Scorpions stolpern im entscheidenden Moment

Scorpions erlegen tapfer kämpfende WölfeScorpions erlegen tapfer kämpfende Wölfe
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Sie waren so kurz davor, aber scheiterten im letzten Moment. Mit einer 1:3 Heimniederlage gegen die DEG Metro Stars verpassten die Hannover Scorpions, vor knapp 6000 Zuschauern, den Einzug in das Finale gegen die Eisbären aus Berlin. Dennoch dürfen die Hannoveraner auf eine grandiose Saison zurückblicken, deren Krönung ihnen aber leider verwehrt blieb.

Das Spiel: Vor der Partie reagierte die DEL kurzfristig. Nach der Fehlentscheidung (Torraumabseits beim Siegtreffer) aus dem vierten Spiel leiteten - anstelle des geplanten Duos Looker/Piechaczek - die Herren Schimm und Aumüller die Begegnung, welche mit einem Paukenschlag begann. Acht Sekunden waren absolviert, ehe die TUI Arena einem Hexenkessel glich. Mit dem ersten Angriff erzielte Matt Dzieduszycki nach Pass von Eric Schneider die Führung, die in der Folgezeit den Metro Stars nichts anhaben konnte. Sie setzten die Niedersachsen unter Druck, hatten Chancen zuhauf. Die Gastgeber reagierten mit geschickt vorgetragenen Gegenangriffen, die in der Qualität den ihres Gegner im nichts nachstand. Es sollte bis zur 18. Minute dauern, ehe die 600 mitgereisten DEG-Anhänger jubeln durften. Unter tätiger Mithilfe von Scorpions-Kapitän Dan Lambert, der vor dem Tor leichtfertig den Puck an Brandon Reid verlor, markierte Adam Courchaine den verdienten Ausgleich.

Zu Beginn des zweiten Drittels gestaltete sich die Partie zerfahren, ehe sie mit fortschreitender Spieldauer wieder an Fahrt aufnahm. Nachdem Klaus Kathans vermeintlicher Treffer in der 22. Minute nach Studium im Premierestudio (die bisherige Videobeweis-Anlage war wohl ausgefallen) keine Anerkennung fand, hatten die Rheinländer in den zweiten 20 Minuten leichte Vorteile. Das Spiel ergebnistechnisch auf ihre Seite ziehen, konnten sie trotz der Überlegenheit nicht, sondern hatten Glück nicht erneut in Rückstand zu geraten. Der Ex-Düsseldorfer Tore Vikingstad hatte nach 34 Minuten die große Chance zum 2:1, doch der Norweger verfehlte das leere Tor. Eine Minute vor der zweiten Pause hatte die DEG Pech, als Reid nur die Latte traf.

Mit einem Powerplay für die Gäste begann das letzte Drittel, vorerst ohne Erfolg. Vikingstad scheiterte in der 43. Minute erneut, als er aus der Nahdistanz den Puck nicht im Düsseldorfer Gehäuse unterbringen konnte. Die Vorentscheidung fiel zehn Minuten vor dem Ende. Im Gäste-Drittel verkantete Tino Boos und verlor den Puck, der anschließende 3 auf 2 Konter brachte die Führung für die Rheinländer. Mit einem Handgelenksschuss erzielte Rob Collins die umjubelte 2:1 für seine Mannschaft. Die Scorpions versuchten in der restlichen Spielzeit alles was in ihren Möglichkeiten stand, konnten jedoch ihren Gegner nicht mehr entscheidend in Bedrängnis bringen. Die vielversprechendste Möglichkeit hatte Sascha Goc in der Schlussminute. Sekunden nach der letzten Scorpions-Chance markierte Reid mit einem Schuss ins verwaiste hannoversche Gehäuse das alles entscheidende 3.1 aus Sicht seiner DEG.   

Stimmen: Hans Zach (Hannover): „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat alles aus sich heraus geholt. Düsseldorf hat wenig Fehler gemacht, waren immer brandgefährlich. Das Glück war nicht auf unserer Seite, soll aber nicht die Leistung der DEG schmälern. Hut ab vor meiner Mannschaft.“

Harold Kreis (Düsseldorf): „Heute Abend war es eine feine Linie zwischen Erfolg und Misserfolg. Es war das beste Spiel der Serie, beide Mannschaften haben alles gegeben. Es entscheiden manchmal Zentimeter, oder auch ein verkanteter Schlittschuh. Beide haben heute viel für das Eishockey gegeben. Es musste einen Sieger, ich bin froh das wir es sind.“

Statistik: 1:0 (0:08) Dzieduszycki (Schneider, Herperger); 1:1 (17:59) Courchaine (Reid); 1:2 (49:06) Collins (Hedlund); 1:3 (59:53) Reid (Kreutzer) 5-6

Strafminuten: Hannover 12 – Düsseldorf 8

Schiedsrichter: Aumüller, Schimm

Zuschauer: 5810

Jens Wilke    


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