Seitennetze bald nicht mehr notwendig

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Die gemeinsam von DEB, DEL und ESBG eingebrachte Neuregelung zur DIN

18036 (Bau von Eissportanlagen) steht unmittelbar vor der Umsetzung.

Das bei Prof. Dr. Veit Senner von der TU München in Auftrag gegebene

Gutachten über die Schutzvorrichtungen in Eisstadien bestätigt, dass

bei einem Aufbau von formstabilem, durchsichtigen Material in Höhe von

160 cm bis 200 cm auf die Bande keine weiteren Netze an den Seiten mehr

notwendig sind.


DEB-Vizepräsident Uwe Harnos: „Unsere Ziele, Gesundheitsschutz für

Zuschauer, Rechtssicherheit für Hallenbetreiber und Klubs und die

Bewahrung der Sportart in ihrer Eigenart sehen wir mit den neuen

Richtlinien erfüllt. Da derzeit nur sehr wenige Stadien mit

Seitennetzen ausgestattet sind, ist durch einen entsprechenden Aufbau

auf der Seitenbande in allen Stadien durch die neue DIN ein erhöhter

Zuschauerschutz zu verzeichnen. Wir gehen davon aus, dass der Text in

seiner nun bestehenden Form in ca. zwei Monaten als sogenannte

Weißschrift veröffentlicht werden wird und dann Gültigkeit besitzt. Die

Notwendigkeit von Netzen oberhalb der Schutzeinrichtungen auf den

Seitenbanden ergibt sich dann aus der DIN 18036 nicht mehr.“


Der Text der DIN 18036 Ziff. 4.3.6 lautet nunmehr wie folgt:


„In den Endzonen (hinter den Torlinien) und von der Torlinie 4 m

Richtung neutrale Zone muss formstabiles, durchsichtiges Material in

Höhe von 160 cm bis 200 cm auf die Bande aufgebaut werden.


Über dem formstabilen, durchsichtigen Material müssen in diesem Bereich

zusätzlich Fangnetze angebracht werden. Diese Fangnetze müssen bis zu

einer Geraden reichen, die von der gegenüberliegenden Torlinie zu einem

2,30 m über der Vorderkante der obersten Tribünenstufe im Unterrang

liegenden Punkt verläuft, mindestens jedoch 5,00 m ab Oberkante des

formstabilen, durchsichtigen Materials hoch sein. Das formstabile,

durchsichtige Material auf den Längsseiten (ausgenommen im Bereich vor

den Spielerbänken) und hinter den bzw. seitlich von den Spielerbänken

muss 1,60 m hoch sein.


Der Abstand zwischen den einzelnen Schutzelementen darf höchstens 5 mm

betragen. Die Kante der Schutzelemente im Bereich der Spielerbänke sind

mit Polstern zu versehen.


Im Spielbetrieb außerhalb des internationalen Eishockeyverbandes

(IIHF), der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) und der

Eishockeyspielbetriebsgesellschaft mbH (ESBG) dürfen auch andere

Sicherheitseinrichtungen in entsprechender Höhe verwendet werden.


Alle Sicherheitseinrichtungen oberhalb der Bande (formstabiles,

durchsichtiges Material bzw. Fangnetze) müssen einem mit 160 km/h

auftreffenden Puck standhalten. Feste Teile der

Sicherheitseinrichtungen müssen so ausgebildet sein, dass sie nicht

verletzungsgefährlich sind. Die Sicherheitseinrichtungen sollten bei

einer anderweitigen Nutzung der Eisfläche leicht entfernbar sein.“



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