Scorpions verpassen gegen Straubing RiesenchancePlay-off-Kampf am 51.Spieltag

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Die Nervosität war greifbar. Beide Teams, die Gäste aus Straubing und die Hausherren brauchten jeden Punkt, um dem ersehnten Zwischenziel, den Pre-Play-Off´s näher zu kommen. Natürlich lautete die erste Devise: Keine Fehler und so plätscherte das Spiel in der ersten Viertelstunde fröhlich vor sich hin. Die beste Chance in dieser Phase hatte dabei noch King für die Scorpions, der einen Traumpass von Green aufnahm und knapp das Tor verfehlte. Das Fehlpassfestival wurde dann von Routinier David Sulkovsky (13.) beendet, der mit einem Kunstschuss aus spitzem Winkel den Straubinger Keeper Jason Bacashihua überwand. Die nun erhoffte Sicherheit brachte dies jedoch nicht in die Aktionen der Scorpions. Zwar spielten sie nun druckvoller, aber die Defensive, ansonsten eine der Stärken der Hannoveraner, zeigte sich überraschend anfällig. Down und Meunier scheiterten am wiederum stärksten Scorpions-Akteur Dimitrij Pätzold und in der 24. Minute war es dann soweit. Sascha Goc, einer der zuletzt besten Verteidiger, ging nicht energisch genug in einen Zweikampf mit Laurent Meunier, und der Franzose verlängerte einen Pass von Stewart am chancenlosen Pätzold vorbei, zum Ausgleich.

Die Scorpions zeigten sich jedoch überraschend nervenstark und schlugen zurück. Straubing, jetzt härter einsteigend, musste 68 Sekunden mit zwei Mann zu wenig auskommen, was von den Scorpions nicht ausgenutzt wurde. Zwei Minuten später ging Osterloh auf die Bank und es dauerte nur 23 Sekunden, bis Martin Hlinka mit seinem siebten Saisontor die hannoverschen Hoffnungen wieder erhöhte. Warum jedoch die Scorpions im letzten Drittel das Heft des Handels wieder aus der Hand gaben, wird deren Geheimnis bleiben. Die Tigers jedenfalls schienen begriffen zu haben, das nur beherztes Handeln die vorzeitige Sommerpause verhindern kann und so benahmen sie sich auch. Mit viel Wucht berannten sie das hannoversche Tor und prompt fiel der erneute Ausgleich. Der Ex-Hannoveraner Rene Röthke konnte unbedrängt einen Traumpass von Stewart an Pätzold vorbei lenken und weiter ging es in Richtung gegnerisches Drittel. Das 2:3 lag förmlich in der Luft, der Zeitpunkt war tödlich für die Hannoveraner. Ganze 59 Sekunden vor der Verlängerung durfte Blayne Down (60.) einen Zuckerpass von Germyn, an drei hannoverschen Verteidigern vorbei, aus unmittelbarer Tornähe versenken.

Scorpions-Verteidiger Sascha Goc: „Wir haben unsere Chancen nicht genutzt. Die Straubinger haben ihre Chancen eiskalt zu Toren genutzt. Wir waren bis zum Schluß nicht effektiv genug. Ein enttäuschter Scorpions-Trainer Igor Pavlov: „Eine bittere Niederlage. Nach meiner Meinung hat Straubing verdient gewonnen.“