Straubing geht auch in Berlin leer ausBerlin – Straubing 6:3

Traf, als Straubing aufkam: Eisbären-Verteidiger Jens Baxmann. (Foto: Stefanie Kovacevic - www.stock4press.de)Traf, als Straubing aufkam: Eisbären-Verteidiger Jens Baxmann. (Foto: Stefanie Kovacevic - www.stock4press.de)
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Überboten sich Eisbären und Tigers im ersten Drittel noch im Auslassen ihrer Torchancen, kam im Mittelabschnitt endlich Zählbares auf die Anzeigetafel – und zwar reichlich. In den ersten zwanzig Minuten durften noch die Tigers ausgiebig ihr Überzahlspiel üben, bekamen außer einem Pfostenschuss von Andrew Canzanello aber nichts zustande. Im Mittelabschnitt waren dann die Eisbären an der Reihe, die Wirksamkeit ihres Powerplays zu demonstrieren. Das gelang den Berlinern eindrucksvoll mit einem Doppelschlag in der 23. Spielminute, als sie gleich mit zwei Mann mehr auf dem Eis standen: Mads Christensen mit Schlagschuss aus spitzem Winkel und Barry Tallackson, nach einem Abpraller von Tigers-Torhüter Jan Guryca, brachten die Hausherren mit 2:0 in Führung. Dummerweise fing sich Karl Stewart in dieser Berliner Druckphase eine Spieldauer-Strafe wegen Checks von hinten ein. Da Laurent Meunier zu diesem Zeitpunkt schon das Sünderbänkchen drückte, konnten die Hauptstädter erneut in 5:3-Überzahl agieren. Folge: Florian Busch erhöhte auf 3:0 (26.). Danach ließen es die Eisbären etwas schleifen, Ungenauigkeiten häuften sich. Und so kam es, dass Dustin Whitecotton (30.) in Unterzahl auf 1:3 verkürzen konnte. Auch durften die Tigers selbst wieder einmal bei numerischer Überlegenheit ran und trafen durch Carsen Germyn (33.) zum 2:3-Anschluss. Wohl ein Weckruf für die Berliner: Verteidiger Jens Baxmann (34.) kommt im Tohuwabohu vor dem Straubinger Gehäuse an den Puck und versenkte diesen zum 4:2 für die Berliner. Als die Pausensirene zum zweiten Mal ertönte, ging ein wahrlich ereignisreiches Drittel zu Ende.

„Gegen eine talentierte, und mit einem guten Powerplay ausgestattete Mannschaft wie die Eisbären so viele Strafen zu nehmen, hat uns nicht geholfen“, markierte Tigers-Coach Dan Ratushny die wesentliche Ursache der fünften Niederlage in Folge seiner Mannschaft treffsicher. Im Schlussabschnitt gingen nämlich auch noch Straubings Andy Canzanello komplett die Pferde durch. Völlig unnötig streckte er Eisbären-Stürmer André Rankel vor der Spielerbank seiner Mannschaft nieder. Diese Aktion wurde mit 2+10 Strafminuten wegen Checks zu Kopf und Nacken, sowie einer weiteren zehnminütigen Disziplinar-Strafe geahndet. Damit verloren die Tigers ihren zweiten Spieler in diesem Match. Rankel, nun Opfer, war im ersten Drittel noch selbst Täter, kassierte jedoch nur 2+10 Strafminuten für einen Check von hinten. Zwar ließen die Eisbären die anstehende Powerplay-Situation noch ungenutzt, doch in der 50. Spielminute erzielte der nach kurzer Erholungsphase ins Spiel zurückgekehrte André Rankel das 5:2 für die Hauptstädter. Straubing, das um die direkte Play-off-Teilnahme kämpft, wehrte sich jedoch weiter gegen die drohende Niederlage. Sandro Schönberger (58.) brachte die Niederbayern noch einmal auf zwei Tore heran. Gäste-Coach Dan Ratushny versuchte danach alles, nahm eine Auszeit und wenig darauf Torhüter Jan Guryca für einen weiteren Feldspieler vom Eis. Der Lohn indessen blieb aus. Stattdessen erzielte Julian Talbot (60.) den sechsten Treffer des Tabellenführers. „Das war ein Spiel mit Play-off-Charakter gegen einen starken Gegner“, resümierte Eisbären-Chefcoach Don Jackson und fügte mit Blick auf das letzte Punktspiel gegen Köln hinzu: „Wir wollen Erster werden nach der Vorrunde. Nun haben wir die Dinge am Sonntag selbst in der Hand.“


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