Scorpions: Nach Verlängerung die Tabellenführung verteidigt

Lesedauer: ca. 3 Minuten

In

einem packenden Derby behielten die Hannover Scorpions die Oberhand, und

bezwangen die Grizzly Adams aus Wolfsburg mit 4:3 nach Verlängerung

Das Spiel: Passend zur

stimmungsvollen Kulisse entwickelte sich im ersten Durchgang ein schnelles

Spiel, mit wenig großen Torchancen, ohne jedoch langweilig zu wirken. Der frischgebackene

Spitzenreiter zeigte von Beginn an, dass er den Platz an der Sonne so leicht

nicht wieder hergeben wollte, hatte aber nach zwei Minuten Glück, als die Gäste

aus Ost-Niedersachsen einen Konter in Unterzahl nicht vollenden konnten. Beide

Mannschaften fighteten wie es in einem Derby sein sollte. Nach 13 Minuten

scheiterte Klaus Kathan zweimal, beim Versuch die Führung zu markieren, denkbar

knapp. So dauerte es fast bis zur Pausensirene ehe die Fans der Landeshauptstädter

jubeln durften. Seelenruhig schoben sich die Scorpions solange die Scheibe

zurecht, bis Sascha Goc in Position war, und dieser humorlos den Puck in den

Winkel des von Oliver Jonas gehüteten Wolfsburger-Gehäuses drosch. ­

Der

Mittelabschnitt gestaltete sich ähnlich intensiv wie das erste Drittel. Oscar

Ackeström (21.) wischte den Puck von der Torlinie, als Dimitri Pätzold bereits

geschlagen war. Als die Hausherren zwei Minuten später eine Überzahlmöglichkeit

bekamen, schlugen sie zu. Prächtig bedient von Andy Reiß und Thomas Dolak, war

es erneut Goc der zum zweiten Treffer für seine Mannschaft ausholte. Die Grizzly

Adams keineswegs geschockt, kamen eineinhalb Minuten später zum Anschluss. In

Überzahl vollendete Marvin Degon zum 1:2 aus Sicht der Volkswagenstädter.

Erneut in Überzahl hatten diese in der 36. Minute die Chance zum Ausgleich.

Gleich zwei Scorpionsspieler büßten auf dem Sünderbänkchen, doch Pätzold

reagierte zweimal glänzend bei den Geschossen der Gäste.

Der

Anschlusstreffer musste die Gäste enorm angespornt haben. Denn von Drittelbeginn

an setzten sie ihren Kontrahenten brutal unter Druck, ließen den Skorpionen

kaum Zeit zum Luftholen. Nachdem Pätzold einen Schuss von Jan-Axel Alavaara im

letzten Moment noch an den Pfosten lenken konnte, war es Sekunden später

Ex-Scorpion Mike Green, der an alter Wirkungsstätte nach 44 Minute zum 2:2

traf. Die Partie wurde hektischer, Wolfsburg trotzdem weiter nur im

Vorwärtsgang. Zur Mitte des Drittels gelang den Hannoveranern sich aus der

Umklammerung zu befreien, und kamen prompt durch Andy Reiß (50.) zur ersten

Torchance nach langer Zeit. Die nächste Chance für den Gastgeber saß. Eric

Schneider traf sieben Minuten vor dem Ende zur erneuten Führung, als er aus der

Halbdistanz traf. Doch die Grizzlys erholten sich von diesem Nackenschlag und

bissen zurück. 58 Minuten waren absolviert, als Petr Macholda einen Konter

abschloss.

­

Die

Verlängerung stand den vorangegangen 60 Minuten im Nichts nach, beide Teams

wollten den Sieg. Das bessere Ende hatte dabei der Spitzenreiter, als Aris

Brimanis einen toll vorgetragenen Angriff mühelos zum umjubelten 4:3

vollendete.

Stimmen: Hans Zach

(Hannover): „Toll das es uns gelungen ist, vor so einer tollen Kulisse in

Overtime zu gewinnen. Bis zu unserem 2:0 standen wir stabil, nach dem 2:2 ging

es hin und her. Beide Teams hätten heute gewinnen können. Wir können froh sein

am Ende die zwei Punkte geholt zu haben. Und sind es auch.“

Anton

Krinner (Wolfsburg): „Ich gratuliere Hannover zum Sieg. Es war schwierig für

uns, Hannover hat momentan einen Lauf. Zufrieden bin ich mit dem Einsatz und

Leidenschaft meiner Mannschaft, wir sind mehrmals nach Rückständen zurückgekommen.

Nicht zufrieden bin ich mit den vielen unnötigen Strafen, dadurch hat es am

Ende nicht für uns gereicht.“

Statistik: 1:0 (19:45) Goc

(Dolak, Kathan); 2:0 (22:13) Goc (Reiß, Dolak) 5-4; 2:1 (23:47) Degon

(Papineau, Hospelt) 5-4; 2:2 (43:58) Green (Alavaara, Rekis) 5-4; 3:2 (52:38)

Schneider (Mitchell, Herperger) 4-4; 3:3 (57:10) Macholda (Ulmer, Milley) 4-4;

4:3 (62:51) Brimanis (Vikingstad, Ackeström) 5-4

Strafminuten:

Hannover 20 + 10 für Boss – Wolfsburg 16

Schiedsrichter:

Piechaczek (Finning)

Zuschauer:

5767

Jens

Wilke - Fotos by MendaxPress


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