Straubing kämpft auch Krefeld nieder

Straubing: Trew bleibt ein TigerStraubing: Trew bleibt ein Tiger
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Mit einem überragenden Mike Bales im Tor konnten die Straubing Tigers am Freitag in ihrem zweiten DEL-Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine mit einem 2:0 (0:0, 2:0, 0:0) den zweiten Sieg erringen, nachdem man bereits vor einer Woche Ingolstadt in die Knie gezwungen hatte.



Gästetrainer Jiri Ehrenberger, der weiterhin auf den ersten Punktgewinn der Saison wartet und dessen Mannschaft in den ersten 180 Minuten dieser Saison gerade einmal zwei Treffer erzielte, brachte es auf den Punkt: „Unser Problem lag im Powerplay und in der Chancenverwertung.“ Entsprechend bezeichnend für die Partie waren zwei Szenen aus dem letzten Drittel. Sowohl Stürmerstar Alexander Selivanov, der in der 49. Minute alleine vor Mike Bales auftauchte, als auch Herberts Vasiljevs eineinhalb Minuten vor Ende der Partie bei einem Penalty konnten die Scheibe nicht im Tor der Straubinger unterbringen und versäumten es angesichts des 0:2-Rückstands, den man sich bereits eingehandelt hatte, ihre Mannschaft wieder zurück ins Spiel zu bringen.



Die Pinguine verzweifelten an der konzentrierten und kampfbetonten Defensivarbeit des Aufsteigers, die der Straubinger Goalie mit seiner Leistung krönte. Der Auftritt von Mike Bales war sogar Trainer Erich Kühnhackl ein Sonderlob wert: „Er war heute mit seiner Leistung sicher an der Obergrenze, das war Weltklasse.“ Der routinierte Torhüter selbst konnte gemeinsam mit seinen Vorderleuten bei seinem ersten Shut-Out der noch jungen Saison den Beweis erbringen, dass er durchaus in der Lage ist, auch in der DEL in solch engen Partien das Zünglein an der Waage zu sein und auch einmal ein Spiel für die Tigers allein mit seinen Paraden zu gewinnen.



Begonnen hatte das Spiel eher müde. Beide Mannschaften starteten betont vorsichtig und mit einer kontrollierten Defensive in die Begegnung, die unter den schlechten Eisverhältnissen zusätzlich zu leiden hatte. Hochkarätige Möglichkeiten waren dementsprechend Mangelware, selbst in Überzahl kamen nur wenige Torchancen zustande. Allerdings verstanden es die Tigers, die sich insgesamt etwas mehr Spielanteile erarbeiteten, vor allem im eigenen Penaltykilling eine überzeugende Vorstellung abzuliefern und so auch Puckkünstler wie Alexander Selivanov und Jan Alinc unter Kontrolle zu haben. Selbst bei fast ununterbrochenen vier Minuten Powerplay ab der 14. Minute konnte Krefeld nichts Zählbares verbuchen, sondern musste sich ebenso mit einem torlosen Auftaktdrittel abfinden wie die Hausherren.



Das zweite Drittel begann ähnlich. Straubing in Unterzahl, aber Krefeld konnte kein Kapital daraus schlagen. Jason Dunham war es dann, der in der 26. Minute mit einem allerdings erfolglosen Break in Unterzahl das Geschehen auf dem Eis und auch auf den Rängen zu neuem Leben erweckte. Nach dieser Initialzündung lautstark unterstützt von den Fans, fiel in der 29. Minute im Powerplay folgerichtig das 1:0 für Straubing durch Trevor Gallant (29.), nachdem zuvor David Lundbohm und Cam Severson beste Chancen ausgelassen hatten.



Als sich Krefeld von diesem Schock erholt hatte, war es Mike Bales, der in der 33. Minute mit einer seiner zahlreichen Glanztaten an diesem Abend den Ausgleich durch Daniel Pietta verhinderte. Straubing bestrafte die Gäste wenig später prompt dafür. Ein Schuss aus dem Hinterhalt von Markus Jocher, den Peter Abstreiter noch abfälschte, fand den Weg vorbei an Krefelds Goalie Reto Pavoni (36.). Als 16 Sekunden später Straubings Calvin Elfring auf die Strafbank wanderte, beruhigte Erich Kühnhackl mit einer Auszeit erfolgreich die Gemüter. Seine Mannen brachten den Zwei-Tore-Vorsprung in die zweite Pause.



Mit weiterhin dem nötigen Glück auf der eigenen Seite überstanden die Tigers schließlich in den letzten zwanzig Minuten, die wiederum torlos blieben, einige brenzlige Situationen, dazu zählte neben der Großchance von Selivanov und dem Penalty von Vasiljevs auch eine 44 Sekunden lang andauernde 5:3-Überzahlsituation der Gäste in der 44. Minute, die trotz einer zuvor von Jiri Ehrenberger noch genommenen Auszeit nicht von Erfolg gekrönt war.



Nach dem Spiel waren sich beide Trainer darin einig, dass der Dreier für Straubing in Ordnung ging. Erich Kühnhackl sagte: „Wir haben uns die drei Punkte durch unser Engagement verdient. Wir hatten sehr viel Glück und Mike Bales. Glück hat der Tüchtige und tüchtig war heute die ganze Mannschaft.“



Jiri Ehrenberger meinte, dass Straubing aus dem Spiel „sehr viel Kapital geschlagen“ hätte: „Wir wollten hier punkten, aber wir waren nicht so abgeklärt. Im Powerplay haben wir zu kompliziert gespielt. Die Spieler haben an der Scheibe keine Verantwortung übernommen.“



TORE:

1:0 (28:18) Gallant (5:4)

2:0 (35:57) P. Abstreiter



Hauptschiedsrichter: Klau (Iserlohn)

Strafminuten: Straubing 24 – Krefeld 20

Zuschauer: 3.440

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