Starke Huskies überrennen Krefeld

Schafft es Manuel Klinge?Schafft es Manuel Klinge?
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Nach sechs Niederlagen in Folge

konnten sich die Kassel Huskies am Sonntagabend mit einem eindrucksvollen

6:2 (1:0; 3:1; 2:1)-Sieg gegen die Krefeld Pinguine zurück melden.

Einen Tag vor den langersehnten Verkündungen zur Zukunft des nordhessischen

Eishockeys traten die Schlittenhunde so selbstbewusst und kaltschnäuzig

auf wie nur selten in dieser Spielzeit. Allein die Schussstatistik -

46 zu 26 Schüssen für die Huskies – könnte das Spiel treffend wiedergeben. 

Kassel startete wesentlich

engagierter in die Partie als die Gäste aus Krefeld und kam schon nach

40 Sekunden durch Kraft zu einer guten Einschussmöglichkeit. In der

5. Minute gelang durch einen Abstauber von Captain Hugo Boisvert bereits

die 1:0-Führung. Krefeld hatte erst in der 7. Minute eine wirklich

gute Chance, als Stephens aus dem Slot abzog und Hauser im Tor der Huskies

orientierungslos wirkte. Danach kamen die Pinguine etwas besser ins

Spiel, konnten den Tabellenletzten aber nicht zwingend unter Druck setzen.

Für die weitaus aktiveren Kasseler hatte Leavitt in der 15. mit einem

tollen Schuss aus der Drehung eine sehenswerte Chance, für Krefeld

in der letzten Minute des ersten Abschnitts Vasiljevs. 

Im zweiten Abschnitt fanden

sich die Krefelder kurzzeitig etwas besser zurecht und agierten 

aggressiver. Wieder Vasiljevs, der von der Strafbank kommend allein

auf Hauser zusteuern konnte, hatte in der 24. Spielminute die bis dahin

größte Chance der Gäste, konnte diese aber nicht verwerten. Die Huskies

ließen sich allerdings nicht einschüchtern sondern erspielten sich

durch Sleigher in der 26. Minute gar das 2:0. Auch der zwischenzeitliche

1:2-Anschlusstreffer der Gäste durch Rourke brachte den Tabellenletzten

nicht aus dem Konzept. Mit einem anscheinend aus dem Nichts aufgetauchten

Selbstbewusstsein bauten die Schlittenhunde ihre Führung bis zum Ende

des Drittels Dank eines Doppelschlags gar auf 4:1 aus. Wieder Sleigher,

nach schönem Pass von Klinge in der 35. Minuten und Boisvert nur 32

Sekunden später, brachten die Fans auf den Rängen zum Jubeln. 

Auch im letzten Drittel hatten

die Huskies ihr Pulver noch nicht verschossen: Nach gut sieben Minuten

zieht Heinrich – heute als Verteidiger auf dem Eis – von der blauen

Linie ab und die Scheibe landet zum 5:1 hinter Langkow, der seinen Kasten

daraufhin für Kovacic räumen musste. Dessen nicht genug setzte Schlager

in der 53. Minute den Schlusspunkt - oder vielmehr das Ausrufezeichen

- für das Kasseler Spiel, als er im Powerplay zum sechsten Mal für

die Huskies einnetzte. Krefeld konnte lediglich durch einen Strafstoß,

den Pietta verwandelte, noch ein Minimum an Ergebniskosmetik betreiben.

Ansonsten waren die Gäste an diesem Abend einfach zu harmlos, um den

auftrumpfenden Nordhessen Paroli bieten zu können. 

Indes verdichteten sich am

Rande der Bande die Vermutungen, dass Dennis Rossing die Huskies am

morgigen Montag als Eigner übernehmen wird. Die regionale Presse spekuliert

seitdem schon seit längerem über eine Vertragsverlängerung Manuel

Klinges, der sich noch vor seiner Abreise zu den Olympischen Spielen

über seine Zukunftspläne äußern will. Des Weiteren scheint es immer

sicherer, dass Co-Trainer Fabian Dahlem Stéphane Richer auf dem Posten

des Head Coaches beerben wird – ob zum Saisonende oder schon früher,

könnte schon in den nächsten Tagen für Gesprächsstoff sorgen. 

Stimmen zum Spiel: 

 

Rick Adduono, Trainer Krefeld Pinguine

„Wir spielen schon seit längerem

ohne sieben Stammspieler, aber natürlich darf das keine Entschuldigung

sein. Wir hätten heute die Kleinigkeiten richtig machen müssen, aber

unser Einsatz und unsere Fehler haben uns um die Siegchance gebracht.

Man kann Kassel nur loben, sie haben das ganze Spiel über hart gearbeitet.

Die Krefeld Pinguine müssen lernen, dass wir weiter verlieren werden,

wenn wir nicht jede Minute des Spiels über hart arbeiten. Ich bin sehr

enttäuscht darüber, dass wir so ein wichtiges Spiel so verloren haben.“ 

Stéphane Richer, Trainer Kassel

Huskies: 

“Beide Mannschaften hatten am Freitag harte Spiele und ich denke,

Krefeld hat ein bisschen die Kraft gefehlt. Heute wurden unsere harte

Arbeit und unser Kampfgeist belohnt. Wir haben über sechzig Minuten

hart gearbeitet und die Scheibe gut zum Tor gebracht. Es war schön

zu sehen, dass verschiedene Leute die Tore geschossen haben und wir

endlich wieder drei Punkte holen konnten. Zum Schluss möchte ich noch

sagen, dass es im Moment viele Gerüchte gibt. Wenn es heute Rainers

letztes Spiel war, ist es sehr schön, dass die Jungs drei Punkte geholt

haben.“ 

Leona Malorny
 

Tore:

1:0 (04:46) Hugo Boisvert (Fabio

Carciola, Philipp Schlager)

2:0 (25:48) Pierre-Luc Sleigher

(Alex Leavitt)

2:1 (32:28) Allan Rourke (Boris

Blank, Herberts Vasiljevs)

3:1 (34:29) Pierre-Luc Sleigher

(Manuel Klinge, Thomas Holzmann)

4:1 (35:01) Hugo Boisvert (Alexander

Heinrich, Fabio Carciola)

5:1 (47:02) Alexander Heinrich

(Josh Soares, Alex Leavitt)

6:1 (52:59) Philipp Schlager

(Fabio Carciola, Derek Dinger – 5:4)

6:2 (55:33) Daniel Pietta –

PS 

Strafen: Kassel 8, Krefeld

15 + 5+ 20 Rourke

Zuschauer: 2534

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DEL Hauptrunde Gruppe

Mittwoch 17.03.2021
Kölner Haie Köln
- : -
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
Freitag 05.03.2021
EHC Red Bull München München
- : -
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
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Samstag 06.03.2021
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- : -
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Sonntag 07.03.2021
Krefeld Pinguine Krefeld
- : -
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- : -
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
Eisbären Berlin Berlin
- : -
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Montag 08.03.2021
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Straubing Tigers Straubing
Adler Mannheim Mannheim
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Dienstag 09.03.2021
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Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
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