Starke Scorpions klettern auf Platz 8

Scorpions erlegen tapfer kämpfende WölfeScorpions erlegen tapfer kämpfende Wölfe
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Wenn Olle Öst und Gunnar Leidborg ein Versprechen abgeben, sind sie

dafür bekannt, dieses einzuhalten. Und zum 59. Geburtstag der

Scorpions-Chefin Christiana Haselbacher versprachen die beiden ihr drei

Punkte als Geschenk. Dafür mußte ein Heimsieg über die Nürnberg Ice

Tigers her. Mit dem Sechs-Punkte-Wochenende gegen Mannheim und die DEG

im Rücken sollten die Spieler auch über das nötige Selbstbewußtsein

verfügen. Doch nach weniger als zwei gespielten Minuten saß der erste

Scorpion auf der Strafbank, was die Nürnberger natürlich leichter ins

Spiel brachte. Die Scorpions überstanden die Unterzahl zwar, aber kaum

vollzählig, wurden ihre Angriffsbemühungen erneut durch eine umstrittene

Strafzeit gegen Stürmer Matthias Lööf, der im gegnerischen Drittel

einen Nürnberger gehakt haben soll, gestoppt. Diesmal nutzten die Ice

Tigers ihr Powerplay umgehend aus und erzielten das 0:1. Das erste

Drittel konnte von beiden Teams als das der vergebenen Chancen angesehen

werden, wobei die Ice Tigers ein leichtes Übergewicht herausspielten.

Anfang des zweiten Drittels, als Schiedsrichter Aumüller, der mit

Strafzeiten auf beiden Seiten nicht gerade sparsam umging, den Scorpions

ein Powerplay verschaffte, konnte Publikumsliebling David Haas den

Ausgleich markieren. Doch die Nürnberger konnten das Spiel offen halten

und erzielten in der 30., erneut in Überzahl, das 1:2. Da wollten die

Scorpions sich nicht lumpen lassen, und kamen in der 39. durch einen

Powerplay-Treffer von Verteidiger Steve Wilson zum hochverdienten

Ausgleich. Auch im letzten Drittel blieb es ein hochklassiges Spiel, bei

dem man beiden Teams anmerkte, dass sie unbedingt gewinnen wollten. Da

alle vier Treffer bis dahin in Überzahl erzielt wurden, und der

Schiedsrichter sich im letzten Drittel mit Strafzeiten zurückhielt,

machte mit verstreichender Zeit schon die Befürchtung die Runde, dass es

erstmals in dieser Saison ins Penalty-Schießen gehen könnte. Doch darauf

hatte der überragend spielende Steve Wilson scheinbar keine Lust und lochte

in der 54. unter tosendem Beifall der 2614 Fans zur 3:2 Führung für die

Hausherren ein.

Eine Minute vor Schluß setzte Greg Poss alles auf eine Karte und nahm

Chabot zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch wie schon

letzte Woche gegen die DEG kamen die Scorpions an den Puck und Kapitän

Lenny Soccio brauchte nur noch ins leere Tor zu treffen. Damit stand es

47 Sekunden vor Schluß 4:2 und die Scorpions hatten an sich schon

gewonnen. Doch Poss wollte dies nicht wahrhaben und ließ Chabot immer

noch draußen, wohl in der Hoffnung, dass sein Team ein Wunder

vollbringen könnte. Das Wunder blieb jedoch aus, stattdessen ging ein

von Patrik Augusta abgefangener und Richtung verwaistes Gehäuse der Ice

Tigers geschossener Puck zwei Sekunden vor Schluss über die Linie und

machte den mit 5:2 etwas zu hoch ausgefallenen Heimsieg der Scorpions

perfekt. Damit haben sie nicht nur einen Playoff-Platz erobert, den es

nun mit aller Macht zu verteidigen gilt, sondern auch den Grundstein für

die Festung Icehouse gelegt.

Nürnbergs Coach Greg Poss fand, dass es "ein sehr gutes Spiel für die

Zuschauer war. Kompliment an die Scorpions, die ein verdientes drittes Tor

erzielt haben und sehr stark gespielt haben." Gunnar Leidborg sah es ähnlich. "Es war ein sehr gutes Spiel beider

Teams auf hohem Niveau, vor allem 5 gegen 5, wenn es denn mal dazu kam.

Am Ende waren wir die glücklichere Mannschaft. Auch heute muss ich

unseren vierten Block mit unseren jungen Spielern wie Berblinger, der ja

aus der vierten Liga kam, oder Krestan positiv hervorheben und mich

bedanken, dass sie unser Vertrauen in sie mit toller Leistung

zurückzahlen." Die vierte Reihe zeigt tatsächlich schon seit der Vorbereitung konstant

gute Leistungen und viel Einsatz und ist in dieser Saison ein

unschätzbarer Pluspunkt, der die Scorpions viel unberechenbarer macht.

Leidborg und Öst haben ihr Versprechen eingehalten und Jana Haselbacher

einen Heimsieg zum Geburtstag geschenkt. Und da Olle Öst zu Beginn der

Saison auch das Erreichen der Playoffs versprochen hat.....(sp)


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