Spitzenspiel geht in letzter Sekunde an die Ice TigersDEL kompakt

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Was für eine Schlussphase im Spitzenspiel der DEL. Als die 60. Minute angebrochen war, sah der EHC Red Bull München noch wie der Sieger aus, doch 46 Sekunden vor dem Ende glich Steven Reinprecht die Partie für die Thomas Sabo Tigers aus, die sich im Penaltyschießen durchsetzten und damit mit 3:2 (0:1, 0:0, 2:1, 1:0) als Sieger vom Eis gingen. Nach Jason Jaffrays Führungstreffer für München in der 16. Minute erhöhte Frank Mauer erst in der 52. Minute auf 2:0. Den Anschluss stellte Sasa Martinovic her. Dem folgte der Ausgleich Reinprechts, ehe Philippe Dupuis den Schusswettbewerb entschied.

Wenn sich der Erste und Zweite gegenseitig die Punkte abnehmen, ist das die Chance für den Dritten: Doch die Straubing Tigers stoppten die Kölner Haie und gewannen mit 3:2 (2:0, 0:1, 1:1). Dylan Yeo und Scott Timmins sorgten für die 2:0-Pausenführung. Shawn Lalonde verkürzte zwar auf 1:2 (23.), doch Yeos zweiter Treffer war letztlich entscheidend. Dem KEC gelang nur noch der erneute Anschluss durch Nicolas Krämmer.

Die Adler Mannheim nutzten die Kölner Niederlage, um mit den Haien nach Punkten gleichzuziehen. Dabei führten die Iserlohn Roosters bis zur 54. Minute mit 3:1, mussten sich aber mit 3:4 (1:1, 1:0, 1:3) geschlagen geben. Dylan Wruck, Luigi Caporusso und David Dziurzynski sorgten bei einem Gegentor von Matthias Plachta für die vermeintlich deutlicher Sauerländer Führung. Doch die Adler drehten die Partie mit den Treffern von Daniel Sparre, Garrett Festerling und letztlich Luke Adam, der in der 58. Minute 15 Sekunden nach dem Ausgleich den Siegtreffer markierte.

Den Augsburger Panthern gelang im Hinblick auf die direkte Viertelfinal-Qualifikation ein wichtiges 2:1 (1:0, 0:1, 1:0) gegen die Eisbären Berlin, die durch diese Niederlage auf den zehnten Rang zurückfielen. Mark Cundari traf in der fünften Minute zum 1:0 für den AEV, der in der 25. Minute einen Penalty ungenutzt ließ. Jamie MacQueen glich die Partie zwar aus (32.), doch Braden Lamb erzielte in der 44. Minute den Augsburger Siegtreffer.

Sechster gegen Siebter – das direkte Duell um den „Strich“ in der Tabelle, der die Viertelfinalplätze markiert. Umso wichtiger war das 5:2 (1:1, 3:0, 1:1) der Grizzlys Wolfsburg gegen den ERC Ingolstadt. Die Niedersachsen trafen durch Fabio Pfohl zum 1:0, ließen dann aber ebenfalls einen Strafschuss liegen. Björn Svensson glich für die Schanzer aus, doch ein starkes Mitteldrittel brachte Wolfsburg den Erfolg. Die Tore erzielten Nicholas Johnson, zweimal Gerrit Fauser und Brent Aubin. Das zweite Gästetor von Thomas Oppenheimer war nur noch Kosmetik.

Die Schwenninger Wild Wings hielten die Hoffnung auf Rang zehn aufrecht, während das 4:1 (0:0, 2:0, 2:1) der Gastgeber ein Dämpfer im gleichen Rennen für die Düsseldorfer EG war. In der 55. Minute spitzte sich das Duell in einer Keilerei zu, in der Daniel Schmölz (Düsseldorf) und Brandon Yip (Düsseldorf) jeweils eine Fünfer samt Spieldauerstrafe kassierten. Kurz zuvor handelte sich Gästespieler Daniel Weiß eine Zehner und dann ebenfalls eine Spieldauerstrafe ein. Daniel Schmölz (2) und Andreé Hult  schossen ein 3:0 heraus, ehe Alexej Dmitriev in der 59. Minute verkürzte. Den Schlusspunkt setzte Marcel Kurth.

Die Krefeld Pinguine bleiben nach dem 2:4 (0:1, 2:1, 0:2) gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven auf dem letzten Platz. Die Gästeführung von Rob Bordson drehten Marcel Müller und Martin Ness zwar auf 2:1 für Krefeld, den Sieg schnappten sich allerdings die Norddeutschen durch drei Tore von Jack Combs.