Starker Mittelabschnitt reicht zum Sieg

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Vom Tabellenstand her konnten die Augsburger Panther in ein vermeintlich lockeres Wochenende starten, schließlich war am Freitagabend mit Straubing der Vorletzte zu Gast, am Sonntag geht es zum Schlusslicht nach Krefeld. Doch Trainer Larry Mitchell hatte im Vorfeld davor gewarnt, beide Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Zumindest an diesem Abend hatte seine Mannschaft zugehört und erledigte ihre Hausaufgaben mit 6:4 weitgehend souverän.

Die Augsburger, bei denen der zuletzt schmerzlich vermisste Brett Engelhardt unerwartet früh wieder ins Team zugekehrt war, brauchten etwas länger als sonst, offensiv in die Gänge zu kommen, doch dann nutzte Darin Olver gleich die erste echte Chance zur Führung. In der Folge verpassten es die Hausherren, aus ihrer Überlegenheit auch entsprechend Kapital zu schlagen. Die Gäste erwiesen sich offensiv zunächst eher harmlos, auch wenn Justin Mapletoft bei seinem Alleingang in Unterzahl nur knapp an Dennis Endras scheiterte. Aufgrund zahlreicher Ungenauigkeiten auf beiden Seiten blieb das Niveau der Begegnung insgesamt sehr überschaubar.

Da die Panther einmal mehr Schwierigkeiten hatten, ihr Powerplay wirkungsvoll aufzuziehen, hatten die Tigers nicht nur wenig Mühe, sich dessen zu erwehren, sondern kamen auch selbst zu Chancen. Eine solche nutzte Andy Canzanello zum Ausgleich, doch nur elf Sekunden später sorgte Uli Maurer wieder für die Augsburger Führung. In der Folge hagelte es Strafen auf beiden Seiten, was dem Spielfluss nicht sonderlich bekam. Als sich die Reihen dann wieder gefüllt hatten, machten die Panther dann ernst. Binnen drei Minuten schraubten Florian Kettemer, Brett Engelhardt, dem man seine gerade erst überstandene Verletzung zwischen zeitlich anmerkte, und Colin Murphy das Ergebnis auf 5:1. Vor allem der letzte Treffer war allein schon das Eintrittsgeld an diesem Abend wert.

Trotz des deutlichen Rückstandes steckten die Straubinger aber nicht auf und wurden immerhin durch einen Überzahltreffer von Brandon Smith belohnt. Nun griff der insgesamt schwache Schiedsrichter Piechaczek in die Partie ein und schickte gleich zwei Augsburger auf die Strafbank. Die Gäste nutzten dieses Geschenk und kamen durch Bill Trew weiter heran. Die Tigers warfen jetzt alles nach vorne, während die Panther sich darauf beschränkten, auf Kontermöglichkeiten zu warten. Als Florian Kettemer dann mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend das 6:3 erzielte, war die Entscheidung endgültig gefallen. Zwar konnte Ryan Ramsay, von dessen Schulter die Scheibe ins Tor prallte, für seine Mannschaft noch einmal verkürzen und die Gäste nahmen auch noch den Torhüter vom Eis, doch den Augsburger Sieg brachte das nicht mehr ernstlich in Gefahr.

Jürgen Rumrich: „Ich habe meine Mannschaft gewarnt, aber unsere 45 guten Minuten haben gegen die 60 von Augsburg nicht gereicht. In den entscheidenden Momenten haben wir dann Kleinigkeiten nicht richtig gemacht, weshalb der Sieg der Pantehr in Ordnung geht.“

Larry Mitchell: „Im Schlussdrittel sind wir mehrmals nicht nah genug an den gegnerischen Stürmern gewesen und so wurde es noch einmal eng, letztlich hat der Vorsprung aus dem Mittelabschnitt aber gereicht. Florian Kettemer wird derzeit für seine guten Leistungen durch Torerfolge belohnt.“

(mor)

Tore: (1:0 / 4:1 / 1:3)


1:0 (03:34) Olver ( Murphy ; Engelhardt )

1:1 (22:54) Canzanello ( Maloney; Whitecotton ) 4:5

2:1 (23:05) Maurer ( Gordon ; Ryan )

3:1 (34:32) Kettemer ( Murphy ; Collins )

4:1 (35:10) Engelhardt ( Olver )

5:1 (37:40) Murphy ( Chartier )

5:2 (42:55) Smith 5:4

5:3 (46.03) Trew (Mapletoft ; Ramsay ) 5:3

6:3 (52:48) Kettemer ( Ryan ; Beechey )

6:4 (57.29) Ramsay (Mapletoft ; Morin )



Zuschauer: 3451

Strafzeiten: Augsburger Panther 18 + 10 Maurer, Straubing Tigers 18 + 10 Maloney

Schiedsrichter: Daniel Piechaczek, Ottobrunn

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