Straubing Tigers besiegen auch Eisbären BerlinSechs-Punkte-Wochenende ist perfekt

T.J. Mulock bleibt am Pulverturm. (Foto: GEPA pictures/Marcel Engelbrecht)T.J. Mulock bleibt am Pulverturm. (Foto: GEPA pictures/Marcel Engelbrecht)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Mit 25 Jahren kam er von den Tölzer Löwen zu den Eisbären Berlin und bestritt dort sein erstes DEL-Spiel. Dass es bis heute 500 geworden sind, hat er selbst nicht erwartet: „Keine Chance, aber ich habe viele tolle Erinnerungen und schöne Momente erlebt. Heute war ein ganz besonderes Spiel für mich. Es war einfach unglaublich.“

Zwei Tore in 15 Sekunden

Im Eiltempo begann die Partie, denn bereits nach zweieinhalb Minuten war schon der Drittelzwischenstand hergestellt. Zunächst nutzten die Hausherren die erste Überzahl, doch 15 Sekunden später trafen die Berliner zum Ausgleich. Die rassige Partie hätte aber durchaus schon jetzt mehr Tore verdient gehabt, denn vor allem die beiden 92er, Marcel Brandt und Marcel Noebels, hatten je eine ganz dicke Chance. Berlins Coach Clément Jodoin zeiget sich über den Abschnitt zufrieden: „1:1 nach dem Drittel geht in Ordnung. Hier ist es immer schwer zu spielen.“ Auch Straubings Übungsleiter Tom Pokel war angetan: „Wir haben ein sehr gutes erstes Drittel gespielt. Das war einer unserer besten Starts. Wir waren läuferisch sehr bissig. Ich denke, wir haben im ersten Drittel nur einen Fehler gemacht und der hat uns den Ausgleich gekostet.“

Das Momentum schwingt

Im zweiten Abschnitt sah es oft so aus, als könnten die Gäste das Spiel zu ihren Gunsten lenken. Mitunter hatten die Gäubodenstädter Probleme, die Scheibe aus der eigenen Zone zu bringen. Dazu sagt Tom Pokel: „Wir müssen unser Puckmanagement verbessern. Das geht in Phasen, im ersten Drittel war es super. Das hat nichts mit Talent zu tun, ich denke, es liegt an der Kommunikation.“ Clément Jodoin fand: „Wir hatten das Momentum, aber mit zwei Strafen änderte sich das Spiel. Danach müssen wir mit und ohne Scheibe intensiver Spielen.“ Mit einem Hammer von Freddy Eriksson in Überzahl holten sich die Hausherren die  Führung zurück. Keine  zwei Minuten später bauten sie diese sogar noch aus. Pokel über den Mittelabschnitt: „Es war ein Auf und Ab. Gegen Mannschaften wie Berlin muss man Geduld haben.“

Spannung, die kein Trainer braucht

In den letzten zwanzig Minuten wurde es kurz vor Ende noch mal hochspannend. Zunächst aber bauten die Tigers ihren Vorsprung auf 4:1 aus. Doch dann drehte der Hauptstadtclub auf. In knapp vier Minuten, in Überzahl und mit Extra-Angreifer kamen sie auf ein Tor heran. Clément Jodoin: „Am Ende kommen wir wieder ran und haben die Möglichkeit, das Spiel auszugleichen. Aber dazu muss man auch 60 Minuten konstant spielen, nicht nur fünf. Das ist eine Lektion, die wir als Team lernen müssen.“ Stefan Loibl fing einen Pass ab und beförderte die Hartgummischeibe zum Endstand ins leere Berliner Netz. Straubings Coach: „Wir haben gut gespielt, bis sechs Minuten vor dem Ende, dann war eine andere Mannschaft auf dem Eis. Aber das war ein gutes Lernergebnis für uns. Wir haben das interessant für die Zuschauer gemacht, wir Trainer brauchen das nicht. Aber wir haben den Weg gefunden.“

Der Siegertyp

Von der Siegermannschaft wurde Jubilar Mulock zum besten Spieler gewählt. Er meint über die Begegnung: „Berlin hatte einige Chanen, aber wir standen kompakt und haben die Tore gemacht, die wir brauchen. Es ist noch früh in der Saison, aber ich hoffe, wir können so weitermachen.“

Tore: 1:0 (2:12/PP) Mitchell Heard (Kael Mouillierat, Marcel Brandt), 1:1 (2:27) Florian Busch, 2:1 (35:19/PP) Fredrik Eriksson (Kael Mouillierat, Stefan Loibl), 3:1 (37:06) Max Renner (Thomas Brandl, Marco Pfleger), 4:1 (50:19/PP) Dylan Wruck (Antoine Laganière), 4:2 (54:35/PP) Sean Backman (Jamie MacQueen, Danny Richmond), 4:3 (58:15/PPEA) Jamie MacQueen (Micki DuPont, Colin Smith), 5:3 (59:37/EN) Stefan Loibl.

Schiedsrichter: Sirko Hunnius, Christoffer Hurtik; Linienrichter: Gabriel Gaube, Tobias Schwenk.

Strafminuten: 10:14 (2:4, 4:6, 4:4).

Zuschauer: 3632.


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