Spät zugebissen: Eisbären bezwingen Adler Berlin – Mannheim 3:1

Auf dem Weg zur alten Stärke: Berlins Sturmreihe Busch-Tallackson-Olver - Foto: JayAuf dem Weg zur alten Stärke: Berlins Sturmreihe Busch-Tallackson-Olver - Foto: Jay
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Sowohl Heimcoach Don Jackson als auch Gästetrainer Harold Kreis hoben nach dem Spiel die starke Leistung des Berliner Torstehers hervor. „Mit dem Spiel meiner Mannschaft bin ich zufrieden“, erklärte Kreis, „mit dem Ergebnis können wir natürlich nicht zufrieden sein. Wir haben deutlich besser gespielt als vorige Woche. Gerade nach dem 1:1 hatten wir meiner Meinung nach sogar mehr vom Spiel. Dann aber kam der dumme Puckverlust in der neutralen Zone... Wir hatten auch unsere Turn-overs, aber da hat Rob Zepp überragend gehalten.“

Die Eisbären taten sich lange schwer, Linie in ihr Spiel zu bringen. Der Druck auf die Mannschaft, nach einem punktlosen Wochenende mit Niederlagen in Ingolstadt und Augsburg, wurde gegen die Adler durchaus sichtbar. Auch die Führung durch André Rankel (13. Spielminute) in Überzahl vermochte es zunächst nicht, für mehr Ruhe im Spiel der Eisbären zu sorgen. Die Adler gingen die Partie offensiv ruhiger als vor Wochenfrist an, bemühten sich stattdessen, ihr Spiel einfach zu halten. Verantwortlich dafür gewiss der verletzungsbedingte Ausfall von inzwischen vier Leistungsträgern (Christoph Ullmann, Marcel Goc, Ken Magowan und Shawn Belle). Gefahr vor dem Berliner Tor entwickelten sie dennoch. Einen frühzeitigeren Ausgleich verhinderte der zu Recht vielfach gelobte Eisbären-Torsteher Rob Zepp.

Nach torlosem Mittelabschnitt, in dem die Eisbären Stürmer Matt Foy aufgrund einer Rippenprellung verloren, ging es in den letzten zwanzig Minuten plötzlich doch noch turbulent zu. In einem Powerplay kurz nach Wiederbeginn zimmerte Mannheims Steven Wagner die Scheibe unhaltbar zum 1:1 (43.) in die Maschen. Der Ausgleichstreffer wirkte auf die Hauptstädter als Weckruf mit Verzögerung: Nach Mannheimer Puckverlust in der Mittelzone wird Darin Olver in Szene gesetzt und der Deutsch-Kanadier versenkt beinahe überraschend die Scheibe zur erneuten Berliner Führung (50.) im Winkel. Zwei Minuten später bediente Olver sehenswert Reihenkollegen Barry Tallackson, der nach seinem Pfostentreffer im zweiten Abschnitt diesmal zum entscheidenden 3:1 für die Hauptstädter trifft. „Wir haben im letzten Drittel unseren Job besser gemacht als zuletzt. Nach zwei Niederlagen war das ein wichtiger Sieg für uns“, resümierte Tallackson erleichtert. Erleichterung ja, Zufriedenheit nein! Daran ließ Don Jackson keinen Zweifel aufkommen: „Ich bin im Moment nicht zufrieden. Drei von sechs Spielen haben wir zuletzt im letzten Drittel verloren. Heute lief das wieder besser. Daran müssen wir weiter arbeiten.“

Tore: 1:0 (13.) Rankel – Briére/Braun, C: PP; 1:1 (43.) Wagner – Seidenberg, D./Lehoux PP; 2:1 (50.) Olver – Busch/Tallackson; 3:1 (52.) Tallackson – Olver;

Schiedsrichter: Jari Levonen (FIN)/Daniel Piechaczek

Strafen: 16/16

Zuschauer: 13.900

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