Skandalspiel in DüsseldorfDüsseldorf - Ingolstadt 5:1

Foto: Angelo BischoffFoto: Angelo Bischoff
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Unter dem Strich bleibt zunächst einmal der nüchterne Fakt, dass die DEG vor 5184 Zuschauern im Rather Dome mit einem verdienten 5:1 (1:0/3:0/1:1) die Serie nach dem Modus "Best-of-Seven", in der vier Siege zum Weiterkommen nötig sind, auf 1:1 ausgleichen konnte.

 
Die Düsseldorfer erwischten einen optimalen Start, als Daniel Kreutzer mit einem überlegten Pass den aufgerückten Verteidiger Derek Dinger bediente, dem schon nach 192 Sekunden das 1:0 gelang. In der Folge entwickelte sich ein offenes Spiel, bei dem die Gäste von der Donau ihre beste Phase der Partie nicht mit einem Treffer krönen konnten, weil DEG-Schlussmann Bobby Goepfert auf der Hut war. Als Adam Courchaine in der 23. Minute mit einem Schuss von der blauen Linie, bei dem der mit freier Sicht ausgestattete Ian Gordon im Kasten der Panther eine schlechte Figur abgab, das 2:0 gelang, geriet die DEG auf die Siegerstraße. Große Aufregung dann zehn Minuten später. Andy Hedlund und Jeff Likens prallten gemeinsam in Bobby Goepfert, woraufhin der Torhüter der DEG mit einer schweren Rückenprellung ausscheiden musste, für das dritte Spiel in Ingolstadt am Sonntag (14.30 Uhr) aber fitgemacht werden soll.

Was die Düsseldorfer Fans als Foul ansahen, war objektiv betrachtet tatsächlich nur eine unglückliche Aktion, doch nachdem die DEG kurz vor der zweiten Pause per Doppelschlag durch Daniel Kreutzer und Jeff Ulmer binnen 81 Sekunden auf 4:0 erhöhte, brannten den Ingolstädtern im Schlussdrittel sämtliche Sicherungen durch. Christoph Gawlik wurde zum "Liebling" des DEG-Anhangs, hatte sich aber immerhin noch im Griff. Kris Sparre arbeitete mehr mit dem Mund als mit dem Puck, andere versuchten zu provozieren oder ließen die Fäuste fliegen. Insgesamt war der Auftritt des Teams von Trainer Rich Chernomaz am Ende nur noch peinlich und am Ende mit einem bösen Check von Waginger sowie dem üblen Schlittschuhtritt von Bouck unschön gekrönt.

"Er hat Simon Danner an einer ganz empfindlichen Stelle getroffen. Wir werden uns das noch einmal ansehen und überlegen dann, ob wir das Video der Liga geben", sagte DEG-Trainer Jeff Tomlinson, während sein für die Liebe zum physischen Eishockey bekannter Kollege Chernomaz lediglich meinte: "Das ist eben Play-off-Eishockey." Ob diese Aussage beschämend ist oder nicht, sei dahingestellt. Die Claims für den weiteren Verlauf der Serie sind jedenfalls abgesteckt.

 
DEG-Ingolstadt 5:1 (1:0/3:0/1:1)

Aufstellung DEG

Tor: Goepfert (ab 33. Bick)

Abwehr: Bazany, Nowak – Roach, Hedlund – Holland, Dinger - Kramer

Angriff: Reimer, Ben Gordon, Kreutzer - Kaufmann, Beechey, James – Ulmer, Kelly, Courchaine – Danner, Loyns, Hinterstocker

Aufstellung Ingolstadt

Tor: Ian Gordon (ab 42. Janka)

Abwehr: Periard, Likens – Hambly, Ficenec – Pettersson, Ryan - Heid

Angriff: Girard, Hahn, Greilinger – Bouck, Ross, Motzko – Reich, Gawlik, Kris Sparre – Waginger, Retzer, Fical

Schiedsrichter: Lars Brüggemann (Iserlohn) und Richard Schütz (Moers)

Zuschauer: 5184

Tore: 1:0 (3:12) Dinger (Kreutzer, Reimer); 2:0 (22:10) Courchaine (Kelly, Ulmer), 3:0 (38:38) Kreutzer (Reimer, Hedlund/5-3), 4:0 (39:59) Ulmer (Courchaine, Beechey/5-4); 5:0 (Reimer (Roach/5-4), 5:1 (55:00) Hahn (Greilinger/4-5)

Strafminuten: DEG 18 + 10 (Kelly) + 10 (Hedlund) + 10 (Holland) – Ingolstadt 29 + 10 (Girard) + 10 (Waginger) + 10 (Reich) + 10 (Ryan) + 10 (Hambly) + Matchstrafe (Bouck)


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