Sledge-Scorpions auf Erfolgskurs

Scorpions erlegen tapfer kämpfende WölfeScorpions erlegen tapfer kämpfende Wölfe
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Bereits nach dem zweiten Ligaspiel der Saison finden die Sledge-Eishockey-Spieler der ESC Hannover Scorpions zu ihrer Vorjahresform zurück. Mit den Bremen Pirates, Tabellenschlusslicht der Spielzeit 2003/2004, trafen sie am gestrigen Sonntag nicht unbedingt auf den stärksten Gegner der Liga. Mit Nationalspieler Raimund Patzelt und Matthias Koch und Ex-Nationaler Bas Disveld in ihren Reihen konnten sich die Bremer jedoch überraschend spielstark präsentieren. Allerdings führte das anstatt zu Torerfolgen zu Strafzeiten wegen übertriebener Härte. Immerhin gut fünf Minuten dauerte es, ehe Segreff (Hattendorf, Bleidorn) zum ersten Mal Bremens Schussmann Jörg Zedlitz zum 1:0 überlisten konnte. Weitere sechs Minuten mussten sich die mitgereisten Zuschauer des Scorpions-Fan-Clubs Walsrode gedulden, bis Bleidorn auf Vorlage von Segreff und Pott auf 2:0 erhöhen konnte. Die sich dann steigernde Spiellaune der Hannoveraner beflügelte Segreff gleich 17 Sekunden später im Alleingang zum sehenswerten 3:0. Neuzugang Thorsten Ellmer legte kurz danach mit einem direkten Pass Hattendorf auf, der vergab jedoch knapp. Vor Ende des ersten Drittels zog Bleidorn (Hattendorf, Wedde) die Scheibe aus spitzem Winkel ab, 4:0. Im zweiten Drittel machte sich die Anwesenheit des Bremer Nationalspielers Patzelt, der verspätet aufgelaufen war störend bemerkbar, bis dieser sich in der 26. Minute eine 10-minütige Disziplinarstrafe einhandelte. Drei Minuten später zappelte der Puck bereits wieder im Kasten der Bremer. Verteidiger Hattendorf, bekannt für seine Schlagschüsse, zog auf Zuspiel von Segreff und Wedde von der blauen Linie ab. Mit fünf Treffern auf der Habenseite sollte der Abend noch nicht abgeschlossen sein. Wiederum Segreff (Hattendorf, Bleidorn) war es, der Bremens Torwart in der 38. Minute alt aussehen ließ. Im Schlussdrittel konnte sich die Bremer Spitzenreihe um Patzelt, Disveld und Koch zweimal gefährlich nah an die Box von Scorpions-Schlußmann Rolf Rabe herankämpfen. Im zweiten Anlauf musste letztlich Wedde die Scheibe von der Torlinie entfernen um einen Gegentreffer zu verhindern. Doch auch diese Angriffe der Pirates waren erfolglos. Segreff (Appelkamp) setzte dem Erfolg der ESC Hannover Scorpions mit dem Treffer zum 7:0 in der 42. Minute die Krone auf. Trainer Wolfgang Kempe sieht sein Team in der gezeigten Verfassung gut vorbereitet für die kommende Spitzenbegegnung am 5. Dezember in der TUI-Arena.