Strafzeitenfestival im Spiel gegen Augsburg

Grizzlies stärker als EisbärenGrizzlies stärker als Eisbären
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In einem von vielen Strafzeiten geprägten Spiel unterlagen die Grizzly Adams Wolfsburg am Sonntagnachmittag mit 4:5 (0:2/2:2/2:1) gegen die Augsburg Panther. Die Gäste aus dem Süden verstanden es dabei besser, ihre Überzahlsituationen in Tore umzuwandeln. Für den EHC trafen vor 2.225 Zuschauern in der VOLKSBANK BraWo EisArena Gregg Johnson, Justin Papineau, Ken Magowan und Marvin Degon.

Die Grizzlys begannen wie die Feuerwehr, dominierten zunächst das Spiel und hatten durch Justin Papineau (1.) sowie Alexander Genze (11.) gute Chancen zur Führung. Wie aus dem Nichts fiel das erste Tor aber auf der anderen Seite. Jan-Axel Alavaara und Oliver Jonas waren sich nicht einig, der Puck kullerte über die Linie und Mark Murphy bekam das Eigentor der Grizzlys zum 0:1 gutgeschrieben (15.). Mit ihrer zweiten Chance des Spiels machten die Panther drei Minuten später auch schon das 0:2 wieder durch Murphy (18.). Glück hatte der EHC allerdings, dass Mathis Olimb Sekunden vor der ersten Pause bei 5-3 Überzahl nur den Innenpfosten traf (20.).

Turbulent wurde es im zweiten Abschnitt. Nach einem Konter in Unterzahl gelang Gregg Johnson zunächst der 1:2 Anschlusstreffer (29.). Als nach einer Spieldauerstrafe gegen Arvids Rekis auch Matt Kinch wegen Crosschecks vom Feld musste, waren die Gäste wieder mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Ärgerlich, dass in dieser Situation ein harmloser Querpass von Chris Collins von einem Wolfsburger Verteidiger zum 1:3 ins eigene Tor abgefälscht wurde (33.). Murphy erhöhte keine 60 Sekunden später auch noch auf 1:4 (34.) und das Spiel war eigentlich gelaufen. Die einzige Strafzeit gegen die Gäste im Mitteldrittel nutzte Papineau acht Sekunden vor der zweiten Pause schließlich doch noch zum 2:4 Anschlusstreffer (40.).

Mit einem Tor des Willens drückte Ken Magowan in Überzahl die Scheibe im Fallen zum 3:4 über die Linie (45.) und gab damit das Signal zur Aufholjagd. Nur Sekunden später hätten Johnson und Mike Green schon den Ausgleich machen müssen, scheiterten aber an Denis Endras im AEV-Gehäuse (46.). Dann durfte Brett Engelhardt nach einem Bandencheck ebenfalls mit einer Spieldauerstrafe frühzeitig duschen (47.), Jeff Likens handelte sich zusätzlich zwei Minuten wegen Spielverzögerung ein (49.). Schulbuchmäßig freigespielt markierte Marvin Degon in doppelter Überzahl den 4:4 Ausgleich (50.). Während jetzt eigentlich alles für den EHC sprach, brachte die einzige Strafzeit gegen die Grizzlys im Schlussdrittel die Entscheidung für Augsburg. Mehrfach abgefälscht landete der Puck glücklich auf dem Schläger von Murphy. Der hatte keine Mühe, zum 4:5 ins leere Tor einzuschieben (54.). Noch einmal kamen die Gastgeber nicht zurück, so dass die drei Punkte an den direkten Konkurrenten gingen.

EHC-Trainer Toni Krinner nach dem Spiel: "Das ist natürlich ein Dämpfer für uns. Wir hatten uns viel vorgenommen, was man auch die ersten Minuten gesehen hat. Aus dem Nichts liegen wir dann mit zwei Toren hinten. Die Schlüsselszenen waren für mich die Strafen beim Spielstand von 1:2. Wie wir nach dem 1:4 noch einmal zurückgekommen sind, verdient Respekt, doch es hat nicht mehr gereicht."

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