So etwas rächt sich fast immer

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
Lesedauer: ca. 1 Minute

Das wurde ja noch einmal richtig spannend! Nach 40 Minuten, in denen die Gastgeber wieder einmal erleben mussten, dass sich eine schlechte Chancenausbeute stets rächt, drehten die Oberbayern fast den Spieß um. Ihren zahlreichen Fans wurde so warm, dass sie sich sogar mit nackten Oberkörpern präsentierten und sich über die beiden Treffer ihrer Lieblinge riesig freuten. Köln kassierte erst im letzten Drittel leichtsinnigerweise Strafminuten, und einige Insider hatten den Eindruck, als wären die Domstädter nicht richtig austrainiert. So ging ein klar dominiertes Spiel beinahe noch über den Bach. Exzellent übrigens beide Torwarte, die einen guten Job machten und ein ums andere Mal die Stürmer zu „Silvermedaillengewinnern“ degradierten. Unter dem Strich war es fast ein Punktverlust, den die Kölner quittieren mussten.

Gästecoach Greg Thomson musste immerhin auf ein rundes halbes Dutzend Cracks verzichten. Bakos, Daschner und Ast leiden an diversen Knieverletzungen, Ficenec ärgert sich mit seiner lädierten Schulter herum, Higgins hat Kummer mit dem Knöchel und Boucher ist gesperrt. Da hatte Thomsons Kollege Rupert Meister noch richtig Glück, denn dem Landshuter fehlte nur ein Trio. Flaake nimmt an der U20-WM teil, Johnson leidet an den Folgen einer Gehirnerschütterung, und Warriner hatte sich krank gemeldet. Wegen einer Handverletzung musste auch Marcel Müller während des Matches passen.

Von Beginn hatten die Haie ihre Gegner gut im Griff. Zu bemängeln war höchstens die schwache Chancenausbeute. So hätten beispielsweise Mats Trygg oder Philip Gogulla ihre Möglichkeiten verwerten müssen. Ein Überzahltor war somit die einzige Ausbeute zugunsten der Gastgeber. Auch im Mitteldrittel hatten vor allen Dingen die Gastgeber, die das körperbetonte Spiel nicht gerade bevorzugten, diverse Chancen, eventuell sogar schon für die Vorentscheidung zu sorgen. Immerhin gelang Christoph Ullmann der zweite Treffer und das, wie man so schön sagt, zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt.

Tore: 1:0 (10;02) Lüdemann (Piros, Rudslätt), 2:0 (39;42) Ullmann (Mo. Müller, McLlwain), 2:1 (41;09) St. Jacques (Waginger, Goodall), 2:2 (58;49) Draxinger (Goodall), 3:2 (64;28) Rudslätt

Zuschauer: 10.255. – Strafminuten: Köln 6, Ingolstadt 8. – Schiedsrichter: Schütz (Moers).

Jetzt die Hockeyweb-App laden!