Später Sieg für München im Spitzenspiel gegen MannheimMünchen dreht die Partie im Schlussabschnitt und ist so gut wie Vorrundensieger

Eine enge Partie sahen die Zuschauer im Spitzenspiel zwischen Mannheim und München  (Hockeyweb / Timo Helfrich)Eine enge Partie sahen die Zuschauer im Spitzenspiel zwischen Mannheim und München (Hockeyweb / Timo Helfrich)
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Im Topspiel des 46. Spieltags empfing der Zweitplazierte Adler Mannheim den Tabellenführer EHC Red Bull München vor 13.305 Zuschauern in der SAP-Arena. Vor Spielbeginn wurden Björn Krupp (Mannheim) für sein 500. und Yannic Seidenberg (München) für sein 1000. DEL-Spiel geehrt.
Die Adler machten vom ersten Bully an deutlich, dass die drei Punkte in Mannheim bleiben sollten. Die erste Druckphase führte nach 49 Sekunden dazu, dass Münchens Andrew Bodnarchuk wegen Haltens auf die Strafbank wanderte. Zunächst scheiterte Tommi Huhtala (1.) an Gästetorhüter Daniel Fießinger und auf der Gegenseite schoss München bei einem Konter an das Aussennetz. Die Gäste waren gerade wieder vollzählig, als DEL-Torjäger Borna Rendulic (3.) im Slot von Andrew Desjardins schön angespielt wurde und dieser per Direktabnhame mit seinem 26. Saisontor Mannheim mit 1:0 in Führung brachte. In der 13. Spielminute erhielt Jan-Mikael Järvinen eine Strafe wegen Hakens und bescherte so München das erste Powerplay. Mannheim stand jedoch gut und ließ nur wenig zu. Drei Minuten vor Drittelende durfte Red Bull erneut in Überzahl ran, da Rendulic wegen Hohen Stocks vom Schiedsrichtergespann bestraft wurde. München spielte es diesmal besser, traf jedoch das Tor nicht. So ging eine flotte Partie mit wenig Unterbrechungen in die erst Pause. 
Die erste gute Chance im zweiten Abschnitt hatte Yasin Ehliz - Dennis Endras im Tor der Adler hatte allerdings etwas dagegen. In der 25. Minute spielte Adler-Stürmer Matthias Plachta einen 3-gegen-2-Konter nicht konsequent zu Ende. Eine noch bessere Chance ließ der Meister liegen (26.), als Ben Smith bei einer 2-gegen-1-Situation den mitgelaufenen Tim Stützle mustergültig einsetzte und der 18-jährige den Puck nicht im freien Tor unterbringen konnte. Dies hätte sich in der 27. Minute fast gerecht, als Mannheim die Scheibe nicht aus der eigenen Zone klären konnte, München dadurch Druck aufbaute und Justin Schütz die beste Chance in dieser Phase vergab. Das 2:0 hatte Ben Smith (33.) auf dem Schläger, als er aus dem Gewühl vor dem Tor in letzter Sekunde gestört wurde. München überstand zwei Unterzahlspiele, als erst Justin Schütz (33.) und Trevor Parkes (36.) in die Kühlbox mussten. In der Schlussminte lag der Ausgleich in der Luft. Erst parierte Dennis Endras mehrmals sensationell und dann rettete Verteidiger Mark Katic in höchster Not. So ging es mit dem knappen 1:0 in die zweite Drittelpause. Den besseren Start erwischten die Adler. Nach 15 Sekunden tauchte Andrew Desjardins frei vor dem Tor auf, fand jedoch in Fießinger seinen Meister. Justin Schütz zog aus aussichtsreicher Position ab - wieder einmal war Endras Endstation. München erhöhte die Schlagzahl und bereitete Mannheim große Probleme. Der fällige Ausgleich dann in der 46. Spielminute, als Mark Voakes von hinter dem Tor Trevor Parkes sehenswert im Slot anspielte und dieser zum 1:1 vollendete. Der deutsche Meister wackelte und erlaubte sich viele ungewohnte Abspielfehler in der Verteidigungszone, wodurch München zu hochkarätigen Chancen kam. Die Adler hatten es zu diesem Zeitpunkt einzig Dennis Endras zu verdanken, dass sie nicht in Rückstand gerieten. Als noch sieben Minuten zu spielen waren, konnte Mannheim wieder für Entlastung sorgen und sich in der Angriffszone festsetzen. Nun war wieder Mannheim am Drücker den Führungstreffer zu landen - Tim Stützle (57.) übernahm Verantwortung zog in den Slot und scheiterte am hellwachen Gäste-Goalie Daniel Fießinger. Erst ließ München eine Großchance durch Jason Jaffrey ungenutzt, bevor Nicolas Krämmer auf der Gegenseite verzog. Als vieles auf eine Verlängerung hindeutete, traf Christopher Bourque 52 Sekunden vor Spielende für Red Bull zum 2:1. Geschockte Mannheimer nahmen eine Auszeit und Endras zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Alle Bemühungen der Adler blieben ungenutzt und München rettete den knappen Sieg über die Zeit. 
Der Vizemeister gewinnt eine hochklassige Partie durch ein spätes Tor in der Schlussminute bei Meister Mannheim. Letztendlich wacht München zur richtigen Zeit auf und zeigt sein bestes Eishockey im Schlussdrittel. Mannheim kann das Tempo aus den ersten beiden Dritteln nicht halten und findet nach dem Ausgleich nicht mehr zu seinem druckvollen Spiel zurück. „Es ist absolut inakzeptabel wieviele Scheiben wir im eigenen Drittel unnötig verloren haben,“ sprach ein enttäuschter Adler-Trainer Pavel Gross im Interview nach dem Spiel. „Es hat so ausgesehen, als ob wir Angst haben das Spiel zu gewinnen.“ Erst in der Schlussphase entwickelte sich wieder ein ausgeglichenes Spiel, dass am Ende eine Verlängerung verdient gehabt hätte. In der Tabelle liegt München bei noch sechs zu absolvierenden Hauptrunden-Spielen fast uneinholbar mit elf Punkten vor Mannheim. „Beide Torhüter waren stark und wir sind froh die drei Punkte nach München mitnehmen zu können,“ äußerte sich Red Bull-Coach Don Jackson in der Pressekonferenz.


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