Scorpions „siegen sich“ auf Rang sechsHannover - Iserlohn 4:3

Thomas Greiss hielt den Sieg fest. (Foto: Roland Schicho - www.stock4press.de)Thomas Greiss hielt den Sieg fest. (Foto: Roland Schicho - www.stock4press.de)
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Besonders spannend war die Frage, ob die Iserlohner Neuerwerbung Shawn Hunwick als Caron-Ersatz den Kasten der Roosters hüten würde. Die Antwort lautete: Ja, wobei der Amerikaner gerade im ersten Drittel nicht den sichersten Eindruck machte und prompt das 0:1 auf seine Kappe nehmen musste, als er Scott Kings Schuss nicht festhalten konnte und Andreas Morczinietz (13.) goldrichtig stand. Wenige Minuten später, Hunwick war gerade dabei, sich wieder zu fangen, floppte die Sauerländer Defensive. Wilhelm hatte gerade auf der Strafbank Platz genommen, da entwischte Gerrit Fauser (18.) seinen Bewachern und schob die Scheibe mit einem Shorthander zum 2:0 in die Maschen.  Roosters-Coach Doug Mason war „not amused“ und es sollte für ihn noch schlimmer kommen. 51 Sekunden nach Drittelbeginn führte eine schöne Kombination zwischen  Eric Regan und Ivan Ciernik zum 3:0, als David Sulkovsky freie Bahn in Richtung Hunwick bekam und diesen überwand. 

Die Iserlohner Gäste aber hatten nicht vor, sich kampflos wieder zu verziehen.  Sie zogen das Tempo an, die Scorpions schienen sich ihres Sieges  zu sicher und schon hatte NHL-Leihgabe Thomas Greiss im Tor der Scorpions mächtig viel zu tun.  Bereits im Gegenzug nach dem 0:3 gelang Marvin Tepper (22.) bereits der erste Treffer und der machte Lust auf mehr.  In der 32. Minute war es dann soweit. Was Fauser im ersten Drittel für die Scorpions recht war, proklamierte Iserlohns Nationalstürmer und Goalgetter Michael Wolf auch für sich. Während sein Mannschaftskamerad Lasse Kopitz auf der Strafbank saß, gelang Wolf das 2:3. Jetzt war das Spiel wieder völlig offen. Zum Glück kann jedoch Scorpions-Coach Igor Pavlovs auf seine Nachwuchsreihe Fauser, Richter, Krüger zurückgreifen und er hat sogar den Mut, diese Reise im Powerplay einzusetzen. Dieses Risiko muss belohnt werden und aus lauter Dankbarkeit erhöhte Marvin Krüger 15 Sekunden vor Drittelende zum 4:2. Doch noch war die Messe nicht gelesen. Die Sauerländer griffen im letzten Drittel mit Mann und Maus an, brachten Hannovers Keeper Thomas Greiss mehrfach zum Schwitzen, konnten ihn jedoch nur einmal überwinden, als Tobias Wörle (42.) traf. Trotz dieses frühen Anschlusstores und eines immensen Druckes blieb die Scorpions-Defensive, die wiederum eine starke Leistung zeigte, meistens Herr der Lage.  Glücklich am Spielende war Hannovers „Player of the Day“ Gerrit Fauser: „Wir haben hart für diesen Sieg gekämpft. Wir standen defensiv besser und es ist ganz wichtig, dass wir gewonnen haben.“

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