Stewart gewinnt auch das dritte Match

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Ein Schuss aus dem Gewühl heraus

bedeutete die Entscheidung in einem guten Spiel zweier gleichwertiger Partner.

Zwar hatten die Gäste im letzten Drittel ein leichtes Übergewicht, aber nach

den  beiden Torchancen des agilen Marcel Müller in der 54. Minute tankte sich

Jason Jaspers gegen seine ehemaligen Mannschaftskameraden durch und leistete

die Vorarbeit zum zweiten und entscheidenden Treffer für die Kölner Haie, die

auch das dritte Match unter dem neuen Trainer Bill Stewart gewannen.

 

Wenn es schon interessante Partien in

dieser Endlosrunde neben den immergrünen Derbys gegen Düsseldorf aufzulisten

gibt, dürfen die Aufeinandertreffen mit Mannheim nicht fehlen. Heute steckte

eine besondere Brisanz in diesem Match. Schließlich stand Adler-Chefcoach Doug

Mason einstens bei den Haien verantwortlich an der Bande, während sein Kollege

Bill Stewart in der Kurpfalz neben seiner Tätigkeit als Übungsleiter mitunter

auch für Aufsehen sorgte.

Neben dem Langzeitverletzten Christoph

Ullmann fehlten bei Köln die U20-WM-Teilnehmer Jerome Flaake, Norman Hauner und

Thomas Brandl, während Kapitän Mirko Lüdemann sein Comeback feierte. Doug Mason

musste auf den 25-jährigen Verteidiger Mario Scalzo wegen Verletzung

verzichten. Das Spiel begann mit einer Strafzeitenflut für die Gäste aus der

Kurpfalz. Sage und schreibe neunmal deutete der Unparteiische im Anfangsdrittel

auf einen Mannheimer Akteur, während die Kölner mit drei Strafen relativ

ungeschoren davonkamen. Allein Gästeverteidiger James Pollock musste dreimal in

die Kühlbox. Aus einer 5:3-Überzahl resultierte die Kölner Führung. Lüdemann

schoss hoch am Tor vorbei, Ivan Ciernik verwertete den Abpraller von der Bande.

Als Bryan Adams den aufgerückten Adler-Defender Pascal Trepanier aus den Augen

verlor, war der Gleichstand hergestellt. Die Haie machten zu wenig aus ihren

Überzahlsituationen, hatten allerdings auch in Fred Brathwaite im Mannheimer

Kasten einen Meister seines Fachs gegen sich. Mächtiges Glück für die

Hausherrren, als Tomas Martinec eine Sekunde vor Ertönen der ersten

Pausensirene mit seinem Schuss zu lange zögerte.

 

Im Mitteldrittel fielen weder Tore, noch

wurden Strafzeiten ausgesprochen. Wie ernst Mannheim das Spiel nahm, zeigte

eine Szene aus der 27. Minute. Andreas Renz zog ab, sowohl Sven Butenschön als

auch Colin Forbes warfen sich in den Schuss. Die Chancen sind schnell

aufgezählt. In Minute 24 hatte Christoph Melischko nach einem Riesenfehler von

Butenschön eine Möglichkeit, fand in Brathwaite jedoch seinen Meister. Auch

Moritz Müller blieb zweiter Sieger gegen den dunkelhäutigen Adler-Keeper. Auf

Mannheimer Seite fand der Schrägschuss von Yannic Seidenberg nach guter

Kombination des gesamten Sturmes nicht sein Ziel.

 

Noch ein Wort zu den Linienrichtern:

Weiß der Teufel, warum sie vor allen Dingen im ersten Drittel sowenig

Abseitspositionen erkannten.  Es kann ja wohl kaum daran gelegen haben, dass

sie den Spielfluss nicht unterbrechen wollten.

 

Tore: 1:0 (3;05) Ciernik (Julien,

Lüdemann), 1:1 (6;21) Trepanier (Methot, Spylo), 2:1 (54;16) Ciernik (Jaspers,

Melischko). – Zuschauer: 12.882. – Schiedsrichter: Aumüller

(Planegg). - Strafminuten: Köln 6, Mannheim 20.

 

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DEL Hauptrunde Gruppe

Sonntag 18.04.2021
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
5 : 3
Kölner Haie Köln
EHC Red Bull München München
6 : 1
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Adler Mannheim Mannheim
4 : 2
Krefeld Pinguine Krefeld
Iserlohn Roosters Iserlohn
3 : 0
ERC Ingolstadt Ingolstadt
Fischtown Pinguins Bremerhaven
4 : 2
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
Augsburger Panther Augsburg
6 : 5
Eisbären Berlin Berlin
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
2 : 4
Straubing Tigers Straubing