Strahlmeier wird zum StrahlemannDeutsch-Österreichisches Dauerduell

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Ein besonderes Augenmerk lag auch heute wieder auf Dustin Strahlmeier, der den verletzten Stammkeeper Jason Bacashihua vertreten musste – oder durfte. Im ersten Drittel hatte er nicht allzu viel zu tun, doch bis zum Ende des Spiels sah er sich einigen kniffligen Aufgaben ausgesetzt. Einmal schallte es gar „Monstersave“ durch die Halle. So wundert es nicht, dass der 22-Jährige nach dem Spiel mit strahlendem Gesicht aus der Kabine kam. Zu der gefeierten überdurchschnittlichen Parade meint er: „Das ist schon was Cooles, aber in erster Linie muss ich ihn einfach vom Tor wegbringen oder festhalten. Als letzte Option sieht das zwar gut aus, aber es sollte nicht zu oft vorkommen.“

Der Goalie analysiert das Spiel: „Das Ergebnis lügt nicht. Wir sind super reingekommen und haben in den ersten Minuten drei Tore geschossen. Dann kann man das Spiel einfach kontrollieren.“ In der Tat, die Hausherren begannen ohne lange zu fackeln und wollten die Niederlagenserie gegen das österreichische EBEL-Team unbedingt beenden. Bereits nach wenigen Sekunden hämmerte Blaine Down die Scheibe erstmals gegen das Torgestänge. In einem hohem Tempo und mit viel Spiellaune ging es weiter. Somit war es wenig überraschend, dass bereits in der zweiten Minute der Puck erstmals im Netz zappelte und nach nicht mal sieben Minuten hieß es 3:0. Insgesamt war das Eröffnungsdrittel eine recht klare Sache für die Niederbayern. Als Patrick Spannring und Sacha Treille „Zärtlichkeiten“ tauschten, waren viele Fans früh in Feierlaune. Aus Straubinger Sicht gab es nur einen Wermutstropfen, als Brian Lebler in Überzahl die Linzer auf die Tafel brachte. Am Ende war es der Ehrentreffer. Dass René Röthke einen Penalty vergab, wird man ihm wohl verzeihen, vor allem da er zum Erfolg zwei Tore und zwei Vorlagen beisteuern konnte.

Ab dem Mitteldrittel kamen die Gäste besser in die Partie und prüften Dustin Strahlmeier mit einigen guten Versuchen. Strahlmeier war jedoch nicht mehr zu überwinden. Mal kam er aus dem Gehäuse und schnappte sich die Scheibe zwischen dem Fußgewirr vor ihm, mal stand er umringt von Freund und Feind, doch wie ein Turm ragte der 1,93-Meter-Hühne aus der Meute und pflückte einen abgefälschten Puck locker aus der Luft. Der Keeper meint: „Da waren ein paar Saves dabei, das macht natürlich dann auch den Torhütern Spaß. Es waren auch ein paar außergewöhnliche Sachen dabei, aber wir haben alle zusammen gespielt.“ Insgesamt ein ruhiger, abgeklärter und souveräner Auftritt des etatmäßigen Backups, der aber auch völlig richtig erkannt hat, dass der Sieg eine durchaus überzeugende Mannschaftsleitung war. Neben Strahlmeier und Röthke konnte einmal mehr Thomas Gödtel seine Qualitäten zeigen. Ebenfalls mit viel Herz und Leidenschaft spielte der junge Manuel Wiederer und wurde dafür mit einem Tor und einer Vorlage belohnt. Mit drei weiteren Toren machten es die Straubinger bis zum Spielende recht eindeutig. „Wir haben mit Spaß gespielt, ich glaube, das hat man gesehen“, sagt Strahlmeier. Selbst als Strahlmeier einmal schon geschlagen schien, stand ein Verteidiger goldrichtig auf der Torlinie. Das nennt man dann, das Glück des Tüchtigen.

Mit einem lockeren Rückspiel am Sonntag rechnet Dustin Strahlmeier aber nicht und meint immer noch strahlend: „Nein, auf keinen Fall. Erstmal spielen wir auswärts, das ist immer was anderes und durch heute sind die sicher noch etwas angepisst. Ich denke, Linz hat auch mehr Qualität, die werden am Sonntag wieder alles geben. Das Spiel fängt wieder bei der ersten Minute an und man weiß nie, was passiert. Das ist das Schöne am Eishockey.“

Tore: 1:0 (2.) Dylan Yeo (Blaine Down, Florian Ondruschka), 2:0 (6.) Thomas Brandl (René Röthke), 3:0 (7.) Manuel Wiederer (René Röthke, Thomas Brandl, 3:1 (18.) Brian Lebler (Robert Lukas) PP1, 4:1 (23.) Marcel Brandt (Sebastian Osterloh, Sandro Schönberger), 5:1 (33.) René Röthke (René Kramer, Manuel Wiederer), 6:1 (49.) René Röthke (Stefan Loibl)

Schiedsrichter: Christian Oswald, Willi Schimm; Linienrichter: Andreas Hofer, Pascal Kretschmer; Strafen: Straubing 16, Linz 12

Zuschauer 3.128


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