Starke Heimpremiere der Roosters wurde nicht mit Punkten belohnt

Roosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubelnRoosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubeln
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Im Stile einer Spitzenmannschaft sicherten sich die Adler Mannheim den Sieg bei den Iserlohn Roosters. 1:3 stand es am Ende für die Kurpfälzer vor rund 3500 Zuschauern. Wirklich enttäuscht war wohl keiner von ihnen, denn die Roosters boten dem großen Favoriten über weiter Strecken mehr als nur Paroli.

Im ersten Drittel taten sich beide Teams noch schwer ihren Spielfluss zu finden. Die sehr schlechte Eisqualität tat sicherlich ihr Übriges dazu. Fagemo (4.), Adams Solo in Unterzahl (6.) und Fureys Schlagschuss zählten zu den besten Gelegenheiten für die Roosters in diesem Drittel. Bei den Adlern hatten Ratchuk (2.), Kelly (10.) und Ullmann (19.) die besten Gelegenheiten. Sie alle scheiterten aber an den sehr sicher wirkenden Goalies Kotschnew und Chabot.

Im zweiten Abschnitt legten die Roosters dann mehr als nur eine Schippe drauf. Von Minute zu Minute steigerten sie sich, kämpften um jeden Zentimeter (Wasser)Eis und hatten viele gute Chancen. Greigs Pfostenknaller (26.) und Intranuovos Schuss (29.) ans Außennetz waren nur einige Torchancen der teilweise beeindruckend vorgetragenen Angriffe. Auf Seiten der Kurpfälzer scheiterte Hedin im Fallen (33.) an Kotschnew. In der gleichen Minute mussten dann mit Aquino und Dykhuis gleich zwei Adler innerhalb von 11 Sekunden auf die Sünderbank. Iserlohns Headcoach Mason witterte seine Chance und nahm eine Auszeit. Dem Powerplay der Sauerländer fehlte allerdings etwas der Spielwitz. Knold mit einem Gewaltschuss und Greig hatten die besten Gelegenheiten in dieser Phase. Danach konnten sich die Adler wieder etwas besser vom Dauerdruck der Roosters befreien. Tripps Schuss in der Endphase des Drittels hatten schon viele im Tor gesehen. Hauptschiedsrichter Langer machte allerdings keine Anstalten dieses zu überprüfen. Somit endete auch das zweite Drittel torlos. Eine Führung für Iserlohn wäre zu diesem Zeitpunkt verdient gewesen.

Ähnlich ging es auch im letzten Drittel weiter. Iserlohn „drückte“, aber Mannheim hielt geschickt dagegen. Der starke Chabot im Adler-Tor konnte die Iserlohner Führung in der 45. Minute durch Intranuovo jedoch zunächst einmal nicht verhindern. Nach einem Pass von Danielsmeier verwandelte er eiskalt in den rechten oberen Winkel zum 1:0. Die 3500 Fans waren nun endgültig aus dem Häuschen. Kampfbetont und mit vielen guten Torszenen ging das Spiel weiter. Beide Goalies konnten sich immer wieder auszeichnen. Gegen Tripps Ausgleich (56.) hatte allerdings auch Kotschnew im Rooster-Tor keine Chance.

Völlig unverständlich ließen sich die Roosters nach diesem Treffer zurückdrängen. Die Adler zeigten in der Schlussphase nun ihre ganze Klasse. Im Stile eines Topteams hielten sie dagegen und konnten durch Carciola (58.) erstmals in Führung gehen. Als Kotschnew längst zu Gunsten eines sechsten Feldspielers „geopfert“ war, konnte Edgerton eine halbe Minute vor Spielende sogar noch zum 1:3 Endstand einklinken.

Die Adler hatten die Roosters damit im Stile eines Top-Teams im richtigen Moment ausgekontert. Das Mason-Team muss weiter am Torabschluss arbeiten. Insgesamt kann auf diese durchaus starke und überzeugende Vorstellung aufgebaut werden. Ein Sieg fürs Selbstvertrauen ist nach den Niederlagen in der Vorbereitung und den beiden Auftaktniederlagen in der DEL nun allerdings dringend notwendig.

Trainer Doug Mason zeigte sich nach dem Spiel auch durchaus zufrieden. Das Team habe viele Torchancen kreiert. Allerdings bemängelte er, dass seine Mannschaft in den letzten Minuten nicht mehr an den Sieg geglaubt habe. Ein Sieg sei nun besonders wichtig, um das Selbstvertrauen zu stärken.

Die nächste Gelegenheit haben die Roosters dazu am kommenden Freitag bei den Krefeld Pinguinen und in einer Woche zu Hause gegen den ERC Ingolstadt. (MK)

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