"Stolz und glücklich" – Heimpremiere gelungen!Augsburg – Mannheim 4:3

Foto: Armin Rohnen (www.stock4press.de)Foto: Armin Rohnen (www.stock4press.de)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

„Ich bin nicht nur stolz, sondern auch glücklich“, war Coach Larry Mitchell mehr als zufrieden mit seinem Team. „Besonders freut mich jedoch, dass es wieder verschiedene Torschützen gab. Wir wollten mehr Breite im Kader und dieses Ziel ist uns gelungen.“ Mit Peter MacArthur (23.), Sergio Somma (29.) und John Zeiler (39.) trafen am Sonntag drei unterschiedliche Stürmer. Mario Valery-Trabucco sorgte mit seinem Penalty-Tor für den 4:3-Siegtreffer (44.).

Doch was genau war eigentlich vor dem Adler-Kasten passiert? „Ich hab' es leider nicht gesehen, aber die Jungs meinten, dass ein Mannheimer Spieler im Torraum mit der Hand an der Scheibe war“, erklärte Mitchell. Allerdings sei dies erst nach dem Abpfiff passiert, wehrte sich sein Gegenüber Harold Kreis. Überhaupt ärgerte sich der Adler-Coach über die vielen „lächerlichen“ Strafen. Diese hätten viel Kraft gekostet und Mannheim immer wieder aus dem Rhythmus gebracht.

Feierlaune!

Mit den Kurzpfälzern kehrte auch ein alter Bekannter an den Lech zurück: der ehemalige Panther-Keeper Dennis Endras. Doch das kümmerte die Augsburger Fans nur wenig, denn diese bejubelten bereits ihren neuen Goalie-„Helden“ Patrick Ehelechner. Der Torhüter feierte seinen 28. Geburtstag und wird am Montag, wenn die Panther die Münchner „Wiesn“ unsicher machen, seine Spendierhosen anziehen müssen. „Ich hab' gehört, dass die Maß Bier heuer 9,30 Euro kostet, aber da muss ich durch.“ Die Augsburger sind derzeit wahrlich in Feierlaune, doch Ehelechner weiß, dass sich die Zeiten auch schnell ändern können: „Wir haben noch 49 Spiele vor uns und es kommen sicher noch ein paar Tiefs“, tritt der Torhüter auf die Euphorie-Bremse.

Intensiv und aggressiv

Alles andere als auf die Bremse traten die Panther aber in der Partie gegen Vizemeister Mannheim. Die Fans sahen von der ersten Minute an ein intensives Spiel und eine kampffreudige Panther-Mannschaft. Doch auch die Gäste waren angriffslustig. Und so dauerte es keine 30 Sekunden, bis der erste Adler auf die Strafbank musste (Christoph Ullmann wegen eines Hohen Stocks) und nur wenige Sekunden später Peter MacArthur von den Panthern (Stockschlag). Das erste Tor des Abends fiel allerdings regulär auf Seiten der Gäste. Mike Glumac war es, der Patrick Ehelechner überwinden konnte (11.). Der AEV hatte zunächst noch ein paar Probleme mit der Chancenverwertung, so dass die Mannheimer zur Pause 1:0 führten.

Führungswechsel

Auch im Mittelabschnitt fehlte es den Gastgebern nicht an Torschüssen, und so musste früher oder später auch der Ausgleichstreffer fallen: In der 23. Spielminute war es Peter MacArthur, der einnetzte. Freude bei den Panthern, Strafenfrust dagegen bei den Adlern, die sich nun permanent in Unterzahl befanden und unter anderem auch zwei 3:5-Situationen überstehen mussten. Sergio Somma nahm das Powerplay zum Anlass für seinen Treffer zum 2:1 und drehte damit vorerst die Partie. Aber auch das Heimteam musste hin und wieder in die Kühlbox und so nutzte Adam Mitchell die Gelegenheit zum 2:2 (34.). Nur zwei Minuten später gingen die Adler durch Frank Mauers Treffer (36.) sogar erneut in Führung. Allerdings währte die Freude nicht lange, denn John Zeiler schnappte sich in der 39. Minute den Puck und zog ab – erfolgreich. Und so stand es zur zweiten Pause 3:3.

Penalty-Triumph

Zu Beginn des Schlussdrittels war damit die Partie wieder offen. Die Teams waren sich dessen bewusst. Das Spiel wurde immer aggressiver und die Gäste hatten weiterhin mit Strafen zu kämpfen. 13 kleine sowie eine Disziplinar- (Check gegen den Kopf) und Spieldauerstrafe für Craig MacDonald standen am Ende auf dem Mannheimer Konto. Den Todesstoß versetzte jedoch Sergio Sommas Penalty-Treffer zum 4:3-Endstand. Obwohl die Adler in den letzten fünf Minuten noch alles gaben und Druck auf den Augsburger Kasten ausübten, fiel auf Seiten der Kurpfälzer kein Tor mehr. „Mannheim hat gekämpft bis zum Umfallen“, musste AEV-Coach Larry Mitchell anerkennen. Als Sieger vom heimischen Eis gingen jedoch die Panther, die damit auch ihr drittes Saisonspiel gewannen. Heimpremiere gelungen!