Stefan Ustorf: „Wir sahen etwas frischer aus“

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Eisbärenstürmer Stefan Ustorf (Foto by City-Press) machte einen aufgeräumten Eindruck, nachdem er mit seinen Mannschaftskameraden von der Ehrenrunde auf dem Eis zurück in Richtung Kabine marschierte. Aufgeräumt - ja, euphorisch – nein. Eisbären und Freezers haben sich in der Vergangenheit schon aufregendere Schlachten geliefert, als das am Freitagabend in der o2 World der Fall war. „Das sah wohl etwas einfacher aus als erwartet“, bekannte Ustorf, der wohl wie die Zuschauer in der Arena mit etwas mehr Gegenwehr der Gäste gerechnet hatte. Doch die Freezers kamen recht bieder daher, hatten vor allem im Anfangsdrittel einige lichte Momente, konnten sich im Spielverlauf aber nicht weiter steigern und die Eisbären so auch nicht deutlicher in die Gefahr einer dritten Niederlage in Folge bringen. „Wir haben unser System gut gespielt, den Freezers in der Mittelzone wenig Raum gegeben und selbst wenige Strafzeiten genommen“, beschrieb Ustorf den Weg zum insgesamt ungefährdeten 4:0-Heimerfolg. Dass mit Verteidiger Dominik Bielke und Stürmer Patrick Pohl wieder zwei junge Cracks von den Eisbären Juniors in die DEL-Mannschaft aufgerückt sind, „die wissen, was zu tun ist, hart arbeiten und einen guten Job abliefern“, machte Ustorf in Anbetracht der zahlreichen Ausfälle als weiteren Sieg bringenden Aspekt aus. Auch Youri Ziffzers Leistung, der diesmal für Rob Zepp das Eisbärentor hütete, fand das Lob des Routiniers: „Youri spielt wie Rob doch schon die ganze Saison sehr gut. Um unsere Torhüter müssen wir uns keine Sorgen machen, egal wer von beiden gerade im Tor steht.“ Youri Ziffzer selber freute sich über seinen Shut-out, stellte diesen aber nicht vorn an: „Zu null zu spielen ist schön, aber der Sieg ist wichtiger, von dem haben wir länger was. Abgesehen von ein, zwei Abprallern, die ich versuchen wollte zu vermeiden, war meine Leistung ganz ok.“ Stefan Ustorf meinte noch mit Blick auf die letzten, wenig begeisternden Auftritte seiner Mannschaft: „Wie sahen heute ein bisschen frischer aus. Das war eines unserer besseren Spiele.“ Dem ist nicht zu widersprechen.

Als gelungen darf auch das Comeback von Eisbärenstürmer Florian Busch bewertet werden. Vom ersten Wechsel an wirkte der 23-Jährige sehr präsent und sorgte immer wieder für viel Unruhe vor dem Tor der Gäste, deren Verteidiger ihre liebe Not mit dem wendigen Bayern hatten. „Florian kam nach der Sperre von Robinson genau zum richtigen Zeitpunkt zurück“, freute sich auch Chefcoach Don Jackson über die starke Leistung des Rückkehrers. Unklar ist aber noch bis Mitte kommender Woche, ob Jackson dauerhaft auf Buschs Einsatz bauen kann. Dann nämlich will das Schiedsgericht des DOSB seine Entscheidung darüber verkünden, wie mit Buschs verweigerter Dopingprobe im Frühjahr zu verfahren ist. Der bisherige Verlauf der leidigen Angelegenheit lässt Raum für allerlei Möglichkeiten. Äußern mochte sich Florian Busch gegenüber der Presse dazu nicht.

Freezers-Chefcoach Bill Stewart lobte sein Team für sein Auftreten im ersten Drittel, haderte jedoch vor allem mit dem anhaltenden Verletzungspech in seiner Mannschaft: „Die Eisbären haben im Mittelabschnitt das Momentum ihrer Führung genutzt. Das war der Knackpunkt der Partie. Mit den vielen verletzten Spielern zeigt meine Mannschaft zurzeit das, was sie kann.“ Nun werden die Hansestädter vermutlich eine Weile auch noch auf Stürmer Elia Ostwald verzichten müssen, der nach dem Spiel mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht wurde. „Es ist schade, aber da müssen wir jetzt durch und weiter hart arbeiten“, meinte Stewart zur angestrengten Personalsituation. Sein Berliner Kollege Don Jackson resümierte indes doch recht zufrieden: „Das erste Drittel war sehr eng. Durch eine gute Einzelleistung von Deron Quint konnten wir dennoch in Führung gehen. Danach haben wir defensiv sehr gut agiert. So ein Spiel haben die Jungs gebraucht.“  (mac/ovk)

 

 

 


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