Straubing: Investitionen in die Zukunft

Die Fans sollen nicht nur mehr Komfort im Stadion haben, sondern auch erfolgreiches Eishockey! Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de Die Fans sollen nicht nur mehr Komfort im Stadion haben, sondern auch erfolgreiches Eishockey! Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de
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Im ersten Schritt wird ab 21.03. das so genannte Fanhaus vor dem Stadion abgebaut. Im Anschluss werden die Kabinen der Nachwuchsmannschaften renoviert. Das geht einher mit der Sanierung und Erweiterung der Toiletten. In die neue Stadionfront werden auch die Geschäftsstelle, ein Fanshop und die Kassen integriert. Im 1.Stock werden die VIP- und Gastro-Bereiche neu gestaltet. Der Gastrobereich wird so weit vergrößert, dass man dem alten Fanhaus nicht nachtrauern muss. Um auch behinderten Mitbürgern die Gelegenheit zu geben in den neuen VIP- und Gastro-Bereich zu gelangen, wird in der Nähe des jetzigen Einganges ein Fahrstuhl gebaut.

Da das Stadion am Pulverturm Eigentum der Stadt Straubing ist, waren die Verhandlungen nicht immer einfach. Neben den Tigers, als größter Mieter, wird die Eisfläche von etlichen Vereinen genutzt. Neben einigen Kreisliga-Eishockeymannschaften, spielen natürlich auch der Nachwuchs sowie die Oldies hier. Zudem kommen noch Eisstockschützen, Zeiten für Torwarttraining, Schulsport und natürlich der öffentliche Lauf dazu. Schaut man auf den Plan so stellt man fest, dass die Halle ab 8:00 Uhr meist durchgehend bis 23:30 Uhr belegt ist - nur von der Eisaufbereitung unterbrochen.

Somit kommt die Modernisierung bei weitem nicht nur den Straubing Tigers zu Gute. Meint auch Stadtrat Erhard Grundl (Grüne) "Natürlich gab es auch Skeptiker im Stadtrat. Die Stimmung war letztlich aber deutlich für den Umbau, der natürlich auch den Tigers zugute kommt. Wir machen das aber nicht nur wegen der Tigers, auch die anderen Vereine brauchen eine ordentliche Infrastruktur und Toiletten."

Schwierig gestaltete sich auch die rechtliche Situation da man "nicht einfach so" an einen kommunalen Bau etwas "Privates" anbauen kann.

Die Kosten für die umfangreichen Maßnahmen werden auf verschiedene Schultern verteilt. Die Stadt Straubing beteiligt sich mit 60.000€. Der Rest wird von einigen Gesellschaftern und Sponsoren der Tigers mit einer eigens hierfür gegründete GmbH über einen 10-Jahresplan finanziert.

Grundl "Wir wissen um die Außenwirkung der Tigers die Straubing zweimal wöchentlich in die überregionalen Medien bringen. Das ist ein weiterer Schritt für die Tigers um in der DEL nach vorne zu kommen. Schön wäre es natürlich auch, wenn man auch sportlich etwas vorzuweisen hätte. Zudem ist das Stadion eine Begegnungsstätte, schon alleine wegen der anderen Vereine. Und bei den Spielen der Tigers steht und sitzt der Doktor neben dem Arbeiter und beide jubeln und leiden gemeinsam."

Fertig gestellt sollen alle baulichen Maßnahmen bis spätestens zu Beginn des Gäubodenvolksfestes (12.-22. August 2011) sein.

Die Geschäftsführerin der Straubing Tigers GmbH und Stadträtin Gabriele Sennebogen (CSU) war leider zu keiner Aussage zu bewegen und verweist nur auf eine demnächst stattfindende Pressekonferenz. Über das Straubinger Tagblatt lässt sie aber vermelden: „Das Stadion erhält ein völlig neues, modernes Gesicht. Die Fans werden es kaum wieder erkennen“. Eine schriftliche Anfrage von Hockeyweb bei Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) blieb bisher leider unbeantwortet.


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