Silberstreif am HorizontMannheim - Köln 2:1

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Dabei startete das Spiel denkbar schwierig für die Adler. Vor dem Hintergrund eines 0:2-Rückstands in der Serie, also fast schon mit dem Rücken an der Wand, war klar, die Adler sollten so langsam mit dem Siegen beginnen. Wie sie das bewerkstelligen wollten, konnten sie aber erst gar nicht zeigen. Bereits 42 Sekunden nach Spielbeginn sorgte Christopher Minard mit einem satten Schuss ins Kreuzeck für die Haie-Führung. Felix Brückmann, der heute für Dennis Endras das Adler-Tor hütete, war trotz guter Sichtverhältnisse machtlos. Das unterband bei den Adlern erst mal alle guten Vorsätze. Einsatz und Leistung waren vorhanden, aber mit deutlich vogelwilden Phasen in puncto Zuordnung und Passspiel. Uwe Krupp meinte nach dem Spiel, seine Mannschaft hätte heute das beste Spiel der drei Partien gezeigt. Folgt man seinen Worten, kann man ermessen, dass durchaus neben Felix Brückmann auch das Glück Pate stand, damit nach 30 Minuten des Spiels trotz einiger dicker Chancen keine weiteren Treffer für die Haie fielen.

In Summe sollte sich das rächen. Die heute offensiv auffälligste Reihe der Adler um Simon Gamache, Ronny Arendt und Jon Rheault sorgte in der 32. Minute für den Ausgleich. Während eines Angriffs der Haie, die diese einige Male zu ungeduldig spielten und damit zu weit aufrückten, konnte sich Ronny Arendt den Puck erkämpfen, spielte die Scheibe zu Simon Gamache, Gamache legte quer auf Jon Rheault und dieser schloss diesen Konter zum Ausgleich ab. Das war der Startpunkt zu einem besseren Spiel der Adler. Fortan spielten sie nicht nur mit, sondern setzten nun ihrerseits Akzente, die Bezeichnung gesteigerter Play-off-Charakter trifft es, inklusive verbaler und sich im Rahmen bewegenden handgreiflichen Grenzmarkierungen, dosiert zwar, aber immerhin vorhanden. Dass die Adler diese Spielweise brauchen, um „ins Rollen“ zu kommen, bewiesen sie im Weiteren, es wurde ein Spiel auf Augenhöhe und ohne Entscheidung in der regulären Spielzeit.

In der Verlängerung behielt das Spiel seine Geschwindigkeit und Intensität bei, einzelne Unkonzentriertheiten aufgrund des kräfteraubenden, zeitlich fortgeschrittenen Spiels und damit verständlich, verteilten sich auf beide Mannschaften ohne jedoch zu Toren zu führen, machten es aber zusätzlich spannend. In der 73. Minute mussten die Adler ihren Torhüter Felix Brückmann durch Dennis Endras ersetzen. Während einer umkämpften Situation verdrehte sich Felix Brückmann wohl das Knie und konnte nicht mehr weiter spielen. Dennis Endras bestätigte dann in der Folge, dass die Adler über zwei exzellente Torleute verfügen. Neben einer souveränen Leistung, sicherte er mit zwei sogenannten „Monster Saves“ trotz Kaltstart das Unentschieden für seine Farben, bis eben das Tor von Simon Gamache das Spiel beendete und die Adler damit in der Serie angekommen sind.

Play-off-Stand 1:2 für die Haie. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Tore:
0:1 (0:47) Minard (Hannula, Stephens)
1:1 (31:05) Rheault (Gamache, Arendt)
2:1 (81:39) Gamache (Rheault, Reul)

Strafen: Mannheim 8, Köln 8
Schiedsricher: Aumüller / Jablukov
Zuschauer: 13.600 (ausverkauft)

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DEL Hauptrunde Gruppe

Sonntag 18.04.2021
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
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Kölner Haie Köln
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Düsseldorfer EG Düsseldorf
Adler Mannheim Mannheim
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Iserlohn Roosters Iserlohn
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ERC Ingolstadt Ingolstadt
Fischtown Pinguins Bremerhaven
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Straubing Tigers Straubing