Scorpions: Trotz Niederlage im Derby - beste Werbung für das Eishockey

Scorpions erlegen tapfer kämpfende WölfeScorpions erlegen tapfer kämpfende Wölfe
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Über

7000 Zuschauer bildeten am heutigen Abend eine tolle Kulisse für eine tolle

Begegnung. In einem echten Spitzenspiel verloren die Hannover Scorpions ihr

letztes Vorrundenheimspiel gegen die Hamburg Freezers mit 1:2.

Das Spiel: Von Beginn an

spürte man diese gewisse Derbyatmosphäre. Die Zielsetzungen bei beiden Teams

waren klar. Für Hannover ging es die wohl letzte Gelegenheit für die direkte Play-Off-Qualifikation zu nutzen. Für die Hamburger darum, die besagte

Ausscheidung zu erreichen. Die Scorpions nahmen sofort das Zepter in die Hand,

versuchten mit Druck zum Tor die Führung zu erzielen. Adam Mitchell (3.) hatte

die erste Möglichkeit, vergab aber. Die Freezers standen sicher in der

Defensive, lauerten immer wieder auf die passenden Kontergelegenheiten. Sascha

Goc stand in der 15. Minute mutterseelenallein vor Philipe Sauve, war aber doch

am Ende zu überrascht ob dieser fast schon hundertprozentigen Gelegenheit. Dank

einer Überzahl kamen die Hansestädter zum Ende des ersten Abschnittes zu den

ersten guten Chancen. Ein Schlenzer von Marty Wilford landete im Gewühl vor dem

Tor, in der Folgeszene ging der Puck über das Tor.

Zum

Mittelabschnitt hatten sich die Freezers mächtig viel vorgenommen. Sie stellten

auf totale Offensive um, und überraschten ihren Kontrahenten. Es brannte

mächtig im Drittel der Hausherren, und fast schon folgerichtig fiel die

Führung. Eine schöne Kombination über Andy Delmore und Peter Sarno vollendete

Vitalij Aab nach 26 Minuten zum 1:0. Was sich danach abspielte machte mehr als

deutlich, warum die Jungs von der Elbe momentan das Team der Stunde in der DEL

sind. Nur eine Minute nach der Führung traf Marc Beaucage den Pfosten, und als

absolute Demonstration ihres Selbstbewusstseins zeigten sie in der 30. Minute

ein Überzahlspiel, was man in dieser Saison in der TUI-Arena selten erleben

durfte. Eine große Portion Glück, und Alex Jung im Tor, bewahrten die

Hannoveraner vor einem weiteren Treffer. Für Entlastung für die Zach-Jungs sorgte

eine Hamburger Strafzeit nach 34 Minuten. Verpasste bei einer 6-5 Situation Mitchell

den Ausgleich, so war es Teamkollege Eric Schneider, der nach einem Goc Schuss

den Abpraller am kurzen Pfosten zum 1:1 verwertete.   

Vom

Ausgleich unbeeindruckt, zogen die Gäste auch im Schlussdrittel ihr Spiel auf.

Als logische Konsequenz folgte der erneute Führungstreffer für die Hamburger.

Nach einem Hintertorpass von Kapitän Alexander Barta stand John Tripp

goldrichtig, und lochte zum 2:1 ein. Delmore (43.) mit einem Pfostenschuss

verpasste die endgültige Entscheidung, ehe die Scorpions wieder besser in die

Partie kamen. Sie bissen, kämpften sich zurück, versuchten zum Ende noch einmal

alles. Die ganz große Gelegenheit bot sich ihnen in der Schlussminute. Sarno bekam

eine Strafzeit, und nachdem Jung seinen Kasten verließ, kam auf den Rängen noch

einmal Stimmung auf. Doch es sollte trotz zahlreicher Szenen vor dem Hamburger

Tor nicht mehr zum Ausgleich reichen. Mit viel Dusel verteidigten die Freezers

ihren knappen Vorsprung, und landeten damit ihren sechsten Sieg in Folge. Für

die Scorpions wäre ein Punkt des ersten Drittels und dem Aufbäumen am Ende

nicht unverdient gewesen.

Stimmen: Hans Zach

(Hannover): „Es war ein starkes Spiel von Hamburg, sie spielen sehr gutes

Eishockey. Meine Mannschaft hat heute auch sehr gut gespielt, beide Teams

hätten gewinnen können. Insgesamt war es eine tolle Leistung beider Teams,

tolle Zuschauer, und auch eine sehr gute Leistung des Schiedsrichters.“
Bill

Stewart (Hamburg): „Es war ein Arbeitssieg meiner Mannschaft. Beide Torhüter

waren die besten Spieler auf dem Eis. Wir haben ein richtiges Play-Off-Spiel

gesehen.“

Statistik: 0:1 (25:57) Aab

(Delmore, Sarno); 1:1 (34:33) Schneider (S. Goc, Dolak) 5-4; 1:2 (42:01) Tripp

(Barta, Aab)
Strafen:

Hannover 12 – Hamburg 14
Schiedsrichter:

Looker
Zuschauer:

7296

Jens

Wilke

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