Spiel Adler gegen Haie nur Nebensache am 58. Spieltag?

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Nicht wirklich, geht es doch für die finanziell angeschlagenen Haie um den Einzug in die Pre-Play-offs und für die Adler um das Heimrecht in der Vorqualifikation.

Dennoch war der Anfang dieses Spiel anders als sonst. Stand man vor dem Stadion, stellte man fest, dass die sonst farbenfrohe Vielfalt der diversen Eishockey Trikots einem schwarzen Outfit gewichen war, der überwiegende Teil der Zuschauer, ob Sitz – oder Stehplatz unterstützten die friedliche Aktion Spieltag 58. Auch Fahnen und Banner wurden wohl auf stilvollen Inhalt begutachtet, so fing für einen neunjährigen Adlerfan das Betreten des Stadion ziemlich aufregend an. Er musste, Premiere für ihn, seine Fahne aufrollen und hatte schon die Befürchtung, dass sein gutes Stück den Weg zu den anderen Spruchbändern die die Kontrolle nicht überlebt hatten in die am Eingang stehende Mülltonne gehen müsse. Der Ordner konnte ihn beruhigen, seine Adlerfahne blieb ohne Beanstandung. Das Spiel fing mit der geplanten Schweigeminute an, der Blick auf die inklusive der Gästefans in schwarz gekleideten Zuschauer war beeindruckend.

Die Kölner Haie, sich ihrer Aufgabe hier unbedingt punkten zu müssen bewus­st, kamen wacher aus der Kabine und setzten die Adler in den ersten Minuten unter Druck. Erst nach und nach konnten sich die Adler befreien, es entwickelte sich ein gutes erstes Drittel mit zum Teil erstklassigen Chancen auf beiden Seiten, entschärft von Torgestänge, Schusspech und zwei erstklassigen Torhütern. Keinem Team gelang ein Torerfolg im ersten Drittel.

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Im zweiten Drittel erhielten die Angriffsbemühungen der Kölner Haie in der 23. Minute einen
Dämpfer. Colin Forbes erzielte in Überzahl das goldene Tor des Abends, eigentlich keine zwingende Aktion, eher eine Einzelaktion. Forbes schlenzte den Puck aus halbrechter Position in Richtung Tor, Weibel ließ sich überraschen und die Scheibe flog ins kurze obere Eck.
Diese Tor ließ die Haie sichtlich verkrampfen, ihre Aktionen wurden unkonzentrierter, was den Adlern entgegenkam – der Spielfluss des ersten Drittels war dahin.

Es wurde ein Kampf auf Biegen und Brechen, ein begeisterndes Spiel für Taktikfreaks, eher nicht für die Zuschauer und nur der Spielstand war Grund für eine gewisse Spannung.
Die Adler verlegten sich mehr und mehr auf die Defensive, die Bemühungen der Haie waren zu verkrampft um wirklich zwingende Chancen zu entwickeln und das,was als Torschuss durchkam war auch weiterhin sichere Beute der Torhüter.

Im dritten Drittel schalteten die Adler noch einen Gang zurück, brachten das Ergebnis über die Zeit und drei Punkte aufs Konto. Glück oder verdient, ist unklar.
Bleibt zu berichten, dass die Schiedsrichter heute eine gute Partie ablieferten, dass der Pay TV Anbieter Sky, der das Spiel übertrug, die Fanaktion bis auf einen kurzen Kameraschwenk ignorierte. Seltsam, sind sie doch sonst bemüht, Skandälchen, Situationen oder Krisen rund ums Eishockey aufzubereiten. Mache sich jeder seine eigenen Gedanken drüber, was der Grund ist. Maulkorberlass, Desinteresse oder anderes bleiben bis zur Aufklärung, wenn sie den kommt, reine Spekulation.  

Gerd Kositzki - Fotos: Janet Ruppert / www.jrphotographie.de 


Tore:
1. Drittel
Torlos
2. Drittel
22:13  1 : 0, Colin Forbes ( Nathan Robinson, Francois Methot )
3. Drittel
Torlos

Torschüsse:
Mannheim: 32
Köln: 37

Strafminuten:
Mannheim: 6 Minuten
Köln: 6 Minuten

Zuschauer: 10.360

Schiedsrichter :
Alfred Hascher
Willi Schimm

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