Sieg im SchlussspurtHamburg - Iserlohn

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Die Freezers mussten ohne Kevin Lavallee und Goalie Sébastien Caron auskommen. Den Kasten der Freezers übernahm Dimitrij Kotschnew. Thomas Oppenheimer war auch wieder mit dabei. Der Freezers-Stürmer hatte im Spiel am vergangenen Sonntag eine Spieldauerdisziplinarstrafe aufgrund hohen Stocks bekommen, doch am Montag stellte der DEL-Disziplinarausschuss das Verfahren ein. Bei den Roosters fehlten Chris Connolly sowie Richard Jares und Mike York. 

Das erste Drittel hatte gerade begonnen, da machten die Roosters auch schon Druck auf die Hanseaten. Michael Wolf brachte den Puck Richtung Tor der Freezers. Für die Schiris hieß es nach knapp einer Minute Sichtung des Videomaterials und die Entscheidung darauf hin – kein Treffer für Iserlohn. Hamburg bekam gleich darauf seine ersten Chancen durch David Wolf, doch Erik Ersberg parierte. Dann war es Jerome Flaake, der das Tor der Roosters unter Beschuss nahm, traf aber nur das Gestänge. Gerrit Festerling brach zunächst beim Vormarsch aufs Tor der Schläger und auch Phillip Depuis landete vorerst keinen Treffer im Netz der Iserlohner. Die Hamburger mit den besseren Chancen konnten sich immer wieder gut befreien. Kurz vor Ende des ersten Drittels bot sich Hamburg mit Frédérik Cabana noch mal die Chance mit einem Tor in Führung zu gehen, aber Roosters-Goalie Erik Ersberg wehrte mit dem Schläger ab und so ging es mit 0:0 und einer Strafe für Iserlohn in die erste Pause.

In das zweite Drittel starteten die Roosters in Unterzahl. Alexander Foster saß noch auf der Iserlohner Bank, doch diese Chance blieb zunächst von den Hamburgern ungenutzt. Die Angriffe der Iserlohner Foster und Sertich scheiterten an Schlussmann Dimitrij Kotschnew. Das erste Tor fiel erst in der 25. Minute für die Freezers, Thomas Oppenheimer bekam den Puck von Matthew Pettinger, spielte ab auf Philippe Depuis, der an der Iserlohner Verteidigung vorbei den Puck im Netz der Gäste platzierte. Die Roosters reagierten prompt, spielten sich frei und nach sechs Minuten folgte der Ausgleich zum 1:1 durch Rooster Brent Raedeke. Gegen Ende des Drittels machten die  Roosters in Überzahl noch mal Druckauf das Freezers Tor, aber Kotschnew pariert die Angriffe. Mit jeweils einem Tor ging es für die Teams in die Kabinen.

Im letzten Drittel hagelte es gleich Strafen auf beiden Seiten, Rooster Brodie Dupont (43.) wegen Haltens, dann gerieten Iserlohner Alexander Foster und Hamburger David Wolf aneinander (44.) und wieder eine Minute später war es Michael Wolf, der auf der Bank der Roosters Platz nehmen durfte. Trotz Chancen fiel kein Tor und es sah schon fast nach einer Verlängerung aus, als sechs Minuten vor Schluss Mathieu Roy die Freezers mit einem Schuss von der blauen Linie wieder in Führung brachte. Die Roosters versuchten nun das Blatt noch mal zu wenden, nahmen kurz vor Spielende Ersberg  gegen einen weiteren Feldspieler vom Eis. Doch die Hamburger machten den Sieg durch ein Empty-Net-Goal zwei Sekunden vor Ablauf der Spielzeit perfekt. Matthew Pettinger erzielte das dritte Tor der Freezers und brachte sie damit in der Serie mit nun drei gewonnen Spielen in Führung. Die Hamburger dominierten das Spielgeschehen mit 48:24 Torschüssen.

Christoph Schubert über das am Freitag anstehende Spiel am Seilersee: „Wir haben schon mal in der sogenannten Hölle gewonnen, warum sollten wir es dann nicht noch ein zweites mal schaffen?“  Zur Torhüterfrage sagt er: „Die haben halt die Ruhe weg, bei denen ist es wirklich egal, wen man ins Tor stellt. Das ist das Gute und das Schöne bei uns, wir haben da wirklich zwei, die kann man bei jeder Situation reinstellen, die machen ein Top-Spiel.“

Tore:
1:0 (24:46) Philippe Dupuis (Matthew Pettinger, Thomas Oppenheimer)
1:1 (30:26) Brent Raedeke (Tyson Mulock, Brooks Macek)
2:1 (55:23) Mathieu Roy (David Wolf, Kevin Schmidt)
3:1 (59:58) Matthew Pettinger (Julian Jakobsen, Adam Mitchell)

Strafen: Hamburg 8, Iserlohn 10
Schiedsrichter: Stephan Bauer, Willi Schimm
Zuschauer: 7104


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