Straubing besiegt München erneutDer „Angstgegner“ hat wieder zugeschlagen

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Nach dem 5:0-Sieg am Freitag gegen die Schwenninger Wild Wings, waren am heutigen Sonntag die Straubing Tigers zu Gast am Münchner Oberwiesenfeld. Der Lokalrivale aus Niederbayern war in der laufenden Saison bislang der Angstgegner der Red Bulls. Gegen keine andere Mannschaft sah das Team von Coach Don Jackson in dieser Spielzeit schlechter aus. Nach drei von vier gespielten Duellen stehen für die Red Bulls lausige null Punkte gegen die Tigers zu Buche. Was sind die Ursachen dafür? Sicherlich vielfältigere als die Mannschaft von Larry Mitchell pragmatisch als Angstgegner der Münchner zu bezeichnen. Aber das bestätigte sich heute wieder. Vor 4200 Zuschauern gewannen die Straubing Tigers bei den Red Bulls München mit 1:0 (1:0, 0:0, 0:0).

Straubing ist mehr als alle anderen Teams der Liga auf den Kampfgeist seiner Spieler angewiesen, während die Red Bulls über mehr spielstarke und filigrane Techniker in ihren Reihen verfügen. Dieses Zusammenprallen beider „Systeme“ verspricht immer ein körperlich hartes Spiel, welches die Red Bulls in dieser Saison schon oft in Bedrängnis gebracht hat. Ob es auch diesmal so aussehen würde?

Schon bereits nach wenigen Minuten konnte diese Frage mit „ja“ beantwortet werden, als Zalewski für die Niederbayern die Führung erzielte. München ließ sich sprichwörtlich überrumpeln und fand nach dem Treffer der Gäste kaum noch ins Spiel. „Gegen München muss man clever spielen und auch so verteidigen. Das haben wir heute perfekt gemacht“, so Tigers-Coach Larry Mitchell.

Die Glücksgöttin Fortuna hatte bei beiden Mannschaften alle Hände voll zu tun. Das Aluminium wurde zehnmal öfter getroffen als das eigentliche Tor. Das zunächst hohe Tempo der Anfangsminuten verflachte sehr schnell und begünstigte mehr und mehr ein Spiel mit viel Körpereinsatz, welches aber laut der Offiziellen nur selten das erlaubte Maß überschritt.

Die Red Bulls taten sich wieder einmal schwer gegen tapfer verteidigende Straubinger. Es kamen wenig Schüsse direkt bis zu Torhüter Climie, da viele bereits  entweder vorher von der Defensive der Tigers geblockt wurden bzw. gar nicht erst von den Münchnern abgefeuert wurden. Besonders im Powerplay wirkte das Spiel der Gastgeber zu umständlich und unkonzentriert.

Tor: 0:1 (3:54) Steven Zalewski (Mike Hedden, Alexander Dotzler). Strafen: München 4, Straubing 8. Zuschauer: 4000.