Späte Entscheidung in MannheimMannheim - Straubing 1:0 n.P.

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„Es herrscht jetzt ein guter Geist in der Mannschaft“, meinte Adler-Trainer Hans Zach nach dem Spiel, „alle Spieler fiebern mit, egal ob sie spielen oder verletzt sind.“ Und: „Ich bin stolz auf die Mannschaft, auf den heute gezeigten Kampf und die Einstellung“, gesehen und gesprochen mit dem Hintergrund, dass die Mannschaft erst am Samstagfrüh um 5 Uhr vom Auswärtssieg in Wolfsburg nach Mannheim zurückkehrte, Spieler wie Ken Magowan, Jochen Hecht, Christoph Ullmann (Knieverletzung, Untersuchung erfolgt Montag) und nach dem ersten Drittel Niki Goc (Ellbogencheck ins Gesicht) ausfielen und darüber hinaus sich einige Spieler mit einer Erkältung übers Eis quälten.

Das Ergebnis und das Gesagte lassen auf ein unattraktives Spiel schließen, das war es aber nicht ganz, zumindest ab der 25. Minute nicht mehr. Bis dahin sahen die Zuschauer ein defensiv geprägtes Spiel (gut und konsequent von beiden Seiten), offensiv kam von den Straubing Tigers wenig Erzählenswertes, die Adler trugen ihre Offensivbemühungen zu geduldig, sprich durchschaubar vor, ihre Schussversuche hatten nicht die Qualität, Jason Bacashihua im Tor der Straubinger in Verlegenheit zu bringen, zumal auch das unter Hans Zach sonst konsequent zu beobachtende „Theater“ vor dem gegnerischen Tor nur stark vermindert stattfand. In der 25. Minute bekamen die Adler dann ihre dritte Überzahlsituation zugesprochen und die brachte mehr Schwung und damit Emotion in den Adler-Angriff. Straubing spielte seine Verteidigungsbox defensiv, d.h. die Adler hatten Platz und den nutzten sie, um einige gute Chancen zu kreieren. Fortan spielten die Adler auch bei fünf gegen fünf druckvoller, die Chancen nicht nur in den folgenden zwei Überzahlsituationen (25. und 31. Minute) wurden zwingender, drei Dinge waren aber hinderlich am Torerfolg: die Adler nahmen dem Angriff seine Gefährlichkeit, wenn sie vor dem Tor zu umständlich den hypothetisch besser postierten Mann suchten, Jason Bacashihua, der Turm in der Abwehrschlacht, und schlicht und ergreifend Abschlusspech. Zusätzliche Spannung erhielt das Spiel durch die Tigers aus Straubing, die mit der Spielweise der Adler immer besser zurechtkamen und das gezeigte „Dump and Chase“ besser spielten, folglich Zweikämpfe an der Bande gewannen und ihrerseits für Stimmung vor dem Adler-Tor sorgten. Aber auch Dennis Endras im Adler-Tor war nicht gewillt, sich überwinden zu lassen, mögliche Nachschüsse ließen die Adler selten zu. In den ersten zehn Minuten im Schlussdrittel legten die Straubinger noch etwas mehr zu, brachten sich aber durch zwei Strafzeiten in der 53. und 55. Minute selbst aus dem Rhythmus, die die Adler ihrerseits zu Chancen nutzten, aber eben nicht zu Toren. Danach war die Intensität aus dem Spiel, selbst die Überzahlmöglichkeit für Straubing drei Minuten vor Spielende verdiente eher das Attribut zögerlich als gefährlich, das Spiel ging in die Verlängerung.

Diese kann man unter dem Motto zusammenfassen: Wir warten auf das Penaltyschießen. Und das entschieden die Adler für sich. Martin Buchwieser zirkelte den entscheidenden Schuss hinter Jason Bacashihua ins Netz und sicherte damit den Adlern zwei Punkte. Über das gesamte Spiel betrachtet eine gerechte Punkteverteilung.


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