Straubing gewinnt Heimturnier

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Vor 3.450 Zuschauern gewannen die Straubing Tigers ihren eigenen Gäubodenvolksfest-Pokal im Endspiel gegen die Augsburger Panther.

In einem über weite Strecken ausgeglichenen 1. Drittel hatte Augsburg das glücklichere Ende für sich. Die Stimmung im Straubinger Fanlager war anfangs recht gut, da es eine frühe Strafe gegen die Panther gab. Sowohl diese als auch eine weitere Überzahl konnten die Straubinger nicht nutzen. Mehrfach unglücklich agierte dabei Nationalverteidiger Bakos, dem mehrfach die Scheibe unter dem Schläger durch rutschte. Für einen weiteren Stimmungsknick sorgte in der 14. Minute Florian Schnitzer, als er die Augsburger Farben in Führung brachte. Mit diesem knappen Vorsprung ging es in die erste Pause.

Wieder auf dem Eis legten die Niederbayern einen Blitzstart par excellence hin. Nach nur 17 Sekunden konnte Carrozzini ausgleichen. Fortan wurde das Spiel mit offenem Visier geführt. Beide Teams hielten sich nicht lange in der Mittelzone auf und überbrückten diese sehr schnell, sodass sich ein sehr ansehnliches Spiel entwickelte. Im Mittelpunkt standen immer wieder die beiden Torleute. Sowohl Straubings Pätzold als auch Augsburgs Endras mussten mehrfach zeigen was sie können. In der 31. Minute gingen die Tiger dann zum erstenmal durch - den insgesamt starken - Stewart in Führung.

Ebenso offensiv wurde der Schlussabschnitt gespielt. Straubing musste sich in den ersten Minuten allerdings aufs Verteidigen beschränken, da Augsburg nochmals die Schlagzahl erhöhte. Straubing hatte mehrfach Konterchancen, diese fanden aber spätestens bei Endras ihr Ende. Nicht ganz zufrieden durfte Straubings Trainer Rumrich diesmal mit dem Powerplay gewesen sein. Denn eine mehr als einminütige 5-3 Überzahl wurde nicht genutzt. Als dann erneut Bakos eine unglückliche Figur machte, stelle der Trainer die Powerplayverteidiger um, sodass nun Canzanello Bakos Platz einnahm. Für ein Hallo-Wach bei den Tigers sorgte Schiedsrichter Schimm, der eine klare Strafe gegen Augsburg nicht gab. Kurz darauf führten die, nun fast schon wütenden, Angriffe der Niederbayern, zum Torerfolg. Vom Publikum angetrieben brachte Osterloh Straubing wieder in Front und gut zwei Minuten später markierte Stewart mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt.



Tore: 14. (0:1) Schnitzer; 21. (1:1) Carrozzini; 31. (2:1) Stewart; 43. (2:2) Stevenson; 49. (3:2) Osterloh, 52. (4:2) Stewart

Strafen: Straubing 2; Augsburg 8


SR Schimm; LR Hauber; Holzer


Zuschauer: 3.450

In der Nachmittagsbegegnung trafen die Verlierer vom Freitag, Ingolstadt und Nürnberg, aufeinander. Ähnlich wie am Freitag startete Ingolstadt sehr druckvoll ins Spiel. Die Nürnberger wirkten anfangs etwas Müde. Erst ab der 10. Minute konnten sie die Partie offen gestalten. Allerdings lagen sie da schon in Rückstand. Zwei Minuten vor Drittelende gerieten Nürnbergs Brad Leeb und Ingolstadts St. Jacques aneinander. Für beide sprach Schiedsrichter Sicorschi längere Abkühlphasen aus.

Der Mittelabschnitt begann flott. Bester und vielbeschäftigter Mann war Ingostadt Goalie Janka. In der 28. Minute war er jedoch machtlos als Jeff Likens den Ausgleich in Überzahl erzielte. Ab der 30. Minute nahmen sich dann beide Teams deutlich zurück, sodass die Begegnung etwas verflachte.

Im Schlussdrittel gingen die Franken bereits nach 47 Sekunden, gerade wieder vollzählig, durch einen Treffer von Neuzugang Wilm in Führung. Nun wurde das Spiel auch wieder schneller und besser. Die besseren Chancen hatten allerdings die Nürnberger. Diese fanden aber ein ums andere Mal in Janka ihren Meister. Was Nürnberg nicht gelang klappte auf der anderen Seite. In der 52. Minute wurden die Bemühungen des ERCI durch ein Fical Tor belohnt. Leider wurde die Partie in den letzten Minuten von beiden Seiten nicht ganz sauber gespielt. Den Gipfel der Unsportlichkeit leistete sich Ingolstadts Gawlik. Nach einer ausgesprochenen Strafe gegen ihn lief er Richtung Hauptschiedsrichter und deutete einen Check gegen diesen an. Folgerichtig gab es auch hierfür eine 10-minütige Bedenkpause. Gerade noch rechtzeitig schoss Nürnbergs Bayda den Siegtreffer.

Somit sicherten sich die Thomas Sabo Ice Tigers den 3. Platz. Ingolstadt bleibt nach zwei Niederlagen nur Platz vier.

Tore: 3. (1:0) Buzas; 28. (1:1) Likens; 41.(1:2) Wilm; 52. (2:2) Fical; 59. (2:3) Bayda



Strafen: Ingolstadt 25 + 10 St. Jacques + 10 Gawlik; Nürnberg 19 + 2x10 Leeb (automatische Spieldauerstrafe) + Matchstrafe Likens


SR Sicorschi; LR Büse; Flad



Bericht und Foto: Armin Holl-Wagner