Senkrechtstarter Cody SylvesterDer Iserlohner Neuzugang im Interview

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Sein Einstand hätte besser nicht sein können, denn nach nur 19 Sekunden schoss er sein erstes Tor beim 9:1-Erfolg gegen die Krefeld Pinguine. Nach dem Sieg gegen den übermächtigen Tabellenführer Adler Mannheim hatte Hockeyweb Gelegenheit, sich mit dem Senkrechtstarter zu unterhalten.

Sie kamen nach Iserlohn, haben kurz trainiert und hatten dann sofort Ihren großen Auftritt – nach 19 Sekunden haben Sie das erste Tor erzielt. Was ging da durch Ihren Kopf?

Es war schon ein irreales, unglaubliches Gefühl. Allein schon der Wechsel über den Atlantik, etwas ganz Neues, was ich noch nicht kannte, in ein ganz neues Team – und dann mein erstes Spiel. Unglaublich! Ich kam auf das Eis und mich übermannte etwas, was ich in dieser Form noch nicht kannte: All die Menschen, die Fans, standen und sangen und machten einen Lärm – einfach super! Ja, und dann kam die 19. Sekunde – ein sagenhafter Pass von Brooks Macek und ich musste meinen Schläger praktisch nur noch hinhalten. Das Glück war halt auf meiner Seite.

Sie sind von Amerika diese Fankultur (Gesänge und Jubel über 60 Minuten) nicht gewohnt – was halten Sie davon?

Ich liebe es, es ist begeisternd! Ich finde alle Eishockeyfans müssten so sein – überall! So etwas gibt der Mannschaft noch zusätzliche Energie, treibt sie an. Hier herrscht eine tolle Atmosphäre, ich war zuerst fast ein wenig geschockt – aber ich liebe es!

Können Sie schon etwas über Ihr neues Team sagen?

Die Roosters sind ein gutes Team mit einem tollen Charakter. Der Wechsel wurde mir sehr einfach gemacht. Die familiäre, herzliche Aufnahme in dieses bestehende Gefüge gibt mir ein gutes Gefühl und ich fühle mich bisher hier richtig wohl.

Sie spielten in Charleston, South Carolina – ist Ihnen der Wechsel aus der ECHL nach Iserlohn schwer gefallen?

Ich hatte noch nie in meinem Leben auf der in Europa üblichen großen Eisfläche gespielt. Das war doch schon eine gewaltige Umstellung, aber eine gute. Ich komme, glaube ich, auf dem hiesigen Spielfeld besser zurecht – ich kann meine Stärke, die Schnelligkeit, hier besser einbringen. In Amerika ist alles viel enger, man hat keine Zeit, das Spiel zu machen, während es hier auch nicht so sehr auf die Knochen geht. Es wird weniger gecheckt. Ich genieße das Eishockeyspiel hier viel mehr.

Auch die Reiserei, von einem Spiel zum nächsten, ist hier in der DEL nicht so kräftezehrend wie in der ECHL, wo ja auch Reisen bis nach Anchorage in Alaska anstehen können.

Mein längster Auswärtstrip war, glaube ich, eine achtstündige Bustour. Aber ich weiß auch, dass auch richtige Gewalttouren hätten kommen können, die aber nicht allzu oft sind. Meine Kollegen haben mir auch schon gesagt, dass die Roadtrips hier nicht zu lange dauern. Ich bin lange Fahrten gewohnt, es macht mir zwar nicht viel aus, aber es ist natürlich angenehmer, wenn wir nicht so weit reisen müssen.

Kommen wir zum aktuellen Spiel – wieder ein großartiger Heimsieg – ein 6:3 gegen den Tabellenführer.  Wann waren Sie sich sicher, dass die Roosters gewinnen?

Wir wussten, dass Mannheim ein sehr talentgeladenes, schnelles Team ist. Sie sind nicht ohne Grund Tabellenführer. Wir wurden von unserem Trainerteam sehr gut auf die Adler eingestellt. Wir haben ein sehr gutes, defensivorientiertes Spiel gezeigt. Sie kamen mit sehr viel offensiver Gewalt, doch wir haben es verstanden, dieser defensiv gut dagegenzuhalten. Und wenn man es schafft, mit einer guten Defensive dem Gegner den Zahn zu ziehen und selber eine gute Offensive entwickelt – was die Jungs geschafft haben – dann kommt es zu solchen Spielen. Der zweite Teil Ihrer Frage: Als das Spiel abgepfiffen wurde, war ich mir des Sieges sicher.

Wie war die Stimmung im Team?

Sehr gut! Es war wohl der erste Sieg in dieser Saison gegen die Adler und so haben sich alle hier sehr gefreut. Aber Mannheim hat ein sehr gutes, schnelles Team, das jedem Gegner alles abverlangt.


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