Stephan Daschners zweiter AnlaufDer Weg des Verteidigers zur DEG

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Mit dem HC Lugano wurde Wichser 2003 ebenso Meister wie 2006 unter Trainer Harold Kreis, mit dem der heute 34-Jährige 2008 beim Züricher SC erneut den Titel holte. „Ein sehr erfolgreicher Spieler, allerdings mit einem etwas unvorteilhaften Namen. Ich möchte dann doch lieber nicht so heißen“, sagte DEG-Verteidiger Stephan Daschner.

Auf der sonnigen Terrasse des Hotels Sempachersee in Nottwil erklärte der 26-Jährige, was er für sich als unvorteilhaft erachtet. „Ich stand ja schon einmal kurz davor, mich in der Deutschen Eishockey-Liga zu etablieren, musste dann aber gezwungenermaßen wieder zurück in die zweite Liga“, sagte Daschner. Von 2011 bis 2013 war er bei den Hannover Scorpions mit wechselnden Partnern in der zweiten Verteidigung gesetzt, dann allerdings zogen sich die Scorpions aus der DEL zurück. „Plötzlich galt mein Vertrag nichts mehr und so kurz vor Saisonstart waren die Optionen natürlich rar gesät. Also bin ich wieder zum EV Landshut gegangen. Da hatte ich schon in der Jugend gespielt, zudem ist es die Heimat meiner Verlobten Birgit“, sagte Daschner.

Für die zweite Liga ist er jedoch eher überqualifiziert. Also startet Daschner einen neuen Anlauf in der DEL, wo Augsburg und Straubing schon im Dezember um den Verteidiger buhlten. Das Rennen aber machte die DEG, die auch dank eines ehemaligen Mitspielers von Daschner dessen leichte Zweifel beseitigen konnte. „Ich würde lügen, wenn ich bei der finanziellen Lage der DEG nicht gedacht hätte, dass ich vom Regen in die Traufe kommen könnte. Aber Niki Mondt hat mir nur Gutes berichtet und die Aussicht auf viel Eiszeit erscheint mir hier einfach am besten.“

In den beiden bisherigen Tests hinterließ Daschner an der Seite von Bernhard Ebner einen guten Eindruck. Mit läuferischer Qualität kompensierte er seine Größe von nur 1,78 Meter, Zweikämpfe führte er verbissen und besonders in den Ecken war er für Gegenspieler sehr unangenehm. „Ich bin nur manchmal etwas übereifrig. Ich muss noch lernen, geduldiger zu spielen“, sagte Daschner, der einen DEL-Rekord sein Eigen nennt. Im November 2012 bekam er für Foulspiel, Reklamieren, Schiedsrichterbeleidigung und unsportlichem Verhalten in einer einzigen Szene 57 Strafminuten.

Neues von Daschner soll es in dieser Hinsicht nicht mehr geben.

HC Ambri-Piotta – DEG 4:1 (1:0/1:1/2:0)

Tore: 1:0 (4:48) Steiner (O'Byrne, Lhotak); 2:0 (23:32) Schlagenhauf, (Duca, Bianchi), 2:1 (37:09) Collins (Turnbull, Conboy); 3:1 (42:22) Steiner (Pestoni), 4:1 (46:46) Lhotak (Steiner, Bianchi)
Strafminuten: Ambri-Piotta 12, Düsseldorf 8
Schiedsrichter: Michael Küng (Bern) und Karol Popovic (Zürich)
Zuschauer: 930 in Sursee

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