Sledge-Eishockey: Remis im Spitzenspiel

Scorpions erlegen tapfer kämpfende WölfeScorpions erlegen tapfer kämpfende Wölfe
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Im Vorfeld der Spitzenbegegnung der Deutschen Sledge-Eishockey-Liga zwischen der Spielgemeinschaft NRW und den ESC Hannover Scorpions war den Hannoverschen Akteuren klar, dass es ohne die Leistungsträger Marius Hattendorf (verletzt) und Udo Segreff (gesperrt) eine schwere Begegnung werden würde. Am Ende stand ein 3:3-Remis zu Buche.

Der Vizemeister des Vorjahres machte es dem Team aus Hannover sichtlich schwer. Im ersten Spielabschnitt waren die Scorpions zwar deutlich dominanter, konnten die herausgearbeiteten Chancen aber nicht umsetzen. Damit stand es zur Drittelpause 0:0.

Nach der Pause schienen die Gäste die Oberhand zu gewinnen. Nationalspieler Stumpe und Kessler erhöhten den Druck und die Spielgemeinschaft war häufig vor dem Tor der Hannoveraner zu sehen. Deutliche Schwächen in der Defense der Scorpions taten ein übriges. In der 20. Spielminute konnte Kessler auf Zuspiel von Brinkhoff zum 0:1 für die Westfalen einlochen.

Vier Minuten später gelang Bleidorn, nachdem Stumpe wegen Stockschlags für zwei Minuten auf der Strafbank saß, auf Vorlage von Ellmer der Ausgleich. Doch die Freude darüber sollte nicht lange währen. Mit einem Doppelschlag erhöhte Kessler in der 25. Minute auf 1:3 für die Gäste. Den Scorpions war der Schock über diesen unerwarteten Spielstand anzumerken. Und es sah so aus, als ob Schadensbegrenzung nun das oberste Gebot sein sollte. Eher defensiv im eigenen Drittel agierend sahen sich die siegesverwöhnten Niedersachsen in einer ungewohnten Position. Von Appelkamp und Bleidorn gefahrene Konter scheiterten am Schlussmann der Gäste.

So schien die Partie bereits verloren, als Trainer Wolfgang Kempe in der vorletzten Spielminute eine Auszeit nahm. Die Ansprache an das Team schien seine Wirkung nicht verfehlt zu haben. Als in der letzen Minute Torwart Rolf Rabe zu Gunsten eines sechsten Feldspielers das Eis verlassen hatte, verkürzte Bleidorn auf Vorlage Wedde auf 2:3. Nach dem darauffolgenden Mittelbully gelang es der Spielgemeinschaft nicht die Scheibe im leeren Tor der Niedersachsen zu befördern, stattdessen konnte Appelkamp im Alleingang zehn Sekunden vor der Schlusssirene den Endstand von 3:3 herstellen.

Damit sind die ESC Hannover Scorpions weiterhin ungeschlagen auf eigenem Eis. Allerdings ist das Rennen um die Meisterschaft damit enger als je zuvor. Die nächste Begegnung auf heimischem Eis findet am Samstag, 4. Februar, um 18 Uhr im Eisstadion Mellendorf statt

Tabelle:

1. Hannover Scorpions 6 / 76:3 / 11

2. SG NRW Kamen/Wiehl 4 / 54:7 / 7

3. Bremen Pirates 6 / 24:22 / 4

4. Dresden Kardinals 4 / 15:24 / 4

5. Heidelberg Knights 6 / 1:114 / 0