell vor das niederbayerische Tor kombinierten und einige gute Chancen hatten, die, da meist geblockt aber in keiner Statistik zu finden sind. Nürnbergs Coach Martin Jiranek meinte dazu „Der große Punkt war heute das Schüsse blocken, die schmeißen ihren Körper in jeden Schuss.“ Straubing setzte auf rasante Konter und hatte ebenso gute Einschlussmöglichkeiten. Das einzige was dem stimmungsvollen ersten Derbyabschnitt fehlte, waren die Tore. Straubings Coach Larry Mitchell sagte dazu „Das Tore schießen nicht zu unseren Stärken zählt, dass glaube ich weiß inzwischen jeder.“ Sein Stürmer Thomas Brandl weiß „An der Chancenverwertung müssen wir noch immer arbeiten, aber ich glaube, wenn man ganz unten steht, dann ist es einfach so, dass nicht alles für Dich läuft, sondern eher gegen Dich.“ Nürnbergs Coach Martin Jiranek sagte zum Spiel „Ich glaube, die Zuschauer haben heute ein sehr gutes Spiel gesehen.“


Zum zweiten Abschnitt wechselte Straubing überraschend Goalie Jason Bacahihua gegen Dustin Stahlmeier aus. Dazu sagt Mitchell „Cash hat sich beim Warmlaufen verletzt, er hat gesagt er möchte es probieren. Auch von unserem Arzt aus stand nichts im Weg. Ich finde es großartig dass er es probiert, seinen Kasten sauber hält, aber dann Mann genug ist um aufzugeben, wenn er der Mannschaft nicht mehr hilft. Dustin Strahlmeier hat dann einen Superjob für uns gemacht. Wie lange Cash ausfällt, wissen wir nicht.“ Strahlmeier war über seine Einwechslung nur bedingt überrascht und kommentiert diese „Ich wusste vor dem Spiel schon, dass es so kommen kann. Ich habe mich versucht die ganze Zeit auf der Bank zu stretchen, aber das ist nichts im Vergleich als wenn man warm aufs Eis kommt. In der Kabine hatte ich noch kurz Zeit und habe mich noch zwei Minuten vorher auf dem Eis etwas warm gemacht.“ Im Spielverlauf zeichnete er sich mehrfach aus und bewies sein Talent und seine Klasse. Doch das Mitteldrittel hatte einiges mehr zu bieten. Von Penalty bis Videobeweis sah man alles. Nur die Stürmer beider Teams ließen reihenweise aus. Die dickste Chance hatte Straubings Karl Stewart, der einen ihm zugesprochenen Penalty nicht verwerten konnte.

Im Schlussabschnitt fielen dann endlich die Tore, wenn auch nur eines auf jeder Seite. Bereits nach 46 Sekunden netzte Tommy Brandl zur vielumjubelten Straubinger Führung ein, was bei Nürnberg zu fast schon wütenden Angriffsspiel führte. Dazu kommt eine Strafe gegen Straubing und es brannte an allen Ecken und Enden. Doch egal welcher Gästespieler abzog, immer wieder warf sich irgendein Niederbayer in den Schuss. Larry Mitchell nahm den Einsatz seines Teams natürlich wahr „Ich habe fünf geblockte Schüsse gezählt.“ Auch Torschütze Brandl findet dafür ein paar Worte „Ich bin mir sicher dass das schon viel geholfen hat, denn die Schüsse waren schon sehr gefährlich. Die Blocks waren enorm wichtig, aber da sieht man halt, dass wirklich jeder in der Mannschaft versucht was für den Sieg zu tun.“ Auch Strahlmeier ist über den Einsatz seiner Vorderleute begeistert „Im dem Powerplay haben wir sechs oder sieben Schüsse geblockt, jeder hat sich reingeworfen und man hat gesehen dass die Mannschaft heute unbedingt wollte.“ Doch die Franken ließen nicht locker und kamen doch noch zum Ausgleich. Tommy Brandl dachte im Moment des Gegentores „Nicht schon wieder. Aber wir haben gemerkt, das wir gut im Spiel sind und es für uns entscheiden können.“

Damit ging es in die Verlängerung in der Straubing mehr zählbare Schüsse hatte, doch die Ice Tigers keinen Deut schlechter waren. Die Entscheidung musste im Penaltyschießen fallen. Martin Jiranek meint dazu „Im Penaltyschießen kann alles passieren, da waren sie eiskalt. Wir hatten eine Chance, als wir ein Tor vorne waren, aber wir können das zweite nicht machen.“ Als dann Blaine Down traf, war der Druck für Frederik Eriksson zu groß und Dustin Strahlmeier wurde endgültig zu einem Helden des Spiels.

Nürnbergs Verteidiger Derek Joslin fast das Spiel aus seiner Sicht zusammen „Das war ein schweres Spiel, die sind eine gute Heimmannschaft und hier kämpfst Du auch gegen die Fans die voll dabei sind. Im Penaltyschießen haben wir es dann nicht zu Ende gebracht und die haben gewonnen. Es gab nicht so viel Unterschiede, beide Teams hatten ihre Chancen, aber da waren heute einige gute Goalies im Weg, auch Straubings Backup machte einen guten Job als er kalt reinkam. Die Goalies haben ihren Teams die Chance zum Sieg gegeben.“ Sein Mitspieler Evan Kaufmann fand dass „die gut rausgekommen sind und recht aggressiv zu Werke gegangen sind. Es waren heute tolle Goalies auf dem Eis, die große Paraden zeigten wenn sie welche brauchten. Sie waren etwas hungriger als wir. Wir müssen daraus einfach lernen und es das nächste Mal besser machen.“

Straubings Tommy Brandl meint „Ich denke dass wir sehr hart gearbeitet haben und uns viele Chancen erarbeitet haben. Darum sind wir auch glücklich dass wir es am Ende geschafft haben zu gewinnen. Mich freut es natürlich für uns, aber speziell für Dustin, dass er seinen ersten Sieg in der DEL holen konnte.“ Dustin Srtrahlmeier der nach dem Sieg wie ein Osterhase übers Weihnachtseis hüpfte, freute sich natürlich „Es war mein erster Sieg, wenn auch nur nach 40 Minuten. Es war eine riesen Leistung vom Team, jeder hat gekämpft. Es war auf jeden Fall verdient das wir gewonnen haben.“ Lob verteilte auch Coach Larry Mitchell „Ich freue mich riesig, nicht nur für die Spieler, auch für die Verantwortlichen und die Fans. Es ist für mich alles andere als selbstverständlich, das 4.600 Zuschauer noch da sind und die Mannschaft nach vorne peitschen, deshalb auch ein Kompliment von mir an die Fans.“

Tore 1:0 (41.) Thomas Brandl (René Röthke), 1:1 (54.) Kyle Klubertanz (Yasin Ehliz, Patrick Reimer), 2:1 (65.GWP) Blaine Down


Schiedsrichter Sirko Hunnius, Marian Rohatsch; Linienrichter Andreas Flad, Lukas Kohlmüller; Strafen Straubing 10, Nürnberg 14; Zuschauer 4.692


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