Starke Haie gleichen Finalserie ausDEL-Finale: Stimmen zu Spiel 2

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Es bleibt dabei: Auch die sechste Partie in dieser Saison zwischen den Eisbären Berlin und den Kölner Haien gewann wiederum das Auswärtsteam. „Woran das letztlich liegt, ist nur schwer zu sagen“, suchte auch Kölns Cheftrainer Uwe Krupp vergeblich nach einer erschöpfenden Antwort auf dieses Phänomen. „Beide Mannschaften nehmen sich nicht viel. Liegt eine vorn, macht sie in der Folge ein gutes Spiel und baut ihre Führung irgendwann aus. Es spielt sich dann eben leichter. Wieso das bislang bei beiden nicht zu hause klappt, keine Ahnung.“

Jedenfalls hatten die Haie durch ihr frühes Tor zum 1:0 den besseren Start. Ausgerechnet Marco Sturm, der am Sonntag mit seinem höchst unglücklichen „Eigentor“ den Berlinern auf die Siegerstraße half, spitzelte den Puck durch eine winzige Lücke zwischen Torpfosten Eisbären-Keeper Rob Zepps Schoner in die Maschen. Klar stellte der NHL-Routinier die starke Leistung der gesamten Haie-Truppe in den Mittelpunkt seines Resümees. Sein zufriedenes Lächeln rührte aber gewiss auch daher, diesen ärgerlichen Moment aus Spiel eins begradigt zu haben. „Wir wussten, wie wichtig dieses Spiel heute für uns ist, wollten einen besseren Start und haben von Beginn an füreinander gekämpft. Schon in Köln haben wir vierzig Minuten gut gespielt. Was auch gegen eine Mannschaft wie Berlin geht, wenn wir das über sechzig Minuten schaffen, haben wir heute gesehen. Es war insgesamt aber ein umkämpftes Spiel und die Berliner werden nun nicht aufgeben. Auch wenn unsere Zuversicht gewachsen ist, bleiben wir auf eine lange Serie eingestellt. “ Und was meint Marco Sturm zum offenkundigen Heimfluch? „Berlin hat einen Sieg, wir haben einen Sieg. Irgendwann müssen wir zu hause gewinnen, wenn wir Meister werden wollen.“  

Die Berliner indessen haderten vor allem mit ihrer schlechten Chancenverwertung, wie auch Eisbären-Kapitän André Rankel hervorhob: „Wir hatten genug gute Möglichkeiten, damit es hätte anders laufen können, haben sie aber nicht genutzt. Köln war da heute besser, auch in Überzahl. Die Kölner haben eine starke Mannschaft und die hat ein gutes Spiel gemacht. Im Grunde hat sich aber nichts geändert, es bleibt eng. Gewinnen wird, wer weniger Fehler macht, sein Powerplay und generell seine Chancen besser nutzt.“

Eisbären-Cheftrainer Don Jackson hielt sich nicht mit langen Analysen auf und blickt nach vorn: „Wir sind in den Play-offs und da geht es sehr intensiv zur Sache. Es steht 1:1 und wir denken weiter von Spiel zu Spiel.“ Haie-Chefcoach Uwe Krupp fand indessen das wohl wichtigste Detail, das wesentlich zum Erfolg seiner Mannschaft in Berlin beitrug: „Wir hatten nicht diesen nervösen Start, haben unser Spiel besser als im ersten Match durchziehen können. Es war ein enges, schnelles Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Ich bin froh, dass wir auch dank unseres guten Powerplays gewonnen haben.“

Bemerkenswert war die sehr gute, auch nach Rückstand und letztlich Niederlage der Eisbären, positive Atmosphäre in der o2 World. 14.200 Zuschauer, darunter knapp 300 Kölner, peitschten ihr Team lautstark nach vorn. Aus Berliner Sicht waren es am Ende tatsächlich auch die Eisbärenfans, die schon vor Spielbeginn mit ihrer beeindruckenden Choreographie für den optischen Höhepunkt des Abends sorgten. Auf ihren Anhang werden sich die Eisbären auch in der Kölner Lanxess Arena wieder verlassen können. Dafür, dass sich der lange Weg in die Domstadt lohnt, fasste Verteidiger Frank Hördler den Stand der Dinge noch einmal nüchtern zusammen: „Köln hat heute gut gespielt, ausgeglichen und am Freitag geht es weiter.“   


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