Straubing gibt Tabellenführung abErste Heimpleite

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Diesmal war es nichts mit einer langen Feier nach dem Spiel. Obwohl die Straubing Tigers vor allem im Schlussdrittel alles gaben, setzte es gegen die Grizzlys Wolfsburg mit 2:4 (0:1, 0:2, 2:1) die erste Heimniederlage der Saison. Damit verloren die Niederbayern auch die Tabellenführung in der DEL und sind jetzt Zweiter.

„Satz mit X – war wohl nix“, hieß es nach dem ersten Drittel für die Straubing Tigers. Trotz eines Chancenplus waren es die Wolfsburger Gäste, die das einzige Tor in den ersten zwanzig Minuten erzielten. Trotzdem sagt Straubings Cheftrainer: „Wir haben so begonnen, wie wir wollten.“ Und weiter: „Wir haben das stärkste erste Drittel seit zwei Wochen gespielt und gehen mit einem 0:1 in die Kabine.“ Wolfsburgs Christoph Höhenleitner gesteht: „Am Anfang sind die Straubinger wie die Feuerwehr gekommen, da waren wir noch nicht ganz so da.“ Grizzlys-Coach Pavel Gross meint: „Die ersten zehn Minuten haben wir uns viel auf unsere Fersen gespielt.“ Insgesamt war es eine schnelle und durchaus hochklassige Partie, in der die Wolfsburger wussten, was auf sie zukommt. Pavel Gross berichtet: „Straubing hat fünfmal gewonnen, hat 15 Punkte, die meisten Tore in der Liga, bestes Powerplay, das ist schon eine Gewalt, die in der Offensive steckt, da waren wir vorgewarnt. Wir haben heute auch gesehen, warum. Es ist eine sehr gute Mannschaft. Die ersten zwei Reihen sind für die Offensive zuständig und sind sehr, sehr gut und sehr gefährlich, das haben sie auch heute gezeigt. Die dritte und vierte Reihe arbeitet und arbeitet und arbeitet.“

Straubing kam zunächst besser aus der Kabine und spielte munter auf. Doch als die Niedersachsen ihren zweiten Treffer erzielten, begannen die Hausherren minutenlang zu schwimmen und wurden eingeschnürt, sodass nach der Hälfte der Spielzeit die Zwei-Tore-Führung  in Ordnung ging. Straubings Verteidiger Alex Dotzler sagt: „Die Wolfsburger haben ihre Chancen ganz gut genutzt. Das ist eine offensivstarke Mannschaft, das haben wir gewusst.“ Coach Mitchell versuchte alles und stellte die Anfangsformation um, sodass Connor James wieder mit Steven Zalewski und Mike Hedden spielte. „Auf der Anzeigentafel steht eine große Null. Es ist mein Job, irgendwas auszuprobieren“, sagte Mitchell dazu. Die Tigers fingen sich wieder, wurden dann aber mit den eigenen Waffen geschlagen. Brent Aubin kommt von der Strafbank und kontert die Niederbayern gemeinsam mit Torschütze Sebastian Furchner humorlos aus. Die Niederbayern hatten ihre Chancen, doch ein sehr starker Felix Brückmann stand hinten seinen Mann. „Felix war der beste Spieler auf dem Eis“, gibt Coach Gross zu Protokoll.

Als Tim Wallace früh im Schlussabschnitt weiter erhöhte, war die Partie eigentlich durch. Doch angepeitscht vom Anhang drehten die Tigers nun nochmal richtig auf. Alex Dotzler erinnert sich: „Durch den Anschluss zum 1:4 ist nochmal Hoffnung aufgekommen. Dann haben wir auch noch das 2:4 gemacht. Wenn man am Drücker ist, ist man am Drücker. Da denkt man dann nicht, ob es 1:4 oder 2:4 steht, da will man dann so viele Tore machen, wie es geht. Haben wir ganz gut gemacht, leider hat es nicht mehr gereicht.“ Das sah auch Larry Mitchell so: „Es war letztendlich zu spät, als wir die Tore gemacht haben.“ Pavel Gross meint: „Zum Schluss haben sie es noch interessant gemacht.“ Christoph Höhenleitner sagt: „Am Ende haben wir noch zwei blöde Gegentore kassiert, aber im Großen und Ganzen haben wir verdient gewonnen.“

Höhenleitner meint zum gesamten Spiel: „Ich denke, wir haben ganz gut gespielt. Wir haben unser Spiel durchgezogen, haben das gespielt, was uns stark macht. Viel laufen, Körper spielen, dann haben wir gegen jeden eine Chance.“ Coach Gross zeigt sich zufrieden: „Wir haben viele Zweikämpfe in der defensiven Zone gewonnen. Das war überhaupt nicht leicht. Wir sind froh, dass wir hier gewonnen haben. Die waren das ganze Spiel gefährlich.“ Auch Larry Mitchell ist keineswegs unzufrieden: „Ich bin sehr zufrieden mit unserer Spielweise heute.“ Aber: „Wir haben es versäumt, Tore zu machen. Das, was uns eigentlich so stark gemacht hat, in Spielen, in denen der Gegner mehr Spielanteile gehabt hat. Wir dürfen uns nach so einem hervorragenden Spiel nicht beschweren, weil wir trotz guter Leistung heute gegen eine sehr gute Mannschaft verloren. Das wird uns als Mannschaft für die Zukunft stärker machen.“

Tore: 0:1 (13.) Jimmy Sharrow (Gerrit Fauser, Christoph Höhenleitner),  0:2 (27.PP) Daniel Widing (André Reiss, Sebastian Furchner), 0:3 (35.) Sebastian Furchner (Brent Aubin, Jeffrey Likens), 0:4 (43.) Tim Wallace (Christoph Höhenleitner, Vincenz Mayer), 1:4 (46.) Ryan Bayda (Mike Connolly, Mirko Höfflin), 2:4 (56.) Connor James

Schiedsrichter: Marian Rohatsch, Markus Schütz; Linienrichter: Lukas Kohlmüller, Pascal Kretschmer

Strafen: Straubing 8 +10 Jobke; Wolfsburg 8

Zuschauer 4.489


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