Scout zu Besuch: Rob Zepp im Fokus der NHL

Matti Virmanen, Scout des NHL-Teams Edmonton Oilers vor dem Spiel Berlin gegen Düsseldorf - Foto: Oliver SchwarzMatti Virmanen, Scout des NHL-Teams Edmonton Oilers vor dem Spiel Berlin gegen Düsseldorf - Foto: Oliver Schwarz
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Wie Hockeyweb bereits im September berichtete, zieht es den deutschen Nationaltorhüter nach dieser Saison wieder nach Nordamerika. Bereits im letzten Sommer gab es mit einigen NHL-Teams Gespräche. Eines davon waren die Edmonton Oilers.

Nun scheint sich der fünffache Stanley-Cup-Sieger wieder etwas genauer für Zepp zu interessieren und schickten ihren einzigen europäischen „Vollzeit-Scout“ nach Berlin. Hockeyweb sprach exklusiv am Rande des Spiels der Eisbären gegen die Düsseldorfer EG (Endstand 5:2) mit Matti Virmanen über Rob Zepp und sechs andere Berliner Spieler, die er beobachtet.

Mister Virmanen, sind sie wegen Rob Zepp in Berlin?

Ja, ich beobachte Rob Zepp, aber auch andere Spieler habe ich auf meinem Zettel.

Welche Spieler stehen denn noch im Fokus?

Ich habe eine Liste der Spiele die ich europaweit besuche. Dort stehen die jeweiligen Free-Agents, also die Spieler die keinen Vertrag mit einem NHL-Team besitzen darauf. Bei den Berlinern schaue ich neben Rob Zepp auch noch auf Frank Hördler, Constantin Braun, Florian Busch, Derrick Walser sowie Daniel Weiss und André Rankel.

Wie wählen Sie die Spieler aus?

Entscheidend ist natürlich erst einmal das Alter. Dann schaue ich auf die Statistiken. Die restlichen Dinge sehe ich mir dann live im Stadion an.

Wie verarbeiten Sie die Eindrücke?

Ich mache wir während des Spiels Notizen und gebe dann zu jedem Spieler ein kurzes Statement in unser Computersystem ein, so dass in der Oilers-Organisation darauf zugegriffen werden kann.

Wie läuft es denn mit Rob Zepp. Gab es schon Gespräche?

Ich habe mit ihm noch nicht gesprochen. Das ist auch nicht meine Aufgabe. Wir Scouts reden meist nur mit jungen Spielern, die in unserer Organisation sind.

Was denken sie, hätte Rob Zepp eine reelle Chance in der NHL?

Man weiß nie was passiert. Er hatte heute zwar einige gute Paraden, was mir aber auffällt ist, dass er sehr viel prallen lässt und dadurch viele Chancen zulässt! Dies sieht man bei NHL-Goalies überhaupt nicht so gerne.“

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Und das Wort von Matti Virmanen hat Gewicht! Der Finne war bis zum letzten Jahr noch General Manager von Jokerit Helsinki, wollte dann eigentlich in Eishockey-Rente gehen. „Ich sagte immer, wenn ich 50 werde, dann höre ich bei Jokerit auf. Dies habe ich auch getan. Nach einem langen Sommer hatte ich aber wieder Lust und nahm das Angebot als Scout bei den Edmonton Oilers gerne an!“

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