Straubing mit Blick in die Zukunft zum Kellerduell

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Straubings Trainer Bob Manno ist zuweilen zu Scherzen aufgelegt. „Es ist kein Truck mit neuen Spielern eingetroffen“, lautete ein solcher am Donnerstag bei der routinemäßigen Pressekonferenz auf die Frage, was es Neues in Sachen Aufstellung und Verletzungen geben würde.

Witz angekommen, Botschaft verstanden. Es bleibt also alles, bis auf einen Torhüterwechsel hin zu Markus Janka, der Spielpraxis sammeln soll, wie gehabt vor den Partien am Wochenende in Duisburg und Krefeld. Das Ziel ist dabei klar. Nach drei Niederlagen in Folge gegen Ingolstadt (3:4), Düsseldorf (1:3) und Mannheim (2:6) müssen Punkte her, um in der „Kellerkinder-Meisterschaft“ nicht doch noch unglückselig auf den letzten Rang, den der Freitaggegner aus Duisburg inne hat, abzurutschen.

Die Gedanken von Bob Manno richten sich aber immer mehr in die Zukunft und damit hin zur nächsten Saison, in der der Italo-Kanadier weiter an der Bande stehen wird. Ein paar Wochen will er nach dem Saisonende am 9. März noch in Deutschland bleiben, um sich umzusehen. „Ich mache keinen Urlaub, ich hatte vor diesem Job in Straubing sieben Jahre lang Urlaub.“

Der kantige Coach will arbeiten, Spieler wie die für die nächste Saison bereits verpflichteten Schwenninger Dusan Frosch und Dustin Whitecotton näher beäugen, um sich auf die künftigen Aufgaben einzustimmen.

Die Kaderplanungen sind in Straubing schon relativ weit. Zwei Torhüter, fünf Verteidiger, zwölf Stürmer stehen unter Vertrag. „Wir suchen vor allem noch zwei Verteidiger und einen Außenstürmer für die Reihe von Eric Chouinard und Eric Meloche“, erklärt Bob Manno.

Als Abgänge stehen Jung-Verteidiger Stephan Daschner (Ingolstadt) und der kanadische Stürmer Greg Schmidt, der das Angebot der Tigers ausgeschlagen hat, fest. Für alle anderen Spieler im Kader, die noch keinen Arbeitsplatz ab dem kommenden Sommer haben, wird es schwer, bei den Gäubodenstädtern überhaupt noch in Betracht zu kommen. „Wir haben die Entscheidungen dazu noch nicht getroffen. Wir müssen auf der ein oder andere Position aber etwas ändern“, untermauert Bob Manno die These, dass man sich praktisch schon mit allen Spielern einig geworden ist, die man halten will.

Am Ende soll ab dem August eine Straubinger Mannschaft auf dem Eis steht, die vielleicht dann auch das aktuelle Manko, dass man zwar große, kampfbetonte Spiele abliefert, in den wahren „Big Games“, den sogenannten „Sechs-Punkte-Spielen“, aber allzu oft den Kürzeren zieht, abstellen wird.

Den ersten Schritt dahin kann aber auch schon das aktuelle Team machen, indem es am Freitag in Duisburg drei Punkte einfährt und damit die Vorentscheidung im Kampf gegen die rote Laterne herbeiführt. Eine Gelegenheit, die man vor zwei Wochen bereits verpasste, als man zuhause von den Füchsen mit 1:6 abserviert wurde. „Das war unsere schrecklichste Niederlage. Ich hoffe, dass die Spieler deshalb jetzt in Duisburg auch etwas zu beweisen haben. Es ist eines dieser großen Spiele, keine Frage“, stellt Bob Manno fest. „Wir müssen hart spielen und arbeiten, das ist das Allerwichtigste.“ (Foto by City-Press)

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